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von salisbury » Montag 9. Mai 2011, 23:41
Jhonny hat geschrieben:salisbury hat geschrieben:Martin van der Laan hat geschrieben:Das HAMA-dingens-Zeug gefällt mir sogar ganz gut, Musiker mit feinem Gespür für Ästhetik. Schöne Entdeckung, Sally!
Deswegen hab ich versucht zu eklären, was dieses unaussprechliche Ding bedeutet  .
das hatte ich als relativ easy zu checken erhofft... wenn man weiß, dass Dryaden Nymphen sind ist relativ klar, dass Hamadryaden auch Nymphen sein müssen Aber reingehört hab ich noch nicht 
Das wird sicher eine, äh, interessante, wenn auch einmalige Erfahrung, schätz ich mal 
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von Falkner » Montag 9. Mai 2011, 23:49
Hamadryad klingt ganz interessant.
Psychotic Waltz,.... puh. 'Faded' ist ein Brecher vor dem Herren, 'My Grave' ist einfach nur schön und 'Morbid' ist textlich und musikalisch einfach nur super. Der Rest gibt mir leider wenig. Generell ist das einzige Album der Band, das mich vollkommen überzeugen kann, 'Into The Everflow'. Der Rest ist zwar toll gespielt und klingt auch, als sollte es mir gefallen, aber irgendetwas stimmt trotzdem nicht ganz. Irgendwie schade.
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von Jhonny » Dienstag 10. Mai 2011, 10:35
So, der Hamadryad-Test...
es läuft Amora Demonis... der Einstieg ist gar nicht übel. Schönes Riffing. Der Gesang ist auch cool. Auf Dauer könnte das aber manchmal auch anstrengend sein, schätze ich.
Mal ein Test "The Second Round"... klingt zuerst mal sehr nach Neoprog.Hier finde ich den Geschmack nich so hammer, aber durchaus ok.
"Action" beginnt ja eher entspannt, klingt mir aber etwas zu modern. Aber nicht schlecht.
Insgesamt schon interessant, auch wenn ichs mir nich kaufen muss.
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von salisbury » Donnerstag 12. Mai 2011, 20:50
Platz 48: Joyce Hotel - Limits (2006)  Auf RUSH folgte HAMADRYAD, also müsste auf die bekannten WALTZ ja jetzt wieder was kleines, unbekanntes folgen.  Richtig. Die nächste Band spielt eine Musik, die von ihren Referenzen her eigentlich für ein großes Publikum bestimmt sein müsste, aber die bittere Wirklichkeit sieht nun mal so aus, dass sie im Bekannheitsgrad sogar noch unter HAMADRYAD liegt. Ich spreche von JOYCE HOTEL. Die Band spielte melancholischen Indierock, also eine Stilrichtung, die hier im Forum sehr wenig bis gar kein Zuspruch erhält. Die Dänen wurden mit RADIOHEAD, mit DEUS, INTERPOL oder auch den PIXIES verglichen. So falsch ist da gar nicht, wobei ich finde, dass JH ihren ganz eigenen, individuellen Sound gefunden hatten. Ich habe immer ein sehr spezielles Gefühl, wenn ich JH höre, ihrendwie geht mir die Musik mehr unter die Haut, oder besser gesagt, sie klingt irgendwie so, als ob sie mir aus dem Kopf wachsen würde. Ich muß mich immer zwei, drei Songs lang an den Sound gewöhnen, und dann will ich ihn oft lang nicht mehr loswerden. Im Vergleich mit meinen letzten Nennungen, wo alles glitzert, glänz und leuchtet, ist es hier eher grau und dunkel, nur gelegetlich Lichtschimmer lassen erahnen, welche Schönheit sich in diesem Gewlbe verbirgt. JH sind eben Minimalisten. Live kamen sie mit dem Grundequipment aus (Anfängerdrumset; kleine Kofferverstärker, null Effekte, etws Klavier, Gesang), die Musiker boten nur sich selbst, echt und ungeschönt, aber trotzdem oder vielleicht deswegen besonders gut. Maximaler Effekt auf den bei minimalem Einsatz, das war das JH-Prinzip. Das traurige ist, keinen hat’s interessiert. Trotz sehr guten Kritiken Konzerte vor nur 20-30 Mann. Kaum CD-Verkäufe. Keine Promotion. Ein kleiner Beitrag auf dem Eclipsed-Sampler, ein kurzer Artikel über die beiden Alben. Ansonsten wollte sie keiner. Ich denke die Band hatte viel Energie und viel Hoffnung. Kurz nach der letzten, ernüchternden Tour 2007 aber war dann wieder Schluß. Keine Nachricht über das Auflösen. Keine Statement der Presse, der Band. Ein Phantom, das erscheint und wieder verschwindet und vielleicht bei 10 Menschen auf der Welt eine riesige Lücke hinterlässt. Diese Lücke klafft auch im Netz, aber es gibt, wenn auch prinzipiell unzumutbar, eine Myspace-Seite, die sogar noch funzt und Hörbeispiele von "Limits" enthält. http://www.myspace.com/joycehotel/Nämlich das RADIOHEADig rockende 'Paramount', das leise, bedrückende 'Forever Summer' (Minimalismus: meist nur Schrammelgitarre, leichte Percussion und Gesang) und das sehr ähnlich gestrickte 'Blowing up the world' müssen da leider für einen ersten Eindruck genügen. Schmacht. Schluchz. Und ich hör mir jetzt das Album ganz an Das Debut bespreche ich dann weiter oben in der Liste 
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von salisbury » Donnerstag 12. Mai 2011, 21:06
Puh, Leute, ich bin froh, daß ich jetzt mit HAMADRYAD und JOYCE HOTEL zwei schwierige Dinger hinter mich gebracht habe. Einerseits wegen der Schwierigkeit, Songmaterial zu finden. Aber auch weil mir die Bands – auch wegen ihrer geringen Prominenz – besonders wichtig waren. Ein dritter ist, dass ich besonders Joyce Hotel so ein bischen als MEIN Eigentum betrachte und gar nicht mit anderen teilen will.
Jetzt ist die Liste frei von Ballast und es kann volle Pulle nach vorne gehen, und zwar weitehin mit jeder Menge Prog n’ Artrock und gleich mit meiner ersten Überschneidung mit dem Frosch. Na, welche kommt jetzt, Froggie?
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von Jesus » Donnerstag 12. Mai 2011, 21:15
Silbermond?
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von salisbury » Donnerstag 12. Mai 2011, 21:22
JA! Die sind ja bekannt für ihren ausgereiften, intellektuell hochwertigen Professoren-Artrock. Silbermond! 
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von salisbury » Montag 16. Mai 2011, 23:11
Next one ist a big one again: Platz 47: Dredg - El Cielo  Auch wieder sehr harmonisch, flüssig, rund; ein angenehmer, manchmal etwas geheimnisvoller Sänger, ein Gitarrenspiel,das Dich umarmt. Musikalisch ist das eigentlich New Artrock mit Popappeal, es gibt viele sehr eingängige, ohrwurmige Melodien, die Musik ist aber eher zerbrechlich als kompakt und viele leise Stellen schleichen sich oft zwischen die Hauptsongs. Eigentlich ist El Cielo ein einziger großer Song- in Untersongs unterteilt - der ein Gemälde von Salvator Dali vertonen soll. Oder zumindest davon inspiriert wurde. Nämlich diesem hier: Titel: Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Aufwachen. Ein Qualitätmerkmal ist sicher, daß jeder andere Favoriten auf dem Album hat. Der Star hier ist sowieso das Album als Gesamtheit. Wenn ich Songs herausnehmen müsste, wären es gerade diese: Sorry but its overCanyon behind herHier leider nur in einem sehr reduzierten Semiakustiksound. Dafür kann man dem Gitarristen schön beim Schrammeln zuschauen  . Ihr kennt die CD ja sowieso hier alle und der Frosch hat ja nun auch ein paar wirklich schöne Sätze dazu geschrieben...
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von Teichfrosch » Montag 16. Mai 2011, 23:38
Schnell mal drüberhuschen hier: Rush - Counterparts
Jau. Platz 49 – Hamadryad – Conservation of mass (2001)
Ebenfalls. Psychotic Waltz - Bleeding (1996)
Unbedingt. Joyce Hotel - Limits (2006)
Auch hier. Dredg - El Cielo
Worte überflüssig. Von den Alben in diesem Post das einzige was ich auch selbst habe... Das wird sich aber ändern. Das war ein netter, schöner, angenehmer Ausflug in froschfreundliche Gefilde. Viel froschfreundlicher als Holger, das ist mal sicher  Auch wenns da deutlich mehr guten Kram zu hören gibt als ich gedacht hät. Achja, nicht denken ich hätte den Kram nicht gehört nur weil ich nichts schreibe, aber irgendwie find ich das alles gleichsam toll und mehr kann man dazu eigentlich auch nicht sagen 
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von salisbury » Dienstag 17. Mai 2011, 00:19
Gemäß dem Zyklus "große Band - kleine Band" sind nach den (mittlerweile recht) großen DREDG wieder kleine Kacker dran. Kleine Kacker, die sich obendrein vor kurzem aufgelöst haben. Kleine Kacker, von denen ich dachte, sie könnten mal eine sehr wichige Rolle für den Fortschritt der Rockmusik bedeuten. Kleine Kacker, die (musikalisch) keine Grenzen kannten und auch keine akzeptierten, nein, sogar diese verschoben haben. Vieles, was mir in den letzten Jahren an musikalischen Stömungen lieb und teuer geworden ist haben die kleinen Racker vereint und auf eine sehr eigene, unwiderstehliche Weise kombiniert: New Artrock, Post Rock, Progrock ,Psycedelia und kranker Scheiß (weil ich keine Stilbezeichnung dafür finde...). Zweimal durften die Briten für ihr mächtiges Vorhaben üben. "Efflorence" und "Everyone into position" sind höchst professionelle Übungseinheiten, vielleicht auch Selbstfindungstrips. Das Meisterstück ist aber aus Ebenholz und wird von mir hier edel eingerahmt: Ich rede natürlich von Platz 46 OCEANSIZE - Frames Ein Album, das fordert und das gibt, das erschlossen werden will und das erschließt. "Frames" hört man nicht und mag es sofort. Nur äußerst selten gibt es straighte Rhythmen, oder einprägsame Melodien. Man muß sich Widerhaken suchen und sich daran festklammern und einmal fixiert kann man eintauchen, tiefer und tiefer. Am Ende umspülen einen dann Ozeane. Ja, der Sound ist weit und flächig; der Gesang ist kein Gesang, der den Hörer durch einen Song führt, sondern er ist genauso im Strom der Musik gefangen, oder soll ich eher sagen:darin aufgelöst und damit frei? FRAMES ist ein musikalischer Rausch und FRAMES ist eigentlich frei von Schranken/Schubladen/Kategorisierungen. FRAMES ist OCEANSIZE. Und OCEANSIZE wird hier und heute keine andere Band kopieren können. Ich persönlich werde sicher noch lange an FRAMES zehren, die hab ich noch lang nicht ausgesaugt und ein Platz 46 ist sicher nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach oben. Hörbeispiele: äh? FRAMES? okay: Only TwinIch könnte weitere drei Seiten darüber referieren, weshalb dieser Song einer der faszinierendesten und unglaublichsten Songs dieses Jahrzehntes ist. Ich lass es sein. Es reicht, daß Peter das Gefasel ertragen musste  . Sleeping Dogs and Dead LionsFür die Tiere und die "kranke Scheiß"-Fraktion. FRAMES ist fast komplett im Netz, fast tatsächlich einer hier angefixt werden sollte (Frosch?).
Zuletzt geändert von salisbury am Dienstag 17. Mai 2011, 00:23, insgesamt 1-mal geändert.
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