Leap in the Dark

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Re: Leap in the Dark

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 12. Juli 2011, 22:55

Ich war hier verdächtig? Nanünana. Aber gut: Das erklärt zumindest den Satz, nicht aber seinen Ursprungsgedanken. :grins:
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Leap in the Dark

Beitragvon Heydulf » Dienstag 12. Juli 2011, 23:01

Holger hatte ich eh nicht im Verdacht. Wenn ich das Wichtelsystem richtig verstanden habe, wird man ja nur einmal vom gleichen bewichtelt oder habe ich das falsch im Hinterkopf?
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Re: Leap in the Dark

Beitragvon Feamorn » Dienstag 12. Juli 2011, 23:04

Heydulf hat geschrieben:Holger hatte ich eh nicht im Verdacht. Wenn ich das Wichtelsystem richtig verstanden habe, wird man ja nur einmal vom gleichen bewichtelt oder habe ich das falsch im Hinterkopf?


Exakt. Wobei ich neulich schon nicht mehr ganz genau wusste, von wem ich alles schon was hatte... das kommt davon, wenn das Ablagesystem durcheinander gerät (sowohl Dateien auf dem PC als auch bei physischen CDs). ;)
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Re: Leap in the Dark

Beitragvon Teichfrosch » Dienstag 12. Juli 2011, 23:11

Holger Andrae hat geschrieben:Ich war hier verdächtig? Nanünana. Aber gut: Das erklärt zumindest den Satz, nicht aber seinen Ursprungsgedanken


Naja, ist ja kein Geheimnis dass du auf erdige, nicht zu moderne Klänge stehst. Und ANATHEMA magst du soweit ich weiß auch. Ich hab da ja auch nur die Möglichkeiten durchexerziert und nicht direkt gesagt dass mein Tip Holger wäre.
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Re: Leap in the Dark

Beitragvon Feamorn » Mittwoch 13. Juli 2011, 00:25

Da ihr ja wirklich total im Nebel stochert, bin ich mal so frei, und gebe mich doch schon zu erkennen. :)
Da lässt man einmal Lucassen, Skyclad, Feg und Arcturus weg, schon ist man inkognito, interessant... :grins: Ayreon oder Guilt Machine sind übrigens nur deshalb nicht auf den Sampler gekommen, weil es für mich irgendwie nicht "passte". Hatte Versuche mit "My House On Mars" und "Over" unternommen, aber die waren, für meine Ohren, in Sachen "Hörfluss" und "Soundgefüge" unbefriedigend.

Zum Titel der Platte sei noch kurz angemerkt, dass das nicht im Sinne von "Sprung in die Dunkelheit" sondern "Sprung ins Ungewisse" gedacht war. Denn das ganze war diesmal für mich ähnlich spannend wie sonst wohl für den Empfänger.

Ich hatte hier in der Tat das Problem, dass ich festgestellt habe, dass ich dich, Heydulf, kaum einschätze konnte, weshalb ich an meinem "Ursampler", der ziemlich meinen aktuellen Hörgewohnheiten entspricht quasi keine Änderungen mehr vorgenommen habe. Ist natürlich Schade, dass da kein Song so richtig eingeschlagen hat, wenn ich das richtig sehe.

Erstmal zu dem Intro, da habe ich wohl nicht genug aufbereitet, war wohl Betriebsblindheit, wenn man den Spruch kennt.
Er lautet folgendermaßen: "The Lord tells me He can get me out of this mess, but He's pretty sure, you're fucked."

Schonmal ein paar allgemeine Hinweise:

Die an Titel 2 beteiligten Musiker kennst Du vermutlich aus einem anderen Kontext, vor allem der Schlagzeuger dürfte als einer der "großen" Namen im Metal zählen. Ach ja, es sind keine Deutschen. ;)

Ansonsten bin ich eigentlich der Meinung, keinen Metalcore auf diesem Sampler, oder auch nur in meiner Sammlung, zu haben. Wobei der Stil, auf den die Bezeichnung hier angewandt wurde, schon Verwandschaften pflegt.

Die Alterseinschätzungen stimmen grob, wenn ich das richtig sehe.

Zu den Titeln 7 und 10 noch der Hinweis, dass es sich hier quasi um die gleiche Gruppe handelt, wenn auch mit recht stark verändertem Line-Up.

Ach ja, Nummer 3 ist dermaßen Unbekannt, dass ich gar nicht genau weiß, wer die hier erkennen könnte. Das Schaf und Frank vielleicht...?

Abgesehen von Blood Ceremony und Anathema waren die bisherigen Nennungen verkehrt.

Track 1: ??? - ???
Track 2: ??? - ???
Track 3: ??? - ???
Track 4: ??? - ???
Track 5: ??? - ???
Track 6: Blood Ceremony - The Great God Pan
Track 7: ??? - ???
Track 8: Anathema - Pulled Under At 2000 Meters A Second
Track 9: ??? - ???
Track 10: ??? - ???
Track 11: ??? - ???
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Re: Leap in the Dark

Beitragvon Heydulf » Mittwoch 13. Juli 2011, 06:56

Feamorn hat geschrieben:Da ihr ja wirklich total im Nebel stochert, bin ich mal so frei, und gebe mich doch schon zu erkennen. :)

Ah, danke für die Lösung zumindest dieses Rätsels :)

Feamorn hat geschrieben:Zum Titel der Platte sei noch kurz angemerkt, dass das nicht im Sinne von "Sprung in die Dunkelheit" sondern "Sprung ins Ungewisse" gedacht war. Denn das ganze war diesmal für mich ähnlich spannend wie sonst wohl für den Empfänger.

Ich hatte hier in der Tat das Problem, dass ich festgestellt habe, dass ich dich, Heydulf, kaum einschätze konnte, weshalb ich an meinem "Ursampler", der ziemlich meinen aktuellen Hörgewohnheiten entspricht quasi keine Änderungen mehr vorgenommen habe. Ist natürlich Schade, dass da kein Song so richtig eingeschlagen hat, wenn ich das richtig sehe.


Das macht erst mal rein gar nichts. Wie gesagt, ich werde mir das Teil noch ein paar Mal geben. Das habe ich schon zu oft erlebt, dass es etwas auf den ersten Höreindruck, vor allem wenn es sich doch abseits der normalen Hörgewohnheiten bewegt, nicht unbedingt sofort die rote Rakete zündet.

Feamorn hat geschrieben:Erstmal zu dem Intro, da habe ich wohl nicht genug aufbereitet, war wohl Betriebsblindheit, wenn man den Spruch kennt.
Er lautet folgendermaßen: "The Lord tells me He can get me out of this mess, but He's pretty sure, you're fucked."

Ok, das hätte ich glaube ich in hundert Jahren nicht rausgehört. Danke für's Klären :)

Feamorn hat geschrieben:Die an Titel 2 beteiligten Musiker kennst Du vermutlich aus einem anderen Kontext, vor allem der Schlagzeuger dürfte als einer der "großen" Namen im Metal zählen. Ach ja, es sind keine Deutschen. ;)

Hm... Schlagzeuger ein Großer, keine Deutschen (das ist mir die ersten Male hören auch nicht aufgefallen). Da ich ja der ausgewiesene Experte bin, was Drummer angeht, aber ich in dem Fall vom Sound her trotzdem den Verdacht habe, dass es Herr Jan Axel "Hellhammer" Blomberg sein könnte, und ich irgendwann das mal bei meinem Bruder gehört habe, würde ich jetzt auf Mezzerschmitt tippen. Lt. Musik-sammler ist da auch ein Song auf der EP von denen, der "Die Nacht hat Augen" heisst. Strike, bei last.fm konnte ich meinen Verdacht bestätigen. :)

Feamorn hat geschrieben:Ansonsten bin ich eigentlich der Meinung, keinen Metalcore auf diesem Sampler, oder auch nur in meiner Sammlung, zu haben. Wobei der Stil, auf den die Bezeichnung hier angewandt wurde, schon Verwandschaften pflegt.

Um ehrlich zu sein, sagt mir die Bezeichnung Metalcore herzlich wenig. Da die aber in fast jeder anderen Wichtelcd-Beschreibung aufgetaucht ist, habe ich gedacht, ich mache einfach mal mit beim Buzzword Bingo ;)

Feamorn hat geschrieben:Die Alterseinschätzungen stimmen grob, wenn ich das richtig sehe.

Immerhin etwas. Mal sehen, ob die mich irgendwie weiter bringen.

Feamorn hat geschrieben:Zu den Titeln 7 und 10 noch der Hinweis, dass es sich hier quasi um die gleiche Gruppe handelt, wenn auch mit recht stark verändertem Line-Up.

Quasi die gleiche Gruppe mit stark verändertem Lineup? Hm... Das sagt mir wiederum wenig. Ich schätze mal, dass die beiden Songs zumindest nominell verschiedene Interpreten haben?

Track 1: ??? - ???
Track 2: ??? - ???
Track 3: ??? - ???
Track 4: ??? - ???
Track 5: ??? - ???
Track 6: Blood Ceremony - The Great God Pan
Track 7: ??? - ???
Track 8: Anathema - Pulled Under At 2000 Meters A Second
Track 9: ??? - ???
Track 10: ??? - ???
Track 11: ??? - ???

Wie schon weiter oben, aber da noch an Anonymous gerichtet, gesagt: Vielen Dank für den Sampler. Und ich genieße die Erfahrung, mich mit Musik auseinanderzusetzen, wenn ich das muss. Das war schon bei meiner ersten Teilnahme ein spannendes Erlebnis. Gerade, weil ich - Julian weiß davon sicher ein Lied zu singen - auf Tipps meistens eher nicht so überschwänglich reagiere ;)
Und hat mich zur erneuten Teilnahme motiviert. Nebenbei frisst sich Track 7 doch langsam in mein Ohr. Mann, jetzt bin ich wirklich neugierig. Ich glaube aber, dass ich nach wie vor massiv auf Hilfe von Außen angewiesen bin. Wo seid ihr, ihr Fearmon-Kenner und -Versteher?
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Re: Leap in the Dark

Beitragvon Heydulf » Freitag 15. Juli 2011, 07:02

Nachdem sich hier schon zu lange nichts mehr getan hat, ein lauter Hilfeschrei. Mehr Tipps, mehr Hinweise, mehr Alles! Dankeschön :)
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Re: Leap in the Dark

Beitragvon Feamorn » Freitag 15. Juli 2011, 09:21

Von mir morgen schätze ich, bin heute den ganzen Tag unterwegs. (Iced Fucking Earth auf'm Dong! *freu*)
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Re: Leap in the Dark

Beitragvon Heydulf » Sonntag 17. Juli 2011, 08:52

@Feamorn: Ich hoffe, du hast Iced Earth gut überlebt und kannst der Thematik hier wieder ein wenig Leben einhauchen :)
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Re: Leap in the Dark

Beitragvon Feamorn » Sonntag 17. Juli 2011, 10:50

Ja, hab ich, aber gestern einfach verpennt hier weiter zu machen, also los. Wie Du schon festgestellt hast, ist die Nummer 2 Mezzerschmitt. Ich muss zugeben, dass ich den Song eher aus Spaß dabei hatte. Ohne die ziemlich wirren (und teilweise wirklich arg bescheuerten) Deutschen Texte wäre das ganze nicht halb so unterhaltend. Da waren die beiden Herren schon arg verwirrt, als sie das produziert haben. :grins:

Aktueller Stand:

Track 1: ??? - ???
Track 2: Mezzerschmitt - Die Nacht hat Augen
Track 3: ??? - ???
Track 4: ??? - ???
Track 5: ??? - ???
Track 6: Blood Ceremony - The Great God Pan
Track 7: ??? - ???
Track 8: Anathema - Pulled Under At 2000 Meters A Second
Track 9: ??? - ???
Track 10: ??? - ???
Track 11: ??? - ???


Heydulf hat geschrieben:
Track 1:
Ein ca. 8 Sekunden langes Intro, das ich leider nicht sonderlich gut verstehe. Klingt wie aus einem Film. Aber da werde ich wohl auf einen Tipp angewiesen sein.



Das ist in der Tat ein Filmausschnitt, hier nochmal der Text:

"The Lord tells me He will get me out of this mess, but He is pretty shure, you are fucked." Gefolgt von einem irren Lachen, das die Figur (in einem sonst eher ernsten Film) ganz gut auf den Punkt bringt.


Track 3:
Ein wütender junger Mann singt zu einem ziemlich klassischen Gitarrensound. Ich glaube, dass mir die Stimme schon mal untergekommen ist, aber ich bin mir nicht sicher. Es geht wohl um "The same horizon". Die Stimmlage kommt mir ein wenig Hardcore-mäßig rüber, aber der restliche Sound ist für mich eher hardrockig.


Mit dem typischen Gesang in diesem Stil hatte ich zu Beginn durchaus meine Probleme muss ich sagen. Aber musikalisch gibt es da so einiges was mich extrem anspricht. Du hast dich bei der Textzeile übrigens verhört, es ist nicht "same". Zu diesem Song gibt es auch ein, für mich, extrem gelungenes Video, bei dem man wirklich nochmal von "künstlerischem Anspruch" reden könnte. Der Song hat ein Tier mit biblischem Namen im Titel.

Track 4:
Zu Beginn gibt es klare Gitarren, die von einer Gott sei Dank nicht zu liebreizenden Frauenstimme musizieren. Dann gibt es einen Break zu erdigeren Gitarrensounds, zu denen etwas im Hintergrund eher rumschreit. Kommt für mich zum Teil ein bisschen holprig rüber, aber das mag ja auch Absicht sein. Oha, nach einem Einzählen mit den Drumsticks nimmt das ganze noch mal Fahrt auf. Jetzt wird es richtig holprig. Ne, sorry, das wird nicht meine Neuentdeckung.


Der Weg der Frontfrau dieser sehr kurzlebiegen Formation (mehr als eine Split war nicht) ist auch für kurze Zeit mit der Band aus Song 7 bzw. 10 verbunden, denn auf einem (hier nicht vertretenen) Album der Band war sie vertreten. Besagtes Stück Musik wird von einigen Leuten hier sehr geschätzt. Nebenbei war die Dame auch schon Gast bei einer, sogar durch größeren Deutschen (Online-)Medien gewürdigten, Schwarzwurzelformation.
Zum Bandnamen: auch hier wieder Tiere, aber nicht allzugern gesehene; andererseits werden sie doch, gerade im Metal, häufiger mal genannt.

Heydulf hat geschrieben:Track 5:
Das hört sich für mich nach einer Zeitreise in die weit zurückliegende Vergangenheit ab. Oder es ist sehr retro, aber gefühlt würde ich jetzt mal auf spätestens 1970 tippen. Es geht wohl um Menschen, die sich an so verrufenen Orten wie Bars rumtreiben, soweit ich das jetzt richtig verstanden habe. Das könnten durchaus die Stones sein, mit deren Frühwerk ich jetzt nicht so sonderlich vertraut bin, aber musikalisch würde das schon ziemlich in die Richtung gehen. Und wahrscheinlich mache ich mich mit der Aussage gerade zum Vollaffen, aber who cares;)


Die Band hat eine nun auch schon recht lange Geschichte. Ist noch unter ihrem Namen unterwegs, hat sogar noch ihre Frontmänner beisammen. Der gehörte Song stammt vom Debütalbum aus dem Jahr 1972. Der Holzhammer-Tipp: die waren bei einem für unsere Szene quasi "relevanten" Film auf dem Soundtrack.

Track 7:
One more beer for the man on the organ. Der Anfang erinnert mich jetzt mal massiv an Yes. Von dem her bin ich schon mal höchst positiv. Allerdings passt der Gesang zu 100 Prozent nicht zu Yes. Obwohl, doch im Hintergrund taucht jemand in der Stimmlage von Hr. Anderson auf, auch wenn ich mir eher sicher bin, dass er das nicht ist. Ich glaube nicht, dass ich den Song kenne, aber das klingt gut. Auch wenn das viele 70ies Trademarks enthält, würde ich jetzt mal tippen, dass maximal das Geburtsdatum der Musiker dieses Jahrzehnt matcht. Leider entzieht sich der Text noch meinem Zugriff, aber ich arbeite dran.


Wie erwähnt, ist dies die "gleiche" Band, wie bei Nummer 10, nur einige Jahre später. Wie Du schon vermutet hast, hieß sie damals noch anders, zudem haben wir hier nur noch den Gitarristen und den Schlagzeuger von früher. Ich kann die Band gar nicht genug loben, so sehr gefällt sie mir. Das schönste war, dass die Band selbst einen nicht ganz unrelevanten Besetzungswechsel (die männliche Klarstimme ist gegangen) gut überstanden hat und dann eben das hier rausbrachte. Der Vorgänger zu diesem Burschen hier war aber doch noch deutlich eigenständiger. Die Orgel ist bei dieser Band auch erst seit ca. der Hälfte der Bandgeschichte dabei. Alles in allem denke ich sogar, dass man die Entwicklung vom dem rohen Kram in Song 10 zu dieser Musik hier, wenn man sich alle Alben vornimmt, logisch nachvollziehen kann, obwohl alles immer irgendwie anders ist als vorher.


Heydulf hat geschrieben:Track 9:
So, jetzt wird's dreckig. Oder auch nicht. Sanfte Klänge wechseln mit deftigen Gitarren ab, die gefühlt 2 Oktaven tiefer gestimmt sind. Gesanglich wechseln sich ein Schreihals, der das wegen mir noch etwas agressiver veranstalten könnte mit einem Hardcore-Rappigen Kollegen ab. Oh, ein Drumsolo. Oder so was ähnliches. Ah, jetzt gehts weiter. Die Lyrics verstehe ich nicht sonderlich gut, aber es sind ein paar Reime auf Destination, Celebration, Inspiration und Information dabei. Ist das was, das die Jugend von heute als Metalcore bezeichnet? Keine Ahnung. Kann man hören, aber speziell dieser Song hat für mich zu viele Längen zwischen den Teilen, die dann doch ganz ordentlich abgehen.


Stilistisch finden wir uns hier wieder im Fahrwasser von Song 3 und auch hier existiert eine Verbindung, wenn auch nicht musikalischer Natur. Tatsächlich habe ich den Stil erst vor nicht allzulanger Zeit überhaupt entdeckt. Die Band hat eine ziemliche Besonderheit in ihrer Besetzung, was auf Platte aber leider sogut wie nicht rauskommt. Live wäre das bestimmt sehr spannend.

Track 10:
Lang, ja lang wird es jetzt. Dieses Stück dauert knapp eine Viertelstunde. Standardstart mit der Akustikklampfe, soweit bin ich noch dabei. So nach einer Minute gesellen sich dann doch noch ein paar andere Instrumente dazu. Wieder eine Minute später wird es abrupt schnell und gehässig. Ja, das gefällt mir schon besser. Dann scheint irgendwann die spanische Mutter der Band in den Probenraum gekommen zu sein und ein paar Leutchen deftig auszuschimpfen. "What kind of fucking idiot arrrre you?" Die Antwort kommt von ganz weit draußen und könnte sowas heissen wie "I am the prince of pain". Ja klar? Nach einem UH! wird dann mal sauber gegrunzt. Zweistimmig geht es dann auch schon weiter. Ok, Halbzeit. Da gibt es mal ein Gitarrensolo doch eher wieder von der klassischen Art. Hm. Unterm Strich scheint es ähnlich divers weiter zu gehen. Geisterstimmen. Gegrunze. Ui, Gegrunze mit einer klaren männlichen und einer weiblichen Stimme im Wechsel. Irgendwie macht mich mein Zwischenfazit in der 11. Spielminute nicht weniger konfus. Jetzt kommt ein Part, der mich ein wenig an Therion erinnert. Dann kommt zwei Minuten vor Schluss noch mal der Tritt aus Gaspedal. Leichte Kost ist das definitiv nicht. Ok, jetzt hört es sich so an, als würde die spanische Mama aus geschätzt Minute 4 auch noch rückwärts sprechen. Und jetzt ist es aus. Puh, harter Stoff. Entweder werde ich damit nicht warm werden oder aber es bräuchte noch einen Haufen Durchläufe, die diese Spielzeit doch nicht unbedingt heute mehr nahelegt, dass es sich mir erschließt. Stand jetzt aber eher nicht. Ich bin trotzdem gespannt, wer so was rausbringt.


Erstmal: das ist von einer Demo. Und ja, das Gerät ist ziemlich sperrig. Der Therion-Vergleich hat mich etwas überrascht, muss ich nochmal unter dem Aspekt hören. Der Titel dieses Songs ist im übrigen der Name, der im folgenden für die Band gewählt wurde, und unter der sie hier im Forum doch einige Teilnehmer kennen dürften. (Wie erwähnt, mindestens eines der späteren Alben genießt hier ziemliche Wertschätzung.)
Auf den folgenden Platten wurde der "extreme" Anteil immer mehr herunter gefahren, und auch die harschen Vocals wurde immer mehr zugunsten der Klarstimmen zurückgeschraubt. Musikalisch hat man sich verbessert wurde direkter, aber zeitgleich auch verspielter. Bereits das (zeitgleich zu dieser Demo entstandene) Debüt unter dem neuen Namen war deutlich mehr Heavy/Epic-Metal als das hier, danach kam dann Heavy/Prog/Wasauchimmer...

Track 11:
So, jetzt sind wir auch schon am Ende dieses Samplers angekommen. Und das ist wohl, so wie es klingt, doch eine deutliche Zeitreise in eine Zeit, wo ich noch ein kleiner Heydulf war und mit diesem ganzen Stromgitarrenzeigl noch nichts anfangen konnte. Eine irgendwie manisch, aber nett klingende Stimme erzählt mir "i am alive" ich würde mal tippen, dass das auch der Titel sein dürfte. Dazu sehr erdiger Sound, das passt. Aber nicht meine neue Überband, aber das könnte ich mir mal genauer ansehen.


Ich benutze mal die Bezeichnung eines Redakteurs hier: das ist "Proto-Metal". ;)
Der Bandname besagt zwar, dass die Jungs lesen konnten, ihre benutzte Aussprache zeigt jedoch, dass bei der "Sekundärliteratur" dann Schluss war. Die von dir zitierte Textstelle ist in der Tat auch der Songtitel (und ich bin ehrlich verwirrt, dass das noch niemand aufgelöst hat).


Ach ja, alle fehlenden Bands kommen aus den USA.
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