salisbury's top100

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Re: salisbury's top100

Beitragvon salisbury » Samstag 30. Juli 2011, 14:57

Martin van der Laan hat geschrieben:Also, den Gesang finde ich eigentlich in allen Varianten toll... nur ist mir die Musik zu monoton, zumindest im Moment, ist aber auch nicht unbedingt die richtige Stimmung hier. Fesseln kann man mich grundsätzlich aber nicht so leicht mit träumerischen Wellenbewegungen, sondern eher mit gewagter Akrobatik...


12 jährige chinesische Turnerinnen?

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Re: salisbury's top100

Beitragvon salisbury » Samstag 30. Juli 2011, 15:27

So, 2009, die zweite und vielleicht mal wieder etwas konsensfähigeres.

Platz 22:

Katatonia - Night is the new day (2009)

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Da einige von Euch das Album selber drin hatten, kann ich mich hier mal - für manche ja vielleicht hurra! - kürzer fassen.
Irgendwer (Havok, warst Du's?) hat "Night is the new day" hier kürzlich als bestes Metalalbum der jetzten Jahre bezeichnet. Totally agreed here! Wobei Metal nur die halbe Wahrheit ist. Nie waren die Einflüsse des Wilson'schen New Artrock ausgeprägter bei den KATAS als hier. Es so schön, mitzuverfolgen wie diese meine Lieblingsband über die Jahre konstant vorwärts schreitet, immer nach neuen Ufern sucht, sich niemals wiederholt und dabei immer unverkennbar nach KATATONIA klingt. Auf NITND ist jeder Song akribisch ausgearbeitet und mit Liebe fürs Detail durcharrangiert, und zwar für jedes Instrument. Es lohnt sich, jedem Instrument ein besonderes Ohr zu schenken, aber natürlich sind es nach wie vor die ätherischen Vocals von Jonas und die sorrow leads von Anders, die der Band ihre besondere Genialität verleihen. Und wenn man am Schluß dann noch mit 'Departer', gesungen von KRISTER LINDER, den Ganzkörper- gänsehäutenden Oberkracher (na, ja, es ist eine Ballade...) raushaut, ist das schonmal einen Sonderapplaus wert.

Meine Prognose ist: die KATAS sind noch lange nicht am Ende ihres Weges und werden NITND - was schwer vorstellbar ist- toppen und mir ein Top10-Album präsentieren. Ich verwett meinen Arsch drauf!

So, Falkner, jetzt musste Dich aber mal warm anziehen, sonst zieht Dir das Blautier davon ;-)

Ach so, Songs:


Liberation

Onward into battle

Departer

Und als Bonus:

Krister Linder - Tuning Daisies

N'joy
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Re: salisbury's top100

Beitragvon salisbury » Samstag 30. Juli 2011, 16:40

Sodele,

für mein Album des Jahres 2008 ist es noch zu früh

2007 hab ich Euch PRIMORDIAL - To the nameless dead präsentiert, dazu noch OCEANSIZE mit Frames und A DOG CALLED EGO mit Life seriosly damages health.

Aus 2006 gab es ne geballte Ladung:

LAZULI - En avant doute
MADDER MORTEM - Desiderata
JOYCE HOTEL - Limits
ENSLAVED -Ruun

2005 gab's bislang nur LAB - Where heaven ends; die ist natürlich nicht die Beste dieses Jahres. deswegen geht's in Kürze hier weiter und zwar wieder in Richtung Dänemark... ;-) . das wäre dann Platz 21 für ein Album, das ich in meinen Top5 wähnte. Na, sei's drum, ich find hier "oben" sowieso keine Qualtätsunterschiede mehr... ;-)
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Re: salisbury's top100

Beitragvon salisbury » Sonntag 31. Juli 2011, 22:55

So, Wochenende schon wieder vorbei :( .

Meine Dänen mit dem Topalbum 2005 sind natürlich

Platz 21:

Joyce Hotel - Joyce Hotel (2005)

Bild

Ich hab sie Euch schon vorgestellt mit ihrem zweiten und letzten Album "Limits". Ich bin - damals noch in Berlin - nur auf Basis einer Hörprobe auf dem Eclipsed-Sampler zu deren Konzert gefahren und erwartete etwas eher Ruhiges. Danach war ich komplett von den Socken von den Dänen und erstaunt, mit welch limitierten Mitteln man ein mitreißendes Konzert fahren kann, dazu fast taub und tagelang verspannt vom Rumzappeln.

Das schöne an der CD ist, daß sie ziemlich das wiedergibt, wie die Band live geklungen hat. Der Sound der Band führt zunächst einmal vieles, was mir lieb und wichig ist ad absurdum (diese ganzen verschnörkelten Post-und Artrockband mit ihren 1000 Lagen Gitarren und arschteuren Monumentalsounds...), denn er ist verdammt basisch gehalten, beinahe gar nicht produziert. Man möchte fast meinen, die Band hat das Album live eingespielt. Die Gitarre hat einen leicht angezerrten Cleansound - der kommt aus einem kleinen Fender-Verstärker quasi ohne Effekte- und wird auf dem Album auch kaum verändert. Das heißt, man hört klar unverfälscht das, was die Finger auf dem Griffbrett fabrizieren. Das ist niemals spektakulär, aber immer verdammt gut passend, variabel, gefühlvoll. Einfach mal drauf achten!

Das Joyce Hotel Debut ist für mich - vielleicht gerade weil es diesen Stil auf seine Essenz reduziert - die Perfektion des "schrammeligen" Indierock, immer aber mit eine Extraportion Melancholie, selten auch mal mit Wut. Und nicht auf eine falsche Fährte zu locken, JH sind kein easy listening, kaum eines der Lieder ist im "normalen" 4/4 Takt gespielt, die Band kennt auch Dissonanzen, dennoch ist alles sehr flüssig und logisch und am Ende einfach selten schön! In jedem Song gibt es Momente, wo ich einfach nur noch winseln muß, ganz besonders sind JH aber immer , wenn sie komplett runterfahren und einfach nur die Cleane und die Stimme bringen, und dies wie z.B wie bei 'Ghost' nur mit einem Herzklopfen als Beat unterlegen. Woahhh, mir wird wieder ganz anders, was ein Track!

Songbeispiele sind leider mau, aber der beste Track des Albums ist online, wenn auch in seltsam verzerrtem Sound :-S .

Und damit verpflichte ich Euch hier ein zweites Mal, einen Song zu hören, nämlich Take me home and kill me, ansonsten komm ich zu Euch und tue es!

Joking, aber wer auch nur ein klein bischen mit RADIOHEAD (alte!), INTERPOL oder vielleicht auch DEUS klarkommt, darf diesen leider verblichenen Zauberdänen eine kleine Chance geben.

Freunde bekommen von mir dies hier als Bonus:

Out only

Enjoy!

P.S.: Bye bye Falkner! :bllllllll: :bllllllll: :bllllllll: :drums: :gitarre: :finger: :finger:
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Re: salisbury's top100

Beitragvon Falkner » Montag 1. August 2011, 17:59

Bloß nicht aufsässig werden. :boes:
Wäre ja eine Schande, wenn deine Festplatte nochmal abschmieren würde, auf ganz unerklärliche, mysteriöse Weise. 8-)
Ich könnte momentan die nächsten Einträge bei mir einfach lieblos hinklatschen, aber dafür bin ich zu integer. Haha.

Auf diesen Songs gefallen mir Katatonia deutlich besser als mit dem anderen Album in dieser Liste. Das könnte mich durchaus packen.

Zu Joyce Hotel: Hmm, packt mich nicht spontan, vergrault mich aber auch nicht. Ist wohl etwas für die richtige Zeit und die richtige Stimmung.
The four most over-rated things in life are champagne, lobster, anal sex and picnics.
- Christopher Hitchens
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Re: salisbury's top100

Beitragvon salisbury » Montag 1. August 2011, 23:09

Falkner hat geschrieben:Bloß nicht aufsässig werden. :boes:



War ned bös gmeint, Falkner, nur frech, hehe...mit Zeit und Muße macht das Listchen doch umso mehr Spaß.
Jajaaaa, KATATONIA hören kann ich als Medizin verschreiben. Für den Raben ist es ein Sedativum. Für mich ein Glückshormonausschütter. Beides nicht falsch... ;-).

JH is nix für biedere Metaller :bllllllll:
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Re: salisbury's top100

Beitragvon salisbury » Dienstag 9. August 2011, 21:41

Ach hier war ja was. Runterzählen und so. 2005 war das JOYCE HOTEL debut "album of the year". 2004 hat noch zwei Eisen im Feuer.

Platz 20:

The Amber Light - Goodbye to dusk, farewell to dawn (2004)

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Anno 2004 war im Eclipsed ein New Artrock Special. Zur CD-Rezi dieser Scheibe hier stand, daß man auf "Goodbye to dusk..." sowas wie den Prototyp dieses Stils hat; wer wissen will, was diesen Stil ausmacht, soll einfach diese Scheibe hören.
Wir hatten das in meinem Thread schön öfters. Lange Songs, langsam aufgebaut, die ganze Palette von absoluter Ruhe bis zum zum vielspurigen Klimax. Genau dies macht die Band auch, vor allem in ihren epischen Longtracks "Clock's heands heart" und dem fantastischen "New day". Leider sind diese Songs nicht aufzufinden. Auf ihrer MySpace Seite hat die deutsche Band keinen einzigen Song von ihrem Masterpiece verlinkt. New Artrock spielt für die Band auch keine Rolle mehr, man hat sich nun wahrlich durchschnittlichem Indierock verschrieben, den Bands wie INTERPOL um Größenordnungen besser machen, aber was soll's. Ich liebe die "Goodbye...", weil da einfach so wunderschöne Musik drauf ist, gefühlvolle, umgarnende Cleangitarren, spannende Songstrukturen, DYNAMIK!!!, und ein -zumindest im Studio - total toller Sänger, der gern auch seine italienische Heimatsprache mit einbringt.
Jeder Song hat seine eigene Note. Die langen, ernste NEW Artrock-Brocken wie Tartaros werden aufgelockert durch eine süßliche Akustiknummer, einen kurzen schönen Popsong Hide Inside und einen total schrägen Progsong (Gangsters; die Zahl kam in den Genuß).

Mehr Beispiele gibt es aber leider nicht. Und Finger weg von den neuen Sachen von der Homepage. Das hat NICHTS mit dem zu tun, für das ich mich hier stark mache... ;-).
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Re: salisbury's top100

Beitragvon Martin van der Laan » Dienstag 9. August 2011, 22:15

Hey, cool, die Platte besitze ich sogar!! Das Album ist doch bei meinen Freunden von Quixote Records aus Heidelberg erschienen. Die haben auch so tolle Bands wie POOR GENETIC MATERIAL (mit ALIAS EYE-Fronter Phil Griffiths am Mikro) oder TEA FOR TWO am Start (gehabt?) und die beiden SIEGES EVEN-Klassiker "Uneven" und "Sophisticated" vor einigen Jahren neu aufgelegt. Definitiv sympathisch. THE AMBER LIGHT - das ist für mich chillige Musik zum Nebenbeihören, nicht zu nölig-melancholisch, sondern durchaus lebendig und frisch. Mag ich.
668 - Neighbor of the Beast
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Re: salisbury's top100

Beitragvon salisbury » Dienstag 9. August 2011, 22:33

2004 die Zweite. Und damit mein "Album des Jahres"

Platz 19:

Fates Warning - FWX (2004)

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Fates Warning. Eine Konstante in meinem Leben. 1991 mir "Parallels" ins Herz geschlossen. Dann das erste Mal "Inside Out" hören. Ich werde es nie vergessen. Die kommt aber noch ;-) . Auch die Alben, die danach kamen, sind allesamt top edge, aber das 2004-Werk, die Zehnte, die hat es mir dann doch noch mal nach 13 Jahren FW-Dauerliebe besonders angetan. Was ist denn bitteschön River wide - ocean deep für ein grandioser Song! FW transportieren ihren melodischen, mal mehr, mal weniger "progressiven" Hardrock der 90er mit einem Hammerschlag ins neue Jahrtausend, dieser Gitarrensound des Mr. Matthäus macht mich platt!. Immer wieder. "Auch haben will"... Nö, hier ist nix verstaubt, der Sound ist blitzblank poliert, glänzend, transparent und trotzdem warm. Mr. Alder singt und singt und singt...und Meister Matheos sind auf seine alten Tage nochmal kompositorsche Glanzlichter eingefallen. Bei Heal me muß ich einfach nur winseln oder knieen. 13 Jahre später kommt er also doch noch, der einzig legitime Nachfolger von "Eleventh Hour", welches mir die FW-Initialzündung gegeben hat (HR3 Hard n Heavy! Da kam der!).
Und dann: kann denn irgendwer ernsthaft dem Charme von Another Perfect day widerstehen? Und wisst ihr, was für eine Qual das ist, nun schon 7 (!) Jahre auf was Neues zu warten...
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Re: salisbury's top100

Beitragvon salisbury » Dienstag 9. August 2011, 22:37

Martin van der Laan hat geschrieben:Hey, cool, die Platte besitze ich sogar!! Das Album ist doch bei meinen Freunden von Quixote Records aus Heidelberg erschienen. Die haben auch so tolle Bands wie POOR GENETIC MATERIAL (mit ALIAS EYE-Fronter Phil Griffiths am Mikro) oder TEA FOR TWO am Start (gehabt?) und die beiden SIEGES EVEN-Klassiker "Uneven" und "Sophisticated" vor einigen Jahren neu aufgelegt. Definitiv sympathisch. THE AMBER LIGHT - das ist für mich chillige Musik zum Nebenbeihören, nicht zu nölig-melancholisch, sondern durchaus lebendig und frisch. Mag ich.



Yo, fein fein, schön daß es deinen Geschmack trifft. Mir gibt die Mucke am meisten, wenn ich mich voll drauf konzentriere. Zum Reinfallen. Und Du magst ja auch sowas wie BLACK HEART PROCESSION. Jedenfalls hast meinem Samplersong erraten. Du solltest definitiv auch über Nicht-Metall reden. Muss ja nicht gleich Tango sein ;-) . Hier ist ein guter Platz dafür!

8-)
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