WW2011 - Der Seele Streit & Fall

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Re: WW2011 - Der Seele Streit & Fall

Beitragvon 123_7 » Sonntag 1. Januar 2012, 14:28

Der Holg, der hat's raus. Hätte da nie im Leben DEMON dahinter erwartertet. Allerdings kenne ich nur zwei Alben und die waren schon sehr unterschiedlich. Im 21. Jahrhundert scheinen sie wieder anders zu klingen :-)
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Re: WW2011 - Der Seele Streit & Fall

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 1. Januar 2012, 14:39

Nee, der holg ist noch so unwach, dass er bei Lizzy Borden vorschnell an Savage Grace dachte und den Demon-Track auch nur aufgrund eines durch koffeinhaltige Substanzen aufblitzendes Geisteslichtlein erkannt hat.

Ja, die Dämonen haben sich im Laufe der etwas verändert. Ein böses Attribut wäre "moderner", aber ich tendiere eher zu "gradliniger". Auch noch schön - bei Stimme auch einfach - aber ohne den Zauber, den "Taknig The World"und "Night Of The Demon" versprühen.

Den Judas Priest Vergleich zum Lizzy höre ich auch zum ersten Mal. Hm ...
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Re: WW2011 - Der Seele Streit & Fall

Beitragvon 123_7 » Sonntag 1. Januar 2012, 14:42

Holger Andrae hat geschrieben:Den Judas Priest Vergleich zum Lizzy höre ich auch zum ersten Mal. Hm ...


Nur im Gesang. Aber das hat mich so irritiert, dass ich Priest in Verdacht hatte. Jetzt würde ich vielleicht nicht mal mehr den Gesangsvegleich ziehen, war aber meine erste Assoziation. Strange things happen sometimes, you know.
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Re: WW2011 - Der Seele Streit & Fall

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 1. Januar 2012, 14:45

123_7 hat geschrieben: Strange things happen sometimes, you know.


Bild

Ei, know.
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Re: WW2011 - Der Seele Streit & Fall

Beitragvon salisbury » Dienstag 3. Januar 2012, 22:36

Das hier ist eigentlich viel zu cool als daß es untergeht. Ich tippe stark auf Rüdiger als Urheber des Samplers. Einmal weil er ne poetisch Ader hat und Texte schreiben kann. Ich weiß es. Dann die Musik. DEMON. LIZZY BORDEN. FLOTSAM & JETSAM.

Rüdiger!
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Re: WW2011 - Der Seele Streit & Fall

Beitragvon 123_7 » Dienstag 3. Januar 2012, 22:46

Das ist in der Tat viel zu cool. Deswegen versuche ich am Wochenende auch mit Akt 2 weiter zu machen. Da habe ich sogar zwei Songs erkannt :subber:

Und bitte... irgendjemand sagt mir jetzt sofort von wem Song #5 ist. Die Scheibe brauche ich... unbedingt! UND ZWAR SOFORT!!

Die F&J hab ich übrigens vorhin bestellt :-)
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Re: WW2011 - Der Seele Streit & Fall

Beitragvon salisbury » Dienstag 3. Januar 2012, 23:15

Manchmal komm ich mir albern vor, so Alleskennern wie Dir Tips zu geben. Der Fünfer klingt irgendwie nach diesen edlen Progmetal-Sachen, die ich auch kennen könnte. Ich geh mal davon aus, daß es nicht sowas bekanntes ist wie FATES WARNING mit Arch, was Rüdiger ja mag. Und das kennst Du mit Sicherheit. CRIMSON GLORY fällt mir ein. Nee, das erkennst Du. Vielleicht LETHAL? Mit einer der ruhigeren Stücke? Was für Band klingen den noch so proghalbmetallisch? "stöber". CONCEPTION? TAD MOROSE? Vielleicht sogar PAYNE'S GRAY? Ähem, MAYFAIR??? Mit diesen E-Bow-Gitarren?

Ach das ist doch alles nur Fischen im Dunkeln...
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Re: WW2011 - Der Seele Streit & Fall

Beitragvon 123_7 » Dienstag 3. Januar 2012, 23:20

Ist auch enorm schwer. Proghalbmetallisch trifft es ganz gut. Fates Warning, zumindest mit Arch, bezweifel ich. Der Sänger ist weniger kauzig. Ich glaube nicht, dass ich Crimson Glory erkennen würde, aber irgendwie passt das soundtechnisch nicht zu dem, was ich zumindest von der Band kenne (also vor allem produktionstechnisch). Payne's Gray schliesse ich aufgrund des fehlenden Keyboards auch aus. Von Lethal, Conception und Tad Moros kenne ich keinen Ton Musik.
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Re: WW2011 - Der Seele Streit & Fall

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 4. Januar 2012, 01:31

So, nun bin ich erst einmal froh, enttarnt zu sein, weil es mir natürlich schon auf den Nägeln brannte, etwas zu den ganzen Sachen zu sagen, die hier bisher geschrieben wurden.

Zur Storyline halte ich mich noch zurück, da darf Graf Zahl erst einmal seine Geschichte vollständig fertig erzählen, ohne auf irgendwelche vermeintlichen Intentionen des Erstellers Rücksicht nehmen zu müssen. Daher hierzu erst einmal nur so viel: Es freut mich zu sehen, was die lose Leitlinie meiner Titel alles an Assoziationen hervor bringt, und ich bin gespannt darauf, wie es ausgehen wird.

Zur Musik sage ich dann schon einmal was. Ein paar Bestätigungen, eine Auflösung und ein paar Tipps. #1, #4 und #9 sind als LIZZY BORDEN, DEMON und FLOTSAM bereits richtig enttarnt worden.

2. Das Stück beginnt mit einer Spieluhr und schlägt 80er/90er Progrockige Pfade ein. Ein omnipräsenter MARILLION-Einfluss sowohl im Gesang als auch in der instrumental Darbietung kann wohl nicht geleugnet werden. Kurz hatte ich eines der späteren Werke von DARK QUARTERER im Verdacht, doch das würde ich eher ausschliessen, da die instrumentalen Fähigkeiten der Italiener wohl ein bisschen höher einzuschätzen sind. Textlich verstehe ich von dem Geknödel leider recht wenig. Der Song ist recht abwechslungsreich, nie wirklich hart, aber doch klar im Grenzbereich Rock und Metal einzuordnen. Schweres Ding, faszinierend, aber sperrig.

Das möchte ich an dieser Stelle gleich auflösen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass diese Band hier jemand kennt, außer allenfalls von mir. Haben wird die Scheibe keiner. Eine sicher nicht mehr erhältliche Eigenpressung einer Münchener Prog-Band, die es auch nie auf mehr gebracht hat als auf diese Scheibe. Die Band heißt STATE OF MIND, das Mini-Album "Fleeting Glimpse", der Song 'Den Amber'. Da selbst bei Musiksammler nur zwei Leute die Scheibe haben, denke ich, dass hier Raterei zwecklos gewesen wäre.

3. Hier beginnt das Stück mit Flageolets über sparsamer und Reverb-lastiger Instrumentierung. Von der Harmonik erinnert mich das Stück manchmal an "Wish You Were Here", auch wenn die romantische Ader hier nicht ganz so ausgeprägt ist und deutlich düsterer vorgetragen wird. Wenn die Band generell im Psychedelic Rock wildern würde, würde mich das nicht weiter verwundern, aber der treibende Charakter des Schlagzeugs würden auch gut zu einer Metalband passen, die auch ruhige Töne anschlägt. Dafür sprechen auch die intensiven Schreie gegen Ende des Songs. Leider versteht man den Herren Sänger recht schwer, nur Textfetzen finden den Weg in meine Ohrmuschel "I know I'm wondering'. Gefällt mir sehr gut, bin gespannt wer dahinter steckt.

Das stammt nun vom Soloprojekt des sehr charismatischen und sehr sympathischen Sängers einer hier äußerst beliebten Band, die in den letzten Jahren reformiert wurde und live wieder richtig abräumen konnte. Das Album selber kennt kaum jemand richtig gut, weil es nur als kostenloser Download erhältlich ist und die Mentalität "was nichts kostet ist nichts wert" unterbewusst scheinbar doch wirkungsvoller ist als man glauben möchte. Bei mir ist die "Scheibe" immer mehr gewachsen und inzwischen zähle ich sie fast schon zu meinen ewigen Lieblingsalben.

5. Und das ist wohl mein Highlite der ersten CD. Abermals ein ruhiger Beginn mit zaghaften, abgedämpften Akkorden. Ein sehr präsentes, wundervoll produziertes Schlagzeug setzt gleichzeitig mit einem hohen, aber maskulinen Sänger ein. Das Schlagzeug deutet schon an, dass hier dynamisch noch einige Luft nach oben ist. Stromgitarren unterstützen rhythmisch das Geschehen und eine (vermutlich per EBow gespielte) Lead-Gitarre kleidet das Stück in melancholische Federn. Wenn die Stromgitarren präsenter werden, steigt der Gesang in noch höhere, engelsgleiche Gefilde ohne an ihrer Intesität zu verlieren. Mit dem treibenden Rhyhtmus setzen auch wieder die Leadgitarren ein, die sich traumhaft um das rhythmische Muster weben und einen dicken Klangteppich fädeln, der vor Intesität zu bersten droht. Gegen Schluss hin nimmt das alles noch gehörig an Fahrt auf. Richtig Metal ist es eigentlich nicht, aber eine gewisse Grundhärte ist nicht von der Hand zu weisen. Wunderbarst.... wird sobald ich den Interpreten kenne, verhaftet.

Hier könnte ich ja Tipps geben. Es gibt genug anhaltspunkte, mit denen der eine oder andere Kollege etwas anfangen könnte. Aber du willst das ja SOFORT wissen, gell? Wir machen es so: Ich gebe Tipps, damit die anderen raten können, und dann poste ich den Titel in spoilerfester unleserlicher Schrift. Wenn du also nimmer warten möchtest, dann markieren und irgendwo einfügen. Hier die Tipps: Ein stilistisch durchaus progressiv weiter entwickeltes Meisterwerk einer fränkischen ex-Doomband, die in ihren Reihen einen ehemaligen Redakteur von Powermetal.de führt.
SPOILER: EARTH FLIGHT 'Restless'


6. Hier geben die Stromgitarren wieder die Marschrichtig vor. Eindeutig Metal. Treibender 16tel-Rhythmus in den Gitarren, das Schlagzeug akzentuiert die Riffs gekonnt. Brüllwürfel, aber der guten Sorte. Ist wohl Thrash. Textlich verstehe ich nur einzelne Silben. Hier kann ich keine Hilfestellung geben. Auch wenn mir das hier eigentlich gut gefällt, fehlt mir das Vokabular und das Ohr das adäquat zu beschreiben. Die Beschreibung könnte wohl auf so ziemlich alle Songs in dem Genre zutreffen :-) Enden tut das Song mit einem Bassriff und Schlagzeug und einer fiesen Gitarren-Feedback-Orgie. Vielleicht hilft das noch jemandem.

Eine Comeback-Band. Letztlich mein Comeback des Jahres 2011 mit einem meiner Songs des Jahres 1993. Für mich weniger Thrash als vielmehr Death Metal. Allerdings progressiver Death Metal. Für die Zeit auf jeden Fall sehr progressiv.

7. Morbide, sumpfige Riffs setzen ein, aber auch die gezupfte Akustikgitarre darf phasenweise dieses Horrorbild untermalen. Eine Sprechstimme setzt ein, bis mächtiges Grollen klarmacht: Hier gehts um Death Metal. Und zwar der langsamen Sorte. Nicht schleppend, aber brutal walzend. Die Geschwindigkeit wechselt während des Songs. Ich tippe ganz stark auf einen skandinavischen, mindestens europäischen Vertreter des Genres. Grooven tut es, aber nicht modern; ziemlich oldschooles Geholze. "In Blood we drown". Keine Doublebass, aber hin und wieder mit einsetzenden Melodiebögen. Wenn ich Death Metal mag, dann diese Sorte.

Skandinavien ist natürlich richtig. Sehr typischer Schwedentod der alten Schule. Allerdings hierbei nochmal etwas spezieller, weil es sich um den wohl atmosphärischsten Vertreter dieser Spielart handelt. Der Sänger ist eine Kultfigur und zwar nicht nur als Sänger dieser Band, sondern WEIT darüber hinaus.

8. Schneidende, höhenlastige Gitarrenriffs, zunächst solo, dann mit Blastbeats und aggressiven Kreischgesang. Wohl in den 90ern anzuordnen. Keine Pause, hier wird zwar nicht in Überlichtgeschwindigkeit geholzt, aber doch auf hohem Tempo. Besonders gut gefällt mir der Sänger, der versucht sein Gekrächze nicht monoton wirken zu lassen, sondern schon fast eine melodische Komponente hineinbringt. Verstehen tue ich ihn leider nicht, scheint englisch zu sein, immerhin kommt bei meinem Ohr an, was nach "fucking lie" und "time to kill" klingt :-) Besonders cool sind die hin und wieder einsetzenden klassichen Metal-Leads, die das ganze nicht in monotonem Gerausche enden lassen. Gefällt mir.

Die Band ist aus den 90ern, der Song ist ein bisschen neuer. Eine sehr kontroverse Band, die allerdings primär sich selbst nie allzu ernst genommen hat. Fucking ist eines seiner Lieblingsworte und nein, es ist natürlich nicht Alexi Laiho, aber ein Landsmann von ihm. Ein wesentlich charismatischerer, wenn ich das so sagen darf. Die beiden Zitate fassen die Attitüde der Band überhaupt sehr gut zusammen. Sollte man nun erraten können.

1.01 - LIZZY BORDEN "Master Of Disguise"
1.02 - STATE OF MIND "Den Amber"
1.03 - Kostenloser Progableger einer reformierten Kultband, die hier sehr beliebt ist.
1.04 - DEMON "Child Of The Dark Sky"
1.05 - Fränkische ex-Doomster mit ex-PM.de-Redakteur und progressiver Entwicklung.
1.06 - Tonnenschwerer Prog-Death-Kult der 90er. Live-Comeback des Jahres 2011.
1.07 - Meisterlicher Atmosphären-Death aus Schweden mit Tausendsassa am Mikro.
1.08 - Fucking destructive Suomi-Perkele-Music.
1.09 - FLOTSAM & JETSAM "Better Off Dead"
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Re: WW2011 - Der Seele Streit & Fall

Beitragvon Falkner » Mittwoch 4. Januar 2012, 02:06

Edge Of Sanity - Across The Fields Of Forever?
http://www.youtube.com/watch?v=HytqpqNn4ss
The four most over-rated things in life are champagne, lobster, anal sex and picnics.
- Christopher Hitchens
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