AGAINST I - Anti Life
Mehr über Against I
- Genre:
- Melodic Death Metal / Thrash Metal
- ∅-Note:
- 5.50
- Label:
- Twisted Flesh Recordings
- Release:
- 13.03.2026
- In Deaths Grip
- Built To Destroy
- Anti Life
- Darkness Within
- Descend
- Tempel Of Greed
- Empire Of Bones
- Greed
- Sacrifice
- Throne Of Tyranny
- War Never Ends
- Where We Lay To Rest
- Symphony For The End
- All Hope Is Gone (Album Version)
Konzeptloses Riff-Geschrubbe.
Die Herren von AGAINST I haben sich erst 2022 zusammengeschlossen, seither aber bereits drei Platten, diverse Singles und eine EP veröffentlicht. An Entschlussfreudigkeit und Fleiß mangelt es den drei Schweden dementsprechend nicht, allerdings ist die Masse an neuem Stoff oftmals auch ein Indiz dafür, dass grundsätzlich jede Idee auch direkt in einen Song umgewandelt wird - und das ist nicht immer zum Vorteil des jeweiligen Künstlers.
Auch bei AGAINST I scheint es ganz so, dass man Masse aktuell vor Klasse stellt und jeden halbwegs tauglichen Fetzen auch direkt weiterarrangiert, so dass auch der vierte Release neben einigen anständigen Fast-Forward-Nummern recht viel Füllware aufbietet, zumal die Scheibe mit immerhin 14 Tracks auch prall gefüllt ist. Die Skandinavier sind zwar redlich bemüht, ihr Material etwas vielseitiger zu halten und auch stilübergreifend mit Elementen aus dem Black Metal und dem Industrial-Sektor anzureichern, doch irgendwie will der Funke in keiner der gebotenen Varianten so richtig überspringen, weil im Grunde genommen recht einfältig gebrüllt und das gegebene Feuerwerk an Riffs ziemlich unkoordiniert herausgeballert wird. Das mag in Teilfragmenten durchaus gefällig sein, doch wenn es um ganze Songs geht, fehlt es AGAINST I definitiv an weiterfrührenden Ideen, die aus der ziemlich einspurigen Mixtur etwas Spannendes herausschlagen könnten.
Und so schleppt sich die Platte recht mühsam vorwärts, zeugt zwar von einer gewissen Entschlossenheit, hat aber keine echten Granaten in der Hinterhand, mit der man den unaufgeregten Fluss der Dinge mal aus seiner Lethargie reißen könnte. Es wird geballert und geschrien, das Ganze dann auch mal in umgekehrter Reihenfolge, aber unterm Strich verhältnismäßig langweilig. Denn weder die melodischen Parts, die selten genug nach vorne drängen, noch die thrashigen Aggressoren wollen sich gekonnt behaupten und der Band und schließlich auch dem Album ein Profil geben. Am Ende des Tages ist das quantitativ eine Menge, qualitativ aber deutlich zu wenig. "Anti Life" hat mächtig viel Wut im Bauch - mehr aber auch nicht.
- Note:
- 5.50
- Redakteur:
- Björn Backes


