SWEET, MICHAEL - The Master Plan
Mehr über Sweet, Michael
- Genre:
- Hard Rock / Worship
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Frontiers Music s.r.l.
- Release:
- 03.04.2026
- The Master Plan
- Lord
- Stronger
- Eternally
- You Lead I'll Follow
- Desert Stream
- Believer
- Again
- Faith
- Worship You
Starkes christliches Rock-Album mit Wahnsinns-Stimme!
STRYPER-Frontmann MICHAEL SWEET kehrt nach etlichen Jahren mit einem Solo-Album zurück. Anders als die letzten Solo-Alben, die teils ja fetter Hard Rock / Metal waren, ist "The Master Plan" ein Worship-Album geworden. Es entspringt also der christlichen, evangelikal-charismatischen Tradition. Das ist sicher Geschmackssache. Nach einem Blick auf das schöne Artwork (das bei mir trotz echtem Künstler leichte KI-Vibes auslöst), soll es hier aber darum gehen, ob Leser dieser Seite trotzdem dieses Album kennen sollten.
Dabei sei erst eimal klar gesagt: Die Musik ist durch die Bank eindeutig Rock-Musik, stilistisch gehört dieses Album also unbestritten auf diese Website. Von Metal ist man aber weitestgehend weit entfernt. Die musikalischen Einflüsse auf diesem Album sind sehr breit - Soul, Pop, Country, Gospel, AOR... der Mix ist sicher nicht jedermanns Sache. Ich komme damit weitestgehend klar, einzig der sporadische Bläsereinsatz ('You Lead I'll Follow') gefällt mir persönlich nicht.
Qualitativ ist das aber alles wirklich stark gemacht. Hier sind hervorragende Instrumentalisten am Werk, und Michael Sweet dürfte ein wesentlicher Grund sein, weshalb auch Leute dieses Album genießen könnten, die mit dem christlichen Glauben sonst wenig anfangen können. Denn er singt weiterhin wie ein junger Mann. Man merkt ihm an, dass er kein Leben geführt hat, das nur aus Alkohol, Drogen und Kippen bestanden hat. Für einen Mann Anfang 60 ist er topfit - das kann ich auch bestätigen, nachdem ich ihn 2025 erstmals live erleben durfte. Er erreicht die hohen Töne problemlos, während er eine mega Show abliefert und Gitarre spielt. Auch auf diesem Album war er natürlich auch als Instrumentalist tätig.
Manchen dürften die Texte zu fromm sein. Es handelt sich faktisch textlich um Anbetungsmusik, die zwar musikalisch kaum in einen Gottesdienst passen dürfte (dafür ist es dann doch zu rockig), aber sich eher an Kirchenhymnen orientiert, was die inhaltliche Gestaltung angeht. Dabei ist Sweet nicht besonders preachy. Die Texte sind also nicht missionarisch-evangelistisch, sondern er bezeugt einfach, was er selbst glaubt. Ich finde das sehr angenehm. Leute, die den christlichen Glauben pauschal ablehnen, werden damit aber ihre Schwierigkeiten haben.
Ich habe viel Freude an "The Master Plan", und denke, dass meine Note sich tendenziell sogar noch nach oben bewegen könnte. Allen, die offen sind für ein frommes, vielseitiges Album, sei empfohlen, sich mal mit der Scheibe auseinanderzusetzen. Für Fans christlicher Rock-Musik ist es Pflicht.
Anspieltipps: The Master Plan, Stronger, Worship You
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Jonathan Walzer


