AMYSTERY - Chaos Empire Satan
Mehr über Amystery
- Genre:
- Black Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Folter Records
- Release:
- 31.10.2024
- Introduction
- End of Infinity
- Incense Burning
- Whispers From The Void
- Spirits in Fire
- Goddess Of Sins
- Infestation
- Winds of Chaos
- Out of the Soil
- Imperium Terror
Starke Retro-Black-Metal-Zeitreise!
Die Oberbayern von AMYSTERY waren vor etwa 15 Jahren mal einer der interessanten Black Metal Newcomer. Und dann? Sind sie total von der Bildfläche verschwunden! Aber mit "Chaos Empire Satan" gibt es nun das erste Studioalbum seit 14 Jahren. Das Artwork schreit nach Black Metal der alten Schule, und damit ist man auch auf einem guten Weg. Auf dem AMYSTERY-Weg.
Geboten wird, nach einem fast sakralen Intro, das ich mir irgendwie auch bei DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT vorstellen könnte, ein recht ungehobelter, thrashiger Black Metal, der zwischen Norwegen der frühen Neunziger Jahre und dem Erste-Welle-Black-Metal der Achtziger angesiedelt ist. Die klirrenden Gitarren zwischen DARKTHRONE und MAYHEM und der harsche Gesang, der ebenfalls "Norwegen 1992" ruft, holen mich total ab! Das Riffing hat aber auch einen amtlichen Einschlag von Truppen wie VENOM, DESTRUCTION oder CELTIC FROST abbekommen. Diesen gab es ja beispielsweise auch offensichtlich bei DARKTHRONE, so dass man hier in passender Gesellschaft ist. Auch an BATHORY vor dem Wikinger-Einschlag fühle ich mich erinnert, hin und wieder denke ich beim Gesang auch an ganz frühen Death Metal. Atmosphärisch sind DEATH, MORBID ANGEL oder OBITUARY nicht ganz so weit weg, wir haben es hier also mit absolut reinem Black Metal der ganz frühen Spielart zu tun. Nur leicht hymnische Elemente erinnern auch an "neuere" Truppen wie CULTES DES GHOULES, die sich aber ja ebenfalls dem archaisch-orthodoxen Black Metal verschrieben haben.
Insgesamt denke ich hier an das alte Adenauer-Wahlplakat. Keine Experimente. "Chaos Empire Satan" ist musikalisch so plakativ, wie es der Titel verspricht.
Anspieltipps: Incense Burning, Whispers From The Void
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Jonathan Walzer