BALLSQUEEZER - Now Or Never
Mehr über Ballsqueezer
- Genre:
- Hardrock / Heavy Metal
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- Independent
- Release:
- 09.09.2025
- Dale Is Back
- Onryo
- Lazy Bitch
- The Terminators
- Warriors Of Light
- The Black And The White
- Now Or Never
- Diversion
- Zwanzig
Und wieder ist eine erneute Rückkehr da. Zum Glück.
Na, ich hoffe doch nicht, das es wirklich "jetzt oder nie" sein soll, schließlich hat sich ja nicht viel verändert für die Slowaken, die der Metalwelt seit Jahren zeigen, dass man nicht mehrere Jahre braucht, um ein gutes Metalalbum zu komponieren. Es ist eher so, dass sie mehrere Alben pro Jahr schaffen! Seit dem Debüt 2013 sind dreizehn Jahre vergangen, aber "Now Or Never" ist Studioalbum Nummer Neunzehn (zwanzig mit dem 2015er Live-Werk)! Und jetzt kommt das Beste: Auch Nummer 19 ist wieder wirklich gut geworden!
Man könnte vom Bandlogo und den selbst, aber möglichst obskur gemachten Coverartworks auch auf eine Trink-und-Quatsch-Kapelle schließen, aber tatsächlich ist BALLSQUEEZER eine ernst zu nehmende Metalband zwischen Heavy, Power und Thrash, eben nur mit gehörig Spaß in den Backen. Wie soll man auch sonst durch die Welt lärmen, wenn man laut eigener Aussage keine Preise oder Sponsoren, keine Einnahmen, keine Wacken-Auftritte, aber drei wütende Ehefrauen auf der Habenseite hat für seine 166 Stücke, für die man zusammengerechnet beinahe zwei volle Jahre im Aufnahmestudio verbracht hat?
"Now Or Never" ist wieder ein Ritt durch die Metalgeschichte von Thrash in 'Dale Is Back' über radiokompatiblen Rock in 'Onryo', dem Midtempostampfer 'Lazy Bitch' mit seiner tollen Gitarrenarbeit hin zu dem balladesken 'The Terminators' und dem Power-Metal-Trallalla 'Warriors Of Light'. Und tatsächlich, auch der Rest setzt sich stilistisch noch ab: Hardrock, Speed Metal, Heavy Metal, kleine progressive Einflüsse und zum Schluss eine Deutschrockballade namens 'Zwanzig', in dem auch der Bandname vorkommt, nämlich "zerquetsche Eier". Ja, man wildert beinahe in Blödelrock-Gefilden, aber nur beinahe.
Es ist nicht jedes Stück ein absoluter Volltreffer, aber keines davon, 'Zwanzig' nehme ich aufgrund seines besonderen Charakters als Mischung aus JBO und Thekenchor-Ballade mal aus, das ist dann schon ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber musikalisch trotzdem nicht belanglos, ist ein echter Ausfall. Wer gut gemachten Hardrock und Metal verschiedener Coleur mag, sollte sich die Kompositionen 158 bis 166 von BALLSQUEEZER unbedingt einmal anhören. Die sympathischen, verrückten Slowaken machen einfach Spaß!
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Frank Jaeger


