CAPTAIN BLACK BEARD - Chasing Danger
Mehr über Captain Black Beard
- Genre:
- AOR / Melodic Rock / Hard Rock
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Mighty Music (Target)
- Release:
- 04.04.2025
- Dreams
- When It's Over
- Chasing Rainbows
- Shine
- AI Lover
- Can't You See
- Read Your Mind
- Piece Of Paradise
- Where Do We Go
- In Your Arms
Die Segel gesetzt mit Kurs auf das Meer der tausend Melodien.
So richtig auf dem Schirm habe ich die 2009 gegründeten schwedischen Melodic Rocker von CAPTAIN BLACK BEARD ja erst seit letztem Jahr, nachdem ich die Besprechung des geschätzten Kollegen Björn Backes, alias Mr. Review, zur Wiederveröffentlichung des Albums "Sonic Forces" gelesen habe. Dieses war ursprünglich 2020 erschienen und fand in "Neon Sunrise" im Jahr 2022 seinen Nachfolger. Nun legen die Stockholmer mit "Chasing Danger" gekonnt nach.
Es gibt einige Berührungspunkte mit den Landsleuten von THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA. Das Tanzbare, die unwiderstehlichen Hooks, der charismatische Gesang, die Energie und die auf die Spitze getriebenen Genremerkmale wären da zu nennen. Sollte eine Stadt irgendwann einmal beide Bands im Doppelpack live zu Gast haben, wird die Tanzwut ausbrechen. Dafür garantiere ich. CAPTAIN BLACK BEARD bevorzugt klar schnelle, energetische Songs. Die oft im schwedischen AOR anzutreffende Melancholie darf hier getrost mal Pause machen. Nur beim Superhit von "Chasing Danger", dem wunderbaren 'When It’s Over', ist ein gewisser Hauch davon zu ahnen, auch wenn der Song ebenfalls zum Tanzen animiert. Das Saxofon kommt hier ganz groß raus.
Punktuell verspürt man auch eine gewisse Ironie, etwa bei den Retro-Computerspiel-Klängen zu Beginn von 'AI Lover' – ein Song, der ebenfalls als Anspieltipp wärmstens zu empfehlen ist. Das Klangbild prägende Keyboards sollte man generell mögen, wenn man die Musik von CAPTAIN BLACK BEARD genießen möchte. Knackige Gitarren sorgen aber immer für das gewisse Gegengewicht. 'Can't You See' kann mit den sehr melodischen Kompositionen von PRETTY MAIDS verglichen werden.
Liebhaber der schwedischen Spielart des Melodic Rock werden bei "Chasing Danger" unbedingt auf ihre Kosten kommen. Der einzige klitzekleine Kritikpunkt wäre, dass die stärksten sieben Songs zu Beginn des Albums stattfinden. Danach ist die Qualität bei den letzten drei Stücken zwar weiterhin gut, aber die Melodien sind nicht mehr ganz so mitreißend. Die Hit-Ausbeute ist mit sieben Titeln aber imposant. Die Achtziger werden gefeiert, aber nicht gnadenlos kopiert. Eigene Akzente kann CAPTAIN BLACKBEARD auf jeden Fall setzen. Wer das Gegenmittel gegen jede Form von Lethargie sucht, wird hier fündig.
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Jens Wilkens