CLâM - Clâm
Mehr über Clâm
- Genre:
- Psychedelic Rock / Space Rock / Krautrock
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Eigenveröffentlichung
- Release:
- 20.03.2026
- Levee Lament
- Outside
- Here And Now
- Home
- Borrowed
- Lovely Time
Stimmungsvoller und vielschichtiger Psychedelic Rock.
CLÂM ist eine äußerst vielversprechende Band aus Frankfurt am Main, die Elemente aus Psychedelic Rock, Space Rock, Ambient und Krautrock zu einem homogen tönenden Ganzen verschmilzt und nun mit dem selbstbetitelten Album debütiert. Es handelt sich um eine kulturübergreifende Zusammenarbeit, denn Sängerin Michelle Blythe stammt aus den USA, die Gitarristen Sven Hollmann und Björn Giebler kommen aus Deutschland, während Bassist Eddie Blythe Bürger des Vereinigten Königreichs ist. Allerdings weiß ich angesichts der Namensgleichheit nicht, in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis Michelle und Eddie zueinander stehen.
Sehr positiv fällt sofort die warme und differenzierte Produktion auf, was bei einer Eigenveröffentlichung nun wahrlich nicht selbstverständlich ist. Es ist immer erfreulich, wenn Bass und Schlagzeug richtig gut aufgenommen sind und sich selbst gegen eine stark verzerrte Gitarre behaupten können, wie sie auf "Clâm" hier und da in Erscheinung tritt. Der Gesang von Michelle Blythe ist angenehm zurückgenommen und duftig und verleiht dem Klangbild eine träumerische Note. Die Kombination aus femininen Vocals, erfindungsreicher Gitarrenarbeit und einer toll klingenden Rhythmusfraktion erinnert entfernt an die von mir sehr verehrten ungarischen Psych Rocker LEMURIAN FOLK SONGS. Eigentlich würde CLÂM wie die ungarische Formation perfekt zum Portfolio des Labels Tonzonen Records passen.
Wenn man ein überzeugendes Psychedelic-Rock-Album aufnehmen möchte, muss man in die eigenen Sounds verliebt sein. Und das ist bei CLÂM unbedingt der Fall. Es passieren ständig interessante Dinge im Fluss der Songs, die sich auch organisch verzweigend entwickeln. Zunächst war ich etwas irritiert von der häufigen Wiederholung bestimmter Phrasen bei dem einen oder anderen Stück, aber nach mehreren Durchgängen wurde dann deutlich, dass das Hypnotische in der Musik von CLÂM dadurch eine Steigerung erfährt. Sollte nicht natürliche Harmonie der Grund für dieses federleichte Zusammenspiel sein, dürften es viele Stunden im Proberaum gewesen sein, um diese Leichtigkeit schließlich zu erreichen. Die Krönung ist der wunderbare Abschlusstrack 'Lovely Time'.
"Clâm" gibt es übrigens auf violettem Vinyl, und das ist ganz sicher die perfekte Art, dieses stimmungsvolle Album zu genießen.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Jens Wilkens


