DIRCH - First We Rock
Mehr über Dirch
- Genre:
- Hard Rock / Melodic Metal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Eigenprodukion
- Release:
- 14.05.2021
- The Higher You Fly
- First We Rock, feat. H. Firnung, D. Klinkhammer
- Ride On
- Home, feat. Markus Katzenberger
- You See Me
- Breakdown, feat. F. Kampa
- Untaken
- Don't Cry (ASIA Cover)
- Dreaming
- Inside
- Dreaming (Acoustic)
Schnörkelloser Rock 'n' Roll.
Nachdem Kollge Andre Schnittker im Februar beim "Double D Unlimited" in Ulmbach war, ist ihm eine Band besonders aufgefallen: DIRCH. So kam es zu der dezenten Bitte, doch eventuell eine Rezension über das Debüt-Album "First We Rock" zu schreiben. Nachdem ich kurz hineingehört hatte, hatte ich kein Problem, dieser Bitte nachzukommen.
Für alle diejenigen, die ein bisschen mehr übr DIRCH wissen wollen, hier ein paar Infos. Kopf von DIRCH ist Dirk Faulstich (Vocals, Gitarre), der sich schon viele Jahre im Musikgeschäft herumtreibt und mit "First We Rock" 2021 sein Debütalbum veröffentlicht hat. Zur Band gehören noch Andre Brähler (Gitarre), Karsten Roth (Bass), Steffen Auth (Keys) und Frank Lindenthal (Drums). Anfang der Neunziger hatte Dirk eine Band Namens DEFCON 2, startete mit eigenen Songs, etwa zeitgleich mit EDGUY, und sie spielten rund in und um Fulda Auftritte zusammen. Da beide Bands immer noch freundschaftlich miteinander verbunden sind, wundert es auch nicht, dass bei der Veranstaltung Jens Ludwig als Zweitgitarrist auch am Start war und später bei DYKES das Schlagzeug besetzte. Dirk bastelt, laut eigener Ausssager, schon an Album Nummer zwei, wir wollen uns aber heute auf "First We Rock" konzentrieren.
Auch hier zeigt sich wieder: Nomen est omen. Wir hören zehn wunderbare eigenständige Rock-Songs, soviel kann ich hier schon einmal verraten. Den Anfang macht das melodische, eingängige 'The Higher You Fly', mit tollem Drumming und ebensolchen Gitarrenriffs. Da kommt mir sofort eine Motorradfahrt auf dem Highway in den Sinn - auch wenn ich das noch nie gemacht habe. So ein bisschen 'Born To Be Wild'-Feeling. Auch der Titeltrack startet mit heißem Motorradsound, dann folgt ein richtig fetter Rock 'n' Roll-Abräumer, der einfach nur gute Laune macht. Großartig! Southern-Rock-mäßig geht es bei 'Ride On' zur Sache, schon am Anfang mit großartigem Gitarrenriffing und hämmerndem Drumming. Hier muss ich an frühe BON JOVI denken.
Kommen wir nun zum balladesken, eingängigen 'Home' mit toller Gitarreneinleitung und passend zum Song die etwas rauere Stimme. Auch das Gitarrensolo kommt richtig gut. Irgendwie ein Lagerfeuer-Song – und das im positiven Sinne gemeint! Rasant geht es mit 'You See Me' weiter, hier hören wir auch sehr schönen Chorgesang und einen Refrain, der ins Ohr geht. Nicht zu vergessen, die teils melodischen, teils härteren Gitarrenriffs. Auch bei 'Breakdown' spielen fette Gitarrenriffs eine maßgebliche Rolle. Der Refrain lässt sich live sicher lautstark mitsingen! Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie alle "Breakdown!" grölen!
Gefühlvoll geht es weiter mit dem von Gitarren dominierten 'Untaken'. Einfach nur schön. Auch das ASIA-Cover 'Don't Cry' kann voll überzeugen, eine wunderbare, eigenständige Version, die trotzdem den Charakter des Originals aufgreift. Mit der wunderschönen Ballade 'Dreaming' kommen wieder große Grefühle ins Spiel, untermalt von Klavier und soften Gitarrentönen. Ja, ich bin Balladen-Fan. So ein Stück gehört für mich auf eine tolles Album einfach dazu. Noch dazu, wenn es so großartig vorgetragen wird -dabei ganz ohne Kitsch und unnötigem Pathos! Aber mit viel Gänsehaut-Feeling.
Lagerfeuergeknister erleben wir noch einmal bei bei 'Inside', das mit akustischen Gitarren eingeleitet wird und sich dann schon fast bombastisch in die Höhe schwingt. Es entsteht dasselbe Gefühl wie beim Vorgängersong. Eigentlich ein tolles Ende für eine herausragende Platte, aber sehr zu meiner Freude "kommt da noch was" - nämlich die Akustik-Version von 'Dreaming'. Ja, ja, ich weiß, viele sind nicht soo die Balladenfans - aber dieser abschließende Song ist für mich das i-Tüpfelchen des Albums.
"First We Rock" ist ein Album mit wunderbar eigenständige Songs, die sowohl einfach rocken, als auch einem zum Träumen animieren. Live wird man wahrscheinlich entweder richtig abrocken oder auch mal das Feuerzeug zücken. Und wenn mir hin und wieder bei dem einen oder anderen Song frühe BON JOVI, BRYAN ADAMS oder ALICE COOPER in den Sinn kommen, so sind das eigentlich ja nicht die schlechtesten Namen. Es ist einfach nur schön, dass es immer noch Bands gibt, die den guten alten Rock pflegen, deshalb wächst auch die Vorfreude auf das nächste Album.
Ride On
https://www.youtube.com/watch?v=5qRtbeADHjM
Dreaming
https://www.youtube.com/watch?v=T0f6voCCPkU
First We Rock
https://www.youtube.com/watch?v=G4DhkrDPWwI
Fly With The Wind
https://www.youtube.com/watch?v=8c3zDm0TDYk
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- Hannelore Hämmer


