FULL HOUSE BREW CREW - Glasgow Grin
Mehr über Full House Brew Crew
- Genre:
- Groove Metal
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- ROAR
- Release:
- 06.02.2026
- Glasgow Grin
- No Gods, No Chains
- The Tear
- The Other Side
- Free Fall
- Rain
- From The Gutter
- Distant Star
- Crawliong
- Reign Of Terror
Unglaublich fette Groove-Metal-Demonstration!
Grooviger, brachialer Metal wird oftmals mit eintönigen Songstrukturen und plumpem Geballer gleichgesetzt, die Assoziationen sind oftmals nicht die positivsten, und mangelnde Kreativität wird den meisten Vertreter jener Spezies ohnehin unterstellt, denn zu einem brutalen Groove bzw. dessen Erstellung gehört in den Gedanken vieler Kritiker nicht sonderlich viel dazu. Dass derartige Einschätzungen sicherlich auf Erfahrungswerten beruhen, steht außer Frage, aber alle Acts, die es gerne etwas heftiger mögen und sich bevorzugt im Midtempo bewegen deshalb über einen Kamm zu scheren, scheint dennoch nicht besonders geistreich - zumal es genügend Ausreißer gibt, die das gernaue Gegenteil beweisen.
Einer davon ist zweifelsohne das griechische Brutalo-Kommando FULL HOUE BREW CREW, dessen Mastermind Vagelis Karzis bereits bei ROTTING CHRIST und jüngst bei WOLFHEART seine Sporen verdient hat, hier aber völlig neue Pfade beschreitet. Statt finstere, bisweilen melodische Parts in den Fokus zu nehmen, geht es bei seiner neuen Band ausschließlich um massives Riffgewitter und pumpende Grooves, dies jedoch aus einer Überzeugung heraus, der selbst Dimebag Darrell aus dem Jenseits seinen Respekt zollen würde. Die Songs sind nicht nur massiv in ihrer extremen Ausgestaltung und ihrer voluminösen Riffgewalt, sie kicken auch mit genügend Abwechslung jedes Hinterteil, das sich ihnen in den Weg stellt, und das gerne auch mehrfach. Das neue Album mag hier zwar bestimmte allseits vertraute Strickmuster bedienen, es arbeitet diese aber nicht nur stur ab, sondern glänzt auch mit sorgfälltiger Detailarbeit, verdammt starkem Shouting und einer ausgesprochen mitreißenden Dynamik, die sich nicht bloß auf die üblichen laut/leise-Spielchen verlässt. Selbst in den Augenblicken, in denen schon heftigst getrümmert wird, kann die FULL HOUSE BREW CREW noch einmal nachsetzen, noch mehr Energie entfesseln, umgekehrt aber gerne auch mal ein paar melodische Sequenzen einbauen, die keinesfalls zur Aufweichung des extremen Gesamtsounds beitragen, sondern das Sahnehäubchen auf Tracks wie 'Rain' und 'Distant Star' setzen. Und derlei Beispiele gibt es noch und nöcher!
Ja, man darf durchaus begeistert sein, was die Griechen auf ihrem neuen Silberling kredenzen und mit welcher Intensität sie ein oftmals in der Schusslinie stehendes Genre neu beleben. "Glasgow Grin" ist ein fetter Nackenschlag, nicht nur für die Kritiker groovigen Modern Metals, sondern für all diejenigen, die der Meinung sind, in diesem Part des Metal-Business' sei bereits alles gesagt - Karzis und sein Team belehren hier eines Besseren!
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Björn Backes


