HEAVYSAURUS - Metal
Mehr über Heavysaurus
- Genre:
- Kindermetal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Sony Music Entertainment
- Release:
- 30.01.2026
- Metal Um Die Welt
- Das Weltbeste Versteck
- Unkka Dunkka
- Irosaurus
- Kokosnuss-Banjo
- Pattaja Hai
- Rob, Die Robbe
- Bayerische Höhle
- Kuhglocke, Go!
- Heavy-Hubschrauber
- Pharaonen Fest
- Saurierbus
- Muffis Bass-Magie
- Wenn Der Mond Erwacht
Die Dino-Metal-Band legt nochmal eine Schippe oben drauf.
Meinen ersten Kontakt mit HEAVYSAURUS hatte ich im Frühjahr 2019 ungeplant auf einem Mittelaltermarkt in Dortmund. Mein Ziel waren damals Fleischspieße und geschmolzener Käse in Brot. Mein Ziel waren nicht Leute in Dinosaurierkostümen mit Gitarren. Aber da standen sie plötzlich auf einer Bühne vor einer Horde Kinder mit Eltern und spielten Metal. Als kinderloser Mann steht man dann mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn da und sucht weiter nach etwas zu essen.
Sechs Jahre später steht auf dem Regal meiner Tochter eine HEAVYSAURUS-Tonie-Figur, in ihrem Schrank hängt ein Shirt vom Konzert im letzten Jahr und ich habe mittlerweile so ziemlich jedem, den ich kenne, von der Band erzählt. Jetzt darf ich mir das jüngste Album vornehmen – was für eine Ehre.
"Metal" heißt der neueste Streich der musikalisch begabten Echsen und es handelt sich um das insgesamt vierte Album der Band, die sich übrigens – wie sollte es auch anders sein – beim Konzept an einem finnischen Vorbild (HEVISAURUS) orientiert. Als Kenner der letzten Alben erwarte ich meine Lieblingsmusik in kindergerechter Form, mit viel Harmonie und einem Schwerpunkt auf Storytelling. Und was soll ich sagen: Ich werde nicht enttäuscht.
Ähnlich den bisherigen Alben gibt es dabei einen fröhlichen Ritt durchs Genre, mal schneller, mal langsamer, mal lauter, mal leiser. Ein bisschen klassischen Heavy Metal hier ('Kuhglocke, Go!'), ein bisschen Power-Elemente dort ('Metal Um Die Welt' & 'Heavy-Hubschrauber'), selbst Folk haben sie diesmal untergebracht ('Irosaurus') und es wird sogar gerappt ('Saurierbus'). Es geht ums Baumhausbauen, um tanzende Omas, um bayrisches Essen oder den Mond – wichtige und wunderbare Themen, über die man sich beim Zuhören mit seinen Kindern unterhalten kann. Dabei gibt es diverse Tracks mit heftigem Ohrwurm-Potenzial: Grüße gehen raus an den 'Saurierbus' und 'Unkka Dunkka'.
Unterm Strich entsteht so ein rundes Album mit 14 guten Songs. Für mich hat sich HEAVYSAURUS dabei nochmal deutlich weiterentwickelt: Das Album ist breiter aufgestellt, die Dinos probieren mehr aus, sind mutiger. Experimentelles gab es auch schon auf dem letzten "Pommesgabel"-Album (etwa 'Luna, unser Hund'), aber hier wird die Vielseitigkeit deutlich konsequenter durchgezogen. Mir gefällt das gut, denn letztlich bietet HEAVYSAURUS seinen kleinen Zuhörern damit einen umfassenden Überblick über verschiedene Stilrichtungen in Heavy Metal und Rock – und für viele Kinder dürfte HEAVYSAURUS die Einstiegsdroge sein. Da hilft es, einfach mal ganz unterschiedliche Ansätze mitzubekommen.
Was ich auch bei diesem Album kritisieren möchte, ist die Abmischung von Vocals und Instrumenten. Das Album ist prinzipiell durchweg gut produziert, aber es würde helfen, wenn die Vocals deutlicher zu verstehen wären. Mein Kind fragt regelmäßig nach und ich verstehe es manchmal selbst nur schlecht. Wenn man hier etwas optimieren könnte, das wäre es. Ansonsten danke ich HEAVYSAURUS aus tiefstem Herzen dafür, dass ich der Vierjährigen bei der nächsten langen Autofahrt etwas mehr Konsensfähiges abseits von SIMONE SOMMERLAND, ROLF ZUKOWSKI und HURRA KINDERLIEDER anbieten kann.
Irosaurus
https://www.youtube.com/watch?v=hFdWSn0bylU
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- Nils Pfennig


