HELLOWEEN - Walls Of Jericho
Mehr über Helloween
- Genre:
- Speed/Melodic Metal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Noise International
- Release:
- 18.11.1985
- Starlight
- Murderer
- Warrior
- Victim Of Fate
- Cry For Freedom
- Walls Of Jericho
- Ride The Sky
- Reptile
- Guardians
- Phantoms Of Death
- Metal Invaders
- Gorgar
- Heavy Metal (Is The Law)
- How Many Tears
- Judas
Gorgar will eat you!
Die erste HELLOWEEN "Walls Of Jericho" hielt ich immer mit Abstand für das Referenzwerk der Band. Das vielversprechende Cover veranlasste meine Freunde zum Kauf, ich hatte es auf Kassette. Jaja, Hometaping is killing music, das war uns egal.
Forsches Fanfarengetröte führte ins Album, ohne Intro ging damals nichts. 'Ride The Sky' war dann gleich der Speed-Banger, den wir erwarteten. Deutscher Metal? Merkte man kaum. Und endlich noch eine Band neben ACCEPT und SCORPIONS. Heutzutage tönen 'Reptile' und 'Guardians' etwas angestaubt, gerade der Gesang von Gitarrist Kai Hansen hätte etwas modellierter sein können (wegen Hansens Doppelbelastung übernahm ja Kiske den Sangesposten).
Mir klingt es stellenweise auch zu schepperig, aber das soll nicht weiter stören, losspielen hieß die Devise. Die schrillen Gesänge sind mit viel Overdrive versehen, seinerzeit war Geschwindigkeit und Gesang in höchsten Höhen in modischen Spandexhosen das Ding.
Superüberzeugend dann 'Phantoms Of Death': Das Riffing ist NWoBHM, Strophe weit und erhaben, das Schwertchen wird munter geschwenkt, dann der zackige, hart vorgetragene Chorus, das packte sofort.
HELLOWEEN setzte bisweilen Keys ein, seinerzeit keine Selbstverständlichkeit. PRETTY MAIDS tat das auch, CANDLEMASS, sonst galt oft: "No keys or ulterior motives!" (IRON MAIDEN, aber auch diese Band hielt sich nicht lange daran.)
Mit 'Metal Invaders', 'Gorgar' und dem recht plakativen Fullspeeder 'Heavy Metal (Is The Law)' packte die Band noch typische Genre-Hits auf das Album, Speed, Heaviness, Sirenengesänge, Euphorie, Enthusiasmus der ersten Stunde. Später, schon auf den "Keeper"-Alben, wude HELLOWEEN weit anspruchsvoller, vielseitiger, dafür fehlte die Schweiß-Spandex-Speed-Note weitgehend.
Zeitgeist pur: Ähnlich METALLICAs, METAL CHURCHs oder FLOTSAM AND JETSAMs Debüt war das erste Album der Deutschen ebenso angefüllt mit überwiegend schnellen Tracks, so auch das Finale 'How Many Tears'. Alles hatte Power, es klingelte, rasselte, permanent war alles in Bewegung, warum erst pausieren, wenn die Klampfe noch dampft?
Schon cool, es wird für immer an 1985 erinnern.
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- Matthias Ehlert


