KANONENFIEBER - Soldatenschicksale
Mehr über Kanonenfieber
- Genre:
- Black Metal
- ∅-Note:
- 7.00
- Label:
- Century Media / Sony
- Release:
- 06.02.2026
- Z-Vor!
- Heizer Tenner
- Ubootsperre
- Kampf und Sturm
- Die Havarie
- Der Füsilier I
- Der Füsilier II
- The Yankee Division March
- Die Fastnacht der Hölle
Zwei neue Songs in einer Compilation versteckt.
Man kann ja über KANONENFIEBER denken, wie man mag - dass die Band jedoch auf der Bühne ein echtes Feuerwerk abfackelt und sich mit einer Reihe von extrem einprägsamen Hymnen längst in das Herz derjenigen gespielt hat, die zu deutschsprachigem Black Metal gerne auch laut mitsingen wollen, steht außer Frage. Allerdings muss man sich aktuell wundern, wie sehr die Band bereits zu diesem frühen Zeitpunkt ihr Vermächtnis ausschlachten möchte. Gab es vor einigen Monaten bereits ein relativ üppig bestücktes Livealbum, lässt die Band nun eine weitere Compilation erfolgen, die zwar keinen klassischen Best-of-Charakter für sich beanspruchen möchte, aber dennoch reichlich bekanntes Material offenbart, das durch den etwas wuchtigeren Mix nun auch nicht genügend Argumente liefert, sich mit "Soldatenschicksale" zu beschäftigen.
Diesen Part sollen die beiden neuen Stücke bieten, die direkt an den Anfang des Albums gesetzt werden und grundsätzlich auch in Ordnung gehen, wenn man nicht zu kritisch darauf schaut, wieviel wirklich Frisches in 'Z-Vor!' und 'Heizer Tenner' geboten ist. Denn zerlegt man die Songs mal in ihre Einzelteile, erkennt man ein durchaus gefestigtes, sicher Erfolg versprechendes, aber eben auch wenig innovatives Konzept, das sich inhaltlich kaum von den bisherigen Werken der Truppe abhebt. Im Klartext: Hier soll mitgegrölt werden, es muss extrem melodisch sein, gerne sichert man sich hier auch im treibenden Midtempo ab, und natürlich gibt es auch die KANONENFIEBER-üblichen martialischen Texte. Dass man das irgendwie alles schon mal gehört hat, kann man nicht abstreiten, dass es gut gemacht ist aber eben auch nicht.
Von daher ist der polarisierende Charakter, der von der Band an sich ausgeht, diesmal auch weniger auf die Songs an sich, sondern eher auf die Veröffentlichungspolitik ausgerichtet. Man kann sicherlich ab und zu noch mal in den Rückspiegel schauen und überlegen, wie man Bestandsmaterial verbessern kann. In so kurzer Abfolge aber so ziemlich alles herauszugeben, was man gerade in petto hat, hat irgendwie einen komischen Beigeschmack. Dennoch: Fans können blind zugreifen, wissen sie doch genau, was sie erwartet. Mir persönlich geht das allerdings alles etwas zu einfach...
- Note:
- 7.00
- Redakteur:
- Björn Backes


