MALIGNANT AURA - Where Of All Worth Comes To Wither
Mehr über Malignant Aura
- Genre:
- Doom Metal / Death Metal
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Memento Mori
- Release:
- 26.01.2026
- Where All Of Worth Comes To Wither
- The Pathetic Festival
- Languishing In The Perpetual Mire
- Beneath A Crown Of Anguish
- An ABhorrent Path To Providence
Australische Doom-Eleganz!
Dass "Where All Of Worth Comes To Wither" erst der zweite Release von MALIGNANT AURA ist, überrascht mich ein wenig, schließlich hatte ich die Truppe aus Brisbane schon länger auf der Liste derjenigen Acts, die dringend einmal anzutesten sind. Jjedoch scheint sich mein persönliches Zeitverständnis nicht immer mit der aktuellen Lebensrealität zu decken, denn in der Tat sind die Australier noch gar nicht so lange am Start.
Nach einem kurzen Check des Debütalbums "Abysmal Misfortune Is Draped On Me" bin ich schließlich auf dem Stand, muss aber auch umgehend feststellen, dass die Herrschaften von der Ostküste nochmal einen gewaltigen Sprung vollzogen haben. Die Urgewalt des Death Metals schlägt in den fünf neuen Songs noch viel heftiger durch, die Doom-Parts werden nicht ins Unendliche gestreckt und der Kontrast aus monumentaler Epik und teils sogar martialisch ausgeführter Brachialität gewinnt hier zunehmend mehr Intensität und ist letztlich auch das Prunkstück eines nicht immer linear durchorganisierten, musikalisch aber stets erhabenen Werkes.
MALIGNANT AURA ist dabei vor allem dann ganz stark, wenn die Band recht unterschiedliche Fragmente vermengen kann, sich ein bisschen unberechenbarer gibt und mit feinsten Konklusionen selbst die verzwicktesten Parts beschließt. Wenn zum Beispiel im 13-minütigen 'Languishing In The Perpetual Mire' auf brutales Getrümmer mit einigen unverhofften Tempoeruptionen eine wüste Midtempo-Wand gesetzt wird und in der zweiten Hälfte von majestätischem, klassischem Heavy Metal abgelöst wird, werden hier extrem starke Akzente gesetzt. Und auch die beiden nachfolgenden Longtracks sind von der ganz besonderen Sorte, abwechslungsreich in ihrer gesamten Ausgestaltung, episch und ausladend, aber eben nie überladen, sondern an den richtigen Stellen mit jenem Doom/Death-Versatz ausgestattet, der die Bodenhaftung garantiert.
Diese Australier sind in der ganz finsteren und mitunter etwas brutaleren Doomszene auf jeden Fall einer der Acts der Stunde und für die Jüngerschaft der düsteren Noten definitiv einen Lauschangriff wert. MALIGNANT AURA hat bereits auf dem Erstling sauber gearbeitet; "Where All Of Worth Comes To Wither" ist jedoch erst die richtige Kür und zum Start der neuen Saison ein erster Gradmesser, an dem man sich im positiven Sinne die Zähne ausbeißen kann - und sicherlich auch wird!
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Björn Backes


