MEAT LOAF - Bat Out Of Hell
Mehr über Meat Loaf
- Genre:
- Rock
- ∅-Note:
- 10.00
- Release:
- 21.10.1977
- Bat Out of Hell
- You Took The Words Right Out of My Mouth
- Heaven Can Wait
- All Revved Up With No Place To Go
- Two Out of Three Ain't Bad
- Paradise By The Dashboard Light
- For Crying Out Loud
Einer der ganz großen Klassiker der Siebziger Jahre.
Ein zeitloses Meisterwerk erkennt man daran, dass man es auch zwanzig Jahre nach Veröffentlichung kennen und lieben lernen kann, ganz losgelöst von Dingen wie Zeitgeist und Trends. "Bat Out Of Hell" ist ein solches zeitloses Meisterwerk, das wurde mir bereits beim Erstkontakt irgendwann Mitte der Neunziger bewusst. Diese Mischung aus hartem Rock, Opulenz, beinahe musicalhaftigen Arrangements und der kräftigen Stimme MEAT LOAFs hatte ich in dieser Perfektion so noch nicht gehört. Mit etwas Recherche wurde schnell klar, dass der Musical-Einfluss nicht von ungefähr kommt, entwickelte Komponist Jim Steinman das Album doch aus Ideen des Musicals "Neverland", das er 1974 geschrieben hatte. Drei Jahre später erschien dann "Bat Out Of Hell" und wurde mit mehr als vierzig Millionen verkauften Einheiten zu einem der meistverkauften Alben aller Zeiten, in einer Liga mit "Back In Black" oder "The Dark Side Of The Moon".
Bereits der eröffnende Titeltrack ist ein echtes Monument. Eine knapp zehnminütige Achterbahnfahrt, bei der das Piano eine tragende Rolle spielt und die trotz der Länge und der Wendungen wie Honig in die Lauscher fließt und einen 'Like a bat out of hell, I'm gone gone gone' mitsingen lässt. Es gibt aber eh nur Hits auf diesem Album. 'Two Out Of Three Ain't Bad' ist auch lyrisch herrlich ironisch, der Spoken-Word-Part zu Beginn von 'You Took The Words Right Out My Mouth (Hot Summer Night)' stimmt auf eine Vampirgeschichte ein, um dann im Song in eine emotionale Liebesgeschichte abzubiegen. 'Paradise By The Dashboard Light' ist eine dreiteilige, ebenfalls sehr ironische Geschichte, die musikalisch auch Schlenker Richtung Funk macht, die Geschichte mit Vocals von Ellen Foley erweitert und einen Baseball-Broadcast von Legende Phil Rizzuto inklusive 'Holy Cow' einbaut. Auch 'For Crying Out Loud' darf die Beschreibung "episch-dramatisch" in Anspruch nehmen, gerade die Steigerung über die acht Minuten Spielzeit inklusive Streichern und allem, was Gänsehaut verursacht, zeigt dies deutlich. Dass man ein kleines Augenzwinkern auch immer erwarten darf, zeigt eine Textzeile wie "Oh, I know you belong to my aching heart and can't you see my faded Levis bursting apart". Herrlich.
Ein großartiges Coverartwork und eine perfekte Produktion runden dieses Meisterwerk ab, das MEAT LOAF nie wieder toppen konnte, auch wenn vor allem "Bat Out Of Hell II: Back Into Hell" ebenfalls wirklich großartig ist, was natürlich vor allem der erneuten Zusammenarbeit mit Jim Steinman geschuldet ist. Der Einfluss von "Bat Out Of Hell" war später auch auf Alben wie "Dead Winter Dead" oder "The Wake Of Magellan" bei SAVATAGE oder "Circle Of Pain" von ROUGH SILK im Heavy Metal spürbar. Jim Steinman hat auch über MEAT LOAF hinaus als Komponist weitere weltbekannte Hits geschrieben wie 'Total Eclipse Of The Heart', 'Holding Out For A Hero' (beide BONNIE TYLER), 'This Corrosion' oder 'More' (beide SISTERS OF MERCY), dazu noch für Künstler wie CELINE DION oder BOYZONE. Dazu kommen noch diverse Musicals, da vor allem das weltberühmte "Tanz der Vampire".
- Note:
- 10.00
- Redakteur:
- Peter Kubaschk


