MINOTAURUS - Memories In The Haze
Mehr über Minotaurus
- Genre:
- Heavy Folk Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- NRT-Records
- Release:
- 28.11.2025
- Master Of The Universe
- Memories In The Haze
- Coming Home
- Der Jüngling Am Bache
- D.R.I.P
- Heroes
- Lonely Prisoner
- Proud Kings Of Avalon
- Sehnsucht
- Tears Of A Hero (2024 Version)
- Goodbye
Unauffälliger, aber schöner, klassicher Metal.
Mit "Memories In The Haze" veröffentlicht MINOTAURAUS das mittlerweile siebte Album – und das gefällt mir gut! Die Stiere aus Bayern verorten sich selbst als "Mix aus Folk, Metal und nicht zu überhörender Eigenständigkeit". Für mich ist "Memories In The Haze" aber eher eine klassische Heavy-Metal-Kiste, in der der Folk zumeist nicht sonderlich präsent ist.
Für die Eigenständigkeit sorgt in erster Linie Sänger Oliver Klump. Der hat eine Stimme mit gewissem Widererkennungswert, die zudem gut mit der von Co-Sängerin Clarissa Hobeck harmoniert. Gerade die Songs, in denen beide phasenweise auch zusammen singen, gefallen mir gut, darunter etwa der eingängige, gitarrenlastige Titeltrack oder auch das eher hymnische, für mich sehr starke 'D.R.I.P.'
Mit 'Heroes' gibt es einen soliden Song zum Mitbangen, mit 'Proud Kings Of Avalon' einen schönen Track für Fans von Schlaginstrumenten. Bei den beiden deutschen Songs baut das Album etwas ab. 'Der Jüngling am Bache' ist ein Schiller-vertonender Abstecher in Richtung Mittelalter-Rock und an sich kein schlechter Song - gerade den Refrain wird man so schnell nicht mehr los -, passt aber für mich nicht zum Rest des Albums. Gleiches gilt für die ebenfalls von Schiller inspirierte Ballade 'Sehnsucht', die mir nicht wahnsinnig viel gibt und eher nach OONAGH klingt.
Wenn ich etwas kritisieren würde, ist es die Abmischung: An einigen Stellen hätte man die Stimmen noch stärker in Szene setzen können, an anderen klingen die Instrumente etwas blutleer. Bei einer kleineren Band möchte ich dies aber nicht über Gebühr stark einwerten.
Unterm Strich ist "Memories In The Haze" ein Album, das man richtig gut durchhören kann. Für mich ein klassischer Kandidat für einen Festivalauftritt am Samstagmittag, um bei erstem Bier und Sonnenschein in Stimmung zu kommen.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Nils Pfennig


