MOTHER CRONE - Embrace The Death
Mehr über Mother Crone
- Genre:
- Heavy Rock / Doom
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Eigenproduktion
- Release:
- 04.03.2026
- Unseen Way
- Fever Stone
- Embrace The Death
- Unto The Dawn
- Eye Of Providence
- Inner Keep
- Celestial Light
Eine dicke Breitseite nach einer ewigen Pause.
Extreme Vielschichtigkeit in einem grundsätzlich eher sich selbst limitierenden Genre - das ist definitiv die große Stärke der Musiker von MOTHER CRONE, die mit "Embrace The Death" nun ihren zweiten Silberling heraushauen. Bereits 2015 hatte die Truppe aus Seattle einen ersten Vorstoß gewagt, sich dann aber wieder auf unbestimmte Zeit zurückgezogen, um das musikalische Profil noch einmal zu konkretisieren und die Ausrichtung klarer definiert zu wissen. Dass dafür mehr als eine Dekade ins Land ziehen musste, ist in der Theorie bedauerlich, hat in der Praxis aber zu einem gewaltigen Sprung geführt. Im Vergleich zu "Awakening" klingt "Embrace The Death" nämlich nicht nur reifer und klarer, sondern auch mutiger und risikoreicher - alles Attribute, die es im Heavy Rock und Doom heutzutage dringend braucht, um aus der Masse hervorzustechen.
Vielleicht ist deshalb auch ganz gut, dass die Heimatstadt der drei Musiker im Sound der sieben neuen Kompositionen Verwendung findet, denn gelegentlich schleichen sich auch einige SOUNDGARDEN-Gedächtnisnoten ein, die sowohl im Gesang als auch in den düsteren Grunge-Riffs solcher Nummern wie 'Unto The Dawn' und 'Fever Stone' manifestiert sind. Gleichzeitig offeriert MOTHER CRONE jedoch auch dreckig-dicke Stoner-Gitarren, zelebriert epischen Doom Metal und pflastert selbst so manche Classic-Metal-Passage auf den breiten Pfad des neuen Albums, ohne dabei die eigentliche Basis aus den Augen zu verlieren.
Da passt es dann auch gut, dass eine monströse Ballade wie 'Embrace The Death' die vielschichtigen Stimmungen noch einmal mit Gänsehauteffekten veredelt oder ein monumentaler Longtrack wie 'Inner Keep' gerne auch als alternative Fassung eines CIRITH UNGOL-Archivtracks bewertet werden könnte, da die musikalische Nähe gegeben ist. Auch weil MOTHER CRONE sich nicht ziert, die breiten Einflüsse alle einzustreuen und ihnen dennoch einen homogegenen Rahmen zu geben. Das ist von der ersten bis zur letzten Note wirklich gewaltig.
Von daher ist es auch gut zu verkraften, dass sich die Band eine solch lange Pause gegönnt hat und erst wieder ins Studio gegangen ist, als man jedes einzelne Detail geklärt hatte. Das Ergebnis kann sich nicht nur hören lassen, sondern sollte die Herrschaften von der Ostküste umgehend in den Fokus diverser Labels bringen. Es wäre jedenfalls verrückt, wenn diese Band nicht umgehend einen Deal bekommen würde!
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Björn Backes


