SOLITUDE, THE - The Sound Of Absent Life
Mehr über Solitude, The
- Genre:
- Epic Doom Metal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Reaper Entertainment
- Release:
- 03.04.2026
- Ruins Of The Fallen Stars
- Deny The Sun
- Gateway To Hell
- Beneath The Fallen Leaves
- Cry For The Dark One
- Requiem
- Evil Needs Release
- He Who Prevails
- Bride Of Misery
- The Sound Of Absent Life
Heavy as hell.
Es wird klassisch, episch und verdammt heavy! Anfang/Mitte der 1990er Jahre entstand bei Janne Parviainen, der sich 12 Jahre später ENSIFERUM anschließen sollte, die Idee, in bester CANDLEMASS-Manier dem Epic Doom Metal eine ganz eigene Note zu verpassen. Mit THE SOLITUDE wurde auch schon der passende Name und mit Mika Karppinen von ehemals HIM auch der passende Gitarrist gefunden, doch dann war erst einmal Funkstille bei den Finnen. Es sollte lange 28 Jahre dauern, bis diese Idee wieder aufgegriffen und mit Ville Perkonen und Aleksi Parviainen zwei weitere Mitstreiter mit ins Boot geholt werden sollten: Die Wiedergeburt von THE SOLITUDE war in trockenen Tüchern. Da es den vier Herrschaften bekannt ist, dass gut Ding Weile hat, strichen weitere fünf Jahre ins Land, doch endlich, endlich, endlich: "The Sound Of Absent Life" erblickt das Tageslicht.
Innerhalb von nur zehn Stunden wurde das Debütalbum aufgenommen und das ist wohl der Grund, weshalb der Sound so echt, unverfälscht und authentisch ist. Gepaart mit einer großen Epik und noch größeren Schwere, die sich perfekt mit "Nightfall" oder "Ancient Dreams" vergleichen lässt, gehen die vier Protagonisten stilistisch aber noch weiter zurück, es stehen auch Heroen wie BLACK SABBATH oder SAINT VITUS hörbar Pate für den donnernden Sound auf "The Sound Of Absent Life". Fügt man zudem noch die anmutigen Elemente von SORCERER, SOLITUDE AETURNUS, SOLSTICE und ARGUS hinzu, hat man schon einen recht genauen Plan, wohin die THE SOLITUDE-Reise geht: Die Melodien sind schwer und triefen vor Melancholie, durch das eher getragene Tempo haben die Hooks noch mehr Schwere und wenn der Vierer teils auch in dramatische Gefilde abrutscht, dann versinkt man als Hörer förmlich in der tiefen, eindringlichen Soundlandschaft, die die Band auf ihrem Debüt erzeugt.
Dazu passt das Artwork, ähnlich wie Aleksis Klagegesang, wie die Faust aufs Auge. Wer mit den Appetizern 'Ruins Of The Fallen Stars' sowie dem Titeltrack schon viel anfangen konnte, dem werden vor allem 'Gateway To Hell', 'Cry For The Dark One' sowie der 'Beneath The Fallen Leaves'-Brocken teils auf tieftraurige, teils auch introvertierte, teils auf pathetische, aber immer auf fesselnde und mitreißende Art gefallen, die sich vom ersten bis zum letzten Ton dieses Albums konsequent durchzieht. Es ist also weniger eine Aneinanderreihung einzelner Songs als mehr eine Reise in die Tiefen der Unterwelt, die auch den einen oder anderen Lichtblick zulässt.
Mit "The Sound Of Absent Life" gelingt Janne und Co. also ein so tiefgründiges wie emotionales und vielschichtiges Epic Doom-Album, das die Schwere des Herbstes mit der anmutigen Schönheit des Frühlings vereint und die CANDLEMASS'sche Tradition perfekt ins Hier und Jetzt befördert. Großes Kino für ein Debütalbum!
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- Marcel Rapp


