ORDER, THE - Empires
Mehr über Order, The
- Genre:
- Hardrock
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Massacre Records
- Release:
- 27.03.2026
- Empires
- Fight For Your Rights
- Warriors
- Thieves In The Night
- Living For The Nightlife
- Wherever I Go
- The Last Call
- Of Martyrs And Tyrants
- The Bonehead's Back - Promises And Illusions
Kein Überflieger, aber ein rundum starkes Rockalbum.
Bereits seit etwa 20 Jahren gibt es die Hardrockformation THE ORDER aus der Schweiz. In dieser Zeit sind bisher außer einer EP sechs Alben entstanden, von denen mehrere auch in die Schweizer Hitlisten einstiegen. Nun steht die Veröffentlichung des Langspielers Nummer sieben mit dem Titel "Empires" an.
"Empires" stellt sich schnell als Kraftpaket heraus, auf dem das Quartett THE ORDER mit einem ebenso muskulösen wie melodischen Hardrock Dampf macht. Rückgrat des Sounds ist die Gitarre mit satten Riffs, Licks und ordentlichen Soli. Dazu wirkt die Rhythmusgruppe mit ihrem dichten Spiel. Überdies hat der Bass einen markanten Soloauftritt in 'Fight For Your Rights', während die Schießbude das Intro zu 'Warriors' abfeuert. Davor ist der energische Vortrag von Sänger Gianni Pontillo zu hören, dessen kernige Stimme häufig an Sammy Hagar (MONTROSE, VAN HALEN) erinnert und in eher heiserer Tonlage an Piet Sielck (IRON SAVIOR) denken lässt. Seine Sangeskünste macht sich seit kurzem auch die altgediente Rockinstitution NAZARETH zunutze, bei der er in die großen Fußstapfen von Dan McCafferty getreten ist.
Doch die Band bekommt nicht nur Riffs und Gesang hin, denn sie hat in erster Linie Musik mit guten Melodien aufgenommen. Hier sind besonders das schon erwähnte 'Fight For Your Rights', 'Thieves In The Night' oder 'Of Martyrs And Tyrants' zu nennen. In der Regel verfügen die Stücke über einprägsame Refrains, die hängenbleiben, so dass die Scheibe zwar nicht mit innovativen Meisterwerken, aber ausnahmslos mit packenden Rockliedern angefüllt ist, die auch bei einem deutlich wiedererkennbaren Bandsound ihre Individualität bewahren. So erinnert 'Wherever I Go' an diese sommerlichen Gute-Laune-Nummern von VAN HALEN, während das kraftstrotzende 'The Last Call' auch mit seinem Solo punktet.
Nachdem sich die meisten Tracks bis dahin in kompakten vier Minuten bewegten, hat THE ORDER mit 'The Bonehead's Back - Promises And Illusions' als Finale einen zehnminütigen Long Track platziert. Viele Gruppen zeigen sich bei solchen Dickschiffen sehr ambitioniert, mitunter überambitioniert. Doch hier steht nach einem ausführlichen Vorspiel eine kraftvolle, konzentrierte Darbietung im bandtypischen Stil, die man sich als Abschluss nicht nur eines hörenswerten Albums, sondern auch eines Konzertes vorstellen kann.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Stefan Kayser


