ROSARY - The Broken Sacrament
Mehr über Rosary
- Genre:
- Doom Metal
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Nine Records
- Release:
- 24.01.2025
- Mother Of Fools
- Snakecharmer
- Bastard Child
- White Crusade
- Madman
- November
- Fullmoon Night
- Give All To God
- Forever Free
Eine herrlich schräge Doom-Walze aus Polen.
Vor ein paar Monaten stolperte ich während eines durch CROSSROAD angeregten nächtlichen Streifzugs durch die polnische Doom-Metal-Landschaft über eine Band namens ROSARY. Reingehört, reinverliebt, wie das manchmal eben so ist. Ein paar Wochen später landete dann völlig unverhofft die Promo des ersten Albums dieses Trios in meinem Posteingang. Ist das schon Schicksal? Ich weiß es nicht. Was ich aber weiß: Es ist auf jeden Fall geil!
ROSARY hat sich nämlich auf orthodoxen Doom Metal mit einer gehörigen Portion Kauzigkeit spezialisiert. Das allein verdient doch schon das obige Adjektiv. Die Band aus der Hauptstadt setzt mit dem Debüt "The Broken Sacrament" den mit der ersten EP "Telestai" eingeschlagenen Weg fort. Ein Blick hinter Caspar David Friedrichs "Morgen im Riesengebirge" offenbart fiese Riffs, einen ordentlichen Brummbass, herausragend spitzzüngige Drums und einen Sänger, der seinen Morgenkaffee wohl mit Salpetersäure anrührt.
Es ist eben doch vor allem der Gesang vom herzallerliebst benannten Misha Skullfukker, der als erstes in die Ohren sticht. Der gute Mann jault, kreischt und heult sich hier einen zurecht, dass es doch eine wahre Freude ist. Jedenfalls für jene unter uns, denen Gefühl mehr bedeutet als Technik. Dabei ist es natürlich nicht nur der Gesang, der es in sich hat, die Songs selbst atmen eine Schnittmenge aus CANDLEMASS und COUNT RAVEN. Habe ich außerdem schon das Schlagzeug erwähnt? Marty Crossbearer sorgt mit seinen ungewöhnlichen Ideen immer wieder für Auflauschen.
Wäre da noch die Sache mit den Songtexten. Bandname, Artwork, Logo verraten es schon, es geht hier durchaus auch mal um Gott und Konsorten. Mich stört das ja bisweilen etwas (oder auch mal etwas mehr). In diesem Fall steckt aber in den Texten eine gehörige Portion Humor und es ist zudem keineswegs so, dass hier nur Lobpreisungen vertont wurden. Aber das dürft ihr gerne selbst entdecken. "The Broken Sacrament" kann ich auf jeden Fall allen ans Herz legen, die ein solches für Doom, Kauz und Emotionen haben. Ein tolles Debüt
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Marius Luehring