STONUS - Space To Dive
Mehr über Stonus
- Genre:
- Stoner Rock
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Ripple Music
- Release:
- 20.03.2026
- Berlin
- Space To Dive
- Follow Me
- Colours
- Psychoactive Baby
- Hope Dose
- In Loop
- Tangerine
- The Hermit
- Steiermark
Eine ordentliche Klangwand mit vielen außergewöhnlichen Komponenten und Kombinationen.
Dieses Album ist in der Tat sehr erstaunlich, denn immer wenn "Space To Dive" Gefahr läuft, in konventionelle Muster zu fallen, können die Herren von STONUS wieder neue musikalische Welten erschließen und sich ein ganzes Stück vom üblichen Konsens im Heavy-Fuzz- und Stoner-Bereich entfernen. Die Zyprioten verfolgen in vielerlei Hinsicht eher unübliche Ideen, fahren beispielsweise einen ziemlich metallischen Gitarrensound, bieten Vocals, die mit ein wenig Phantasie auch vom 80er-Ozzy hätten eingesungen werden können. Und sie sind auch im Rhythmusbereich eher auf der Überholspur, weil in den entscheidenden Parts immer wieder Überraschendes geschieht und STONUS fast schon progressive Eigenheiten entwickelt.
Auf der anderen Seite entdeckt man natürlich auch die üblichen Referenzen, die sich diesmal aber nicht aus dem Stoner-Zirkus zusammensetzen, sondern irgendwo im Schnittfeld von BLACK LABEL SOCIETY und MONSTER MAGNET angesiedelt sind. Vor allem die Wyndorff-Truppe hat in ihren experimentellen Phasen spübaren Einfluss auf die Mittelmeer-Combo hinterlassen, wenngleich die Wahl der psychedelischen Versatzstücke nicht analog dazu vollzogen wird. STONUS bleibt dauerhaft eigen und ein bisschen verquer, ohne dabei jedoch angestrengt durch die Arrangements zu pflügen, sondern eher im Sinne einer musikalischen Exploration, die auf vertrauten Pfaden zu neuen Ufern führt. Diese will man im Verlauf der zehn Songs mit wachsender Begeisterung erkunden.
Denn "Space To Dive" ist erfrischend anders und irgendwie doch so angenehm heimelig, dreckig und straight, aber dann auch doch wieder episch, melodisch und einprägsam, aber nicht auf Hit getrimmt. Oder kurz gesagt: Die Band aus Zypern legt genügend Alleinstellungsmerkmale in die Waagschale, dass man sie nach kürzester Zeit sofort wiedererkennen kann - und das passt gerade in diesem Genre richtig gut.
Sieht man schließlich darüber hinweg, dass ein bisschen viel Hall auf dem Gesang liegt und hier zumindest produktionstechnisch noch ein wenig Verbesserungsbedarf besteht, kann man zu "Space To Dive" nur begeistert die Faust recken. Hier wird nicht der typische Stiefel heruntergezockt, sondern mit Herz und Leidenschaft dreckiger Rock & Roll zelebriert!
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


