SURTURIAN - II - Hessian Spears
Mehr über Surturian
- Genre:
- Black'n'Roll / Speed / Thrash / Heavy Metal
- ∅-Note:
- 10.00
- Label:
- The Crawling Chaos Records
- Release:
- 13.03.2026
- Hessian Spears
- Night Stalker
- L.S.D.
- Beneath A Dying Sky
- Cimmerians Wrath
- Do What Thou Wilt
- Of Teeth And Nails
- Deliverance
- Blood Witchery
Feinster Underground Speed aus München.
Manchmal trifft man auf Alben, von denen man eigentlich nicht allzu viel erwartet, die einen aber dafür umso mehr ins Herz treffen. So einen Treffer hat bei mir, soviel sei schon verraten, das Langspieldebüt der Münchener Truppe SURTURIAN gelandet.
Doch kommen wir zuerst zu den nüchternen Fakten. Die Band wurde 2019 gegründet und besteht aus Marcel Riedel am Schlagzeug, Zeno Muñoz Santana an der Gitarre, Tim Krogull, der ebenfalls Gitarre spielt und auch das Mikro übernimmt und Sebastian Nöller, der seit 2025 den Bass übernimmt. Stilistisch bewegt man sich im großen Spektrum Black 'n' Roll, Thrash, Speed und rohem Heavy Metal. Die Band selbst bezeichnet dies als Sinister Speed Metal. Die bisherigen Veröffentlichungen umfassen ein Demo, zwei Singles und die 2023-er EP "I – The Eyemaster", mit denen man schon erste Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte und somit auch direkt von Crawling Chaos Records verpflichtet wurde um den ersten Langspieler, dass hier vorliegende "II - Hessian Spears", aufzunehmen.
Das Album beginnt auch gleich mit dem galoppierend-treibenden Titeltrack 'Hessian Spears', ein schöner thrashiger, harscher Song, der vorangetrieben wird mit dem markanten, rauen, giftigen Gesang von Tim Krogull. Hier wird direkt die Nackenmuskulatur trainiert. Mit 'Night Stalker' huldigt SURTURIAN dann mit messerscharfen Gitarren dem klassischen rohen Speed Metal. 'L.S.D.' ist ebenfalls eine sehr rohe, dreckige, aber melodische Midtempo-Nummer, mit großartigen Gitarrensoli. Der vierte Track, 'Beneath The Dying Sky' bietet thrashigen, unheimlich groovenden Black 'n' Roll, wieder einmal besonders eingängig. Mit 'Cimmerians Wrath' wird dann das Tempo ein wenig, gedrosselt, dafür wird es epischer, denn es werden die Großtaten von Conan besungen, zwischendurch sogar mit herrlich schrägen Klargesang. Kirchenglocke und Orgel läuten dann das schwarzmetallisch angehauchte 'Do What Thou Wilt' ein. Der Song bietet wieder großartige Soli, einen Refrain, der in die Ohren geht und bewegt sich genau auf der Grenze zwischen Midtempo und Nackenbrecher. Herrlich treibenden Thrash gibt es auf die Ohren bei 'Of Teeth And Nails'.
Wir nähern uns dem Ende und somit gibt es noch eine astreine Heavy Metal Ballade. Doch keine Angst, der räudig, schiefe Gesang von Tim sorgt dafür, dass sich die Fans betrunken in den Armen liegen und mitsingen werden und nicht unbedingt Heiratsanträge stellen wollen. Das Album darf dann mit dem mit dem mitreißenden 'Blood Wichery' ausklingen, das zum Abschluss noch einmal die Luftgitarren zum Glühen bringt. Die herrlich räudige Produktion macht "II - Hessian Spears" zu einer komplett runden Sache, die besonders beim KIT-Publikum Anklang finden dürfte, denn auf diese Bühne gehört SURTURIAN mit diesem Bastard-Metal.
Besonders auffallend finde ich, wie mühelos die Band immer wieder die Stile wechselt, ohne dass dies planlos oder gar konzeptlos wirkt. Trotz der stilistischen Breite schafft es die Band, die Songs nicht zu überladen und spannend zu halten.
Für mich hat SURTURIAN mit "II - Hessian Spears" ein überragendes Debüt abgeliefert. Das Album ist abwechslungsreich, jeder Song ein Hit und die Band hat einfach eine Energie, die mitreißt. Hier gilt wirklich "All Killer, no Filler!". So früh im Jahr ist so eine Aussage durchaus riskant, aber ich lege mich fest: "II – Hessian Spears" ist die beste deutsche Underground-Veröffentlichung 2026.
- Note:
- 10.00
- Redakteur:
- René Juffernholz


