TOXIKULL - Turbulence
Mehr über Toxikull
- Genre:
- Heavy Metal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Dying Victims
- Release:
- 24.04.2026
- Midnight Fire
- Turbulence
- Dragon Magic
- Blessed By The Night
- Dying Star
- Strike Again
- Hard To Break
- Burning Spark
- King Of The Hammer
- Flames Of Glory
Turbulente Festplatte.
Schon zwei Jahre nach dem dritten Album "Under The Southern Light", legen die Portugiesen von TOXIKULL den Nachfolger "Turbulence" vor. Der nunmehr vierte Langspieler steht ganz im Zeichen des klassischen Heavy, Speed und Power Metals der 80er-Jahre. Das kraftvolle Riffing und die überragende Gesangsleistung von Lex Thunder sind hierbei die hervorstechendsten Merkmale des Albums. Was dieser Mann aus seinen Stimmbändern holt, ist einfach überragend. Kraftvoll, sowohl in der normalen Tonlage als auch in der Kopfstimme, mit einer schönen leichten Rauchigkeit, das schmeckt dem metallischen Connaisseur. Bei dieser Stimme fallen mir Vergleiche zu Harry Conklin von JAG PANZER und Eric Adams von MANOWAR ein, gepaart mit ein wenig Rob Halford.
Die Produktion ist, insbesondere für eine Dying Victims Platte, recht kräftig und druckvoll, aber trotzdem noch natürlich und nicht überproduziert.
Aber genug der Vorschusslorbeeren, jetzt geht es ans Eingemachte. Denn dahin geht auch direkt der Opener 'Midnight Fire'. Verdammt ist dieser Song ein Ohrwurm, der sich bei mir beharrlich festgesetzt hat. Genau in dieselbe Richtung geht der zweite Song 'Turbulence', der die Band nicht wirklich in die beschriebenen Turbulenzen bringt, sondern nur den hervorragenden Eindruck des Openers fortführt. Der dritte Song 'Dragon Magic' macht den Hattrick komplett. Auch hier wieder Ohrwurmcharakter hoch zehn, mit genau der richtigen Portion an Cheesigkeit um geil zu sein.
'Blessed By The Night' könnte glatt ein Song der oben schon erwähnten JAG PANZER sein. Diese Riffs und der Gesang sind weniger eine billige Kopie der Legenden aus Colorado Springs, sondern eine höchst respektvolle Verneigung von TOXIKULL vor Harry Conklin und seinen Mannen.
'Dying Star' ist dann eine kraftvolle Ballade, in der Lex Thunder, sein gesamtes Potential ausschöpfen darf. Das Tempo wird dann aber in 'Strike Again' wieder deutlich gesteigert. Dieser Song ist feinstes MANOWAR-Worshipping. Hach, wäre das schön, wenn Joey und seine Mannen heute noch diese Qualität an Songs veröffentlichen würden.
'Hard To Break' bietet feinstes Headbanging-Material mit Mitgröl-Refrain. Definitiv ein Livebanger, der für hochgereckte Fäuste sorgen wird. 'Burning Spark' kann das Niveau der vorherigen Songs leider nicht ganz erreichen. Der Refrain ist immer zwar immer noch eingängig, aber in der Strophe verliert der Song mich ein wenig.
'King Of Hammer' erinnert mich sehr an JUDAS PRIEST. Auch wenn Lex Thunder nie die sirenenhaften Höhen von Metal God Rob Halford erreicht, kann er doch das schneidende von Halfords Stimme sehr gut einfangen. Die Gitarrenarbeit in 'Flames Of Glory' lässt Anleihen an die eisernen Jungfrauen erkennen, während insgesamt das Gaspedal durchgetreten wird. Nach knapp 39 Minuten, ein schöner Abschluss des Albums, der noch einmal für gereckte Fäuste und zwanghaftes beglücken der Luftgitarre sorgt.
Aus meiner Sicht ist 'Tubulence' das bisher rundeste Werk. Die Melodien stimmen, die Refrains sind fast durchgehend Ohrwürmer, die sich ins Gehör fressen. Lex Thunder liefert eine hervorragende Gesangsleistung. Mir hat dieses Album bei jeder Rotation sehr viel Spaß gemacht und ich werde es sicherlich noch häufig auflegen. Freunde von klassischem Metal können sich dieses Album gerne versuchen ins Regal zu stellen, dort wird es aber wohl nicht lange verweilen, sondern erst einmal für Wochen den Platz auf dem Plattenteller besetzen.
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- René Juffernholz


