VITAMIN X - Ride The Apocalypse
Mehr über Vitamin X
- Genre:
- Hardcore
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Svart Records
- Release:
- 13.03.2026
- Chop Chop Chop
- Ride The Apocalypse
- Sociopath
- Unleash The Wolves
- Siren's Call
- Devolution/Devilution
- Bite The Hand That Feeds
- Brainfreeze
- Genetic Mutation
- Symphony Of Doom
- Wanna Be Me
- Break Away
- W.A.R.
- Toxic Reality
- Fear
- It Never Ends
- Over The Line
Crossover Thrash wie dereinst.
Wollen wir ein Album wie "Ride The Apocalypse" mit wenigen Worten erklären, würde es eigentlich reichen, wenn man die zahlreichen möglichen Einflüsse der Jungs aus Amsterdam aufzählt, und schon wäre das Bild ziemlich eindeutig. Acts wie S.O.D., SUICIDAL TENDENCIES und D.R.I. dürften in der Kinderstube des niederländischen Quartetts genauso häufig aufgelegt worden sein wie EXODUS und ANTHRAX. Diesen wilden Mix aus Hardcore, Thrash und Crossover adaptiert die Band schließlich auch mit der notwendigen Leidenschaft und den vielen rotzigen Eckpfeilern, die ein solcher Abriss nun mal zwingend benötigt. Eigentlich ist dem dann auch nicht viel hinzuzufügen.
Um es aber noch einen Zacken transparenter zu machen, sei gesagt, dass die Musiker von VITAMIN X diesen rauen 80er-Charme mitbringen und stimmungstechnisch spielerisch zu den Ursprüngen dieses Sounds zurückkehren. Da wird der raue Geist der ganz frühen Bay-Area-Erzeugnisse mit einer Selbstverständlichkeit dahergezaubert, die schon beeindruckend ist. Gleichzeitig spiegelt sich die Unbekümmertheit der ersten echten Crossover-Gehversuche in wirklich jedem der immerhin 17 neuen Songs wider, ganz gleich ob nun mal in einer schmalen Minute das Hardcore-Brett runtergeprügelt wird oder die Band einen Groove-Teppich zaubert, den ein Scott Ian kaum cooler hätte in Szene setzen können.
Dass bei der Masse der Songs keine Langeweile aufkommt, ist dem Umstand zu verdanken, dass "Ride The Apocalypse" durchweg dynamisch gestaltet ist und die Band sich trotz des etwas enger gesteckten Rahmens nie komplett in die Karten schauen lässt. Zünftige Abrissbirne und fescher Stampfer stehen hier in enger Partnerschaft zusammen und schaukeln sich gegenseitig zu Höchstleistungen, die auch die verdiente Anerkennung finden - gerade weil hier nichts berechnend, poliert oder künstlich aufgebläht wird, sondern jede einzelne Nummer authentisch die alte Schule bedient.
Das trashige Artwork mag am Ende vielleicht Geschmackssache sein, dahinter verbirgt sich aber eine verdammt coole Crossover-Thrash-Scheibe, die mit der nötigen Ladung Hardcore so richtig in Fahrt kommt. Fans der besagten Acts sollten daher auch nicht lange zögern und sich das Teil selbst mal einverleiben.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


