WELL, THE - Pagan Science
Mehr über Well, The
- Genre:
- Psychedelic / Folk / Doom Rock
- ∅-Note:
- 7.00
- Label:
- Riding Easy
- Release:
- 28.10.2016
- Black Eyed Gods
- Forecast
- Skybound
- A Pilgrimage
- Drug From The Banks
- Byzantine
- One Nation
- Choir Of The Stars
- Brambles
- I Don´t Believe
- Guinnevere
Querbeet durch die 70er
Auch wenn der Titel dieser Scheibe etwas deutlich deftigeres suggeriert, geht es auf "Pagan Science" regelrecht tiefenentspannt und mit ebensolcher Hingabe zur Sache. Dargeboten werden ausnahmslos Sounds, denen man durchaus auch schon gut 40 Jahre Existenz zumuten würde, wobei an Abwechslung ebenso wenig gespart wurde wie am Offenlegen der Inspirationsquellen.
Das aus Texas stammende Trio THE WELL versteht es nämlich spielerisch schwer 70er-lastigen Psychedelic Rock mit dem entsprechenden (partiell leider übertrieben antiquiert tönenden) "Garagen-Klang" von anno dazumal zu intonieren, scheint jedoch durchaus auch für die eher dem Folk Rock zuzuordnenden Szene-Größen von einst eine Vorliebe zu besitzen. Nicht minder essentiell auf das Klangbild von THE WELL hat aber auch das Werk und Wirken der Großmeister und Urväter des Heavy Metal abgefärbt.
Allen voran Gitarrist (und Sänger) Ian Graham hat seinen Iommi gut gelernt, versteht es jedoch durchaus auch die Songs mit sphärischen Klängen auszustaffieren, denen man Syd Barret als Inspiration anhört. Klangtechnisch kommt das aber leider nicht immer wirklich gut rüber, das vor allem in den gefühlvollen Passagen zu sehr auf Authentizität getrimmte Brummeln der Saiteninstrumente hätte nicht zwingend in diesem Ausmaß sein müssen, um der Band die entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken. Diese ist THE WELL aber dennoch sicher, denn das Kunststück, trotz aller Referenzen und Vergleichsmöglichkeiten ausreichend Eigenständigkeit zu vermitteln, schafft das Trio in erster Linie durch die immer wieder gut akzentuiert eingesetzten Duette, die sich Ian mit Bassistin Lisa Alley liefert.
Nicht zuletzt ihr Gesangsbeitrag macht auch das atmosphärisch elegant umgesetzt 'A Pilgrimage' zum Highlight dieses Albums, das von einer überaus intensiv dargebotenen und ansprechenden Interpretation des CROSBY, STILLS & NASH‘ 'Guinnevere' beendet wird. Freunde der erwähnten 70er-Sounds sollten THE WELL auf jeden Fall im Auge behalten!
- Note:
- 7.00
- Redakteur:
- Walter Scheurer