WOLFCHANT - Echoes Of A Time Once Past
Mehr über Wolfchant
- Genre:
- Melodic Metal
- ∅-Note:
- 5.00
- Label:
- Southern Wolfcult Records / Edel
- Release:
- 13.02.2026
- Arcades Of Time
- Under A Twilight Star
- Goddess Of Fire
- Lifeblood
- Dem Sturme voraus
- Witchfinder
- Wild Hunt
- Shadows Of Doom
- Echoes From The Past
Schein-Epik im Wacken-Wunderland.
Von Zeit zu Zeit tausche ich mich mit meinem Kumpel Chris, seines Zeichens Gitarrist bei der australischen Metal-Combo LIVEWIRE, über aktuelle Hörgewohnheiten aus. Während er mir oft seine aktuellen Errungenschaften aus dem extremeren Sektor unter die Nase reibt und so manchen lokalen Helden ans Herz legt, berichte ich oftmals über die vielen neuen und auch etablierten Acts, die Woche für Woche durch die Powermetal.de-Rotation wandern. Während Chris sich gerade mit seinen Kumpels von BASTARDIZER auf einen Gig im Vorprogramm von ABBATH vorbereitet und den Januar Revue passieren lässt, berichte ich bereits von einigen empfehlenswerten Platten für den Februar - und solchen, die man sich gerne auch kneifen kann. Und zur letztgenannten Kategorie gehört zweifelsfrei auch das neue Album von WOLFCHANT.
Die Gründe sind dabei relativ schnell aufgelistet. Die Band versucht ziemlich verbissen und auch verkniffen, in irgendeiner Form episch zu klingen, hat aber auch auf dem achten Album eher den Blick auf konsensfähigen, massentauglichen Melodic Metal gelegt, der auch dann nicht monumentaler klingt, wenn man ein paar Alibi-Chöre und diverse Kontraste in die gesangliche Darbietung einarbeitet. Die Songs liefern klassischen Heavy Metal mit allerhand einprägsamen Refrains, geben sich hin und wieder etwas verspielt, um jedoch eher künstlichen Anspruch zu generieren, und zehren auch nicht von der durchaus abwechslungsreichen, letztlich aber selten wirklich überzeugenden Performance. Da werden Keyboards aufgetürmt, symphonische Elemente eingebaut, hin und wieder auch mal etwas orchestral Anmutendes hinzugesteuert, und am Ende steht der vermeintlich perfekte Soundtrack für den nächsten Siegeszug im Kreis Steinburg. Na, wenn es so einfach geht...
Nun, ich will den Jungs nichts, sie sind seit 20 Jahren dabei, haben ihr nunmehr achtes Studioalbum im Kasten und sich definitiv auch nicht grundlos so lange gehalten, aber irgendwie steht die Massentauglichkeit hier doch ganz klar über jedem künstlerischen Anspruch. Das geht insofern ja auch in Ordnung, dass sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. In meinen Augen sind jedoch weder die gelegentlichen Aggressionen, noch die lahmen Melodien und schon gar nicht die Songs an sich so überzeugend, dass man hier den Zuschlag verteilen mag. Man verzeihe mir daher meinen vorausgegangenen Zynismus, aber "Echoes Of A Time Once Past" löst eben solche Eigenschaften in mir aus. Nicht, dass die Platte wirklich schlecht wäre, aber inhaltlich ist sie letztlich eher belanglos.
- Note:
- 5.00
- Redakteur:
- Björn Backes


