Perlen der Redaktion: Julian Rohrer und die harte Entscheidung

16.01.2026 | 12:40

Ein tolles Musikjahr voller kleinerer oder größerer Entdeckungen im Rückspiegel. Mit Vollgas durch die Top 20 (und etwas mehr ...)

Für diesen Rückblick habe ich mich für einen besonderen Ansatz entschieden: Berücksichtigt habe ich nur die Alben, die ich physisch als CD oder Vinyl erworben habe. Das war durchaus eine harte Entscheidung, soll aber als Statement verstanden werden im Hinblick auf die kontinuierliche Abzocke der Musikschaffenden durch die Streaming-Portale (allen voran Spotify). Bitte versteht mich nicht falsch: Auch ich nutze Apple Music intensiv, also täglich. Doch uns ist ja allen klar, dass davon nur wenig bei den Bands hängen bleibt. Andererseits ist die Auseinandersetzung mit dem Artwork, den Lyrics und dem haptischen Erlebnis bei Special Editions (eine ganz besondere zeige ich euch weiter unten) einfach etwas Besonderes. Das war mein persönliches Wiedererkennen im Jahr 2025.

Am Schluss des Artikels werde ich trotzdem ungelistet auf weitere Alben eingehen, die ich nur gestreamt habe.

Und damit genug der Vorrede, los geht's!

Platz 20 bis 18: BUSH, AURI, HENGE

Ich war sehr überrascht, als ich zu BUSHs "I Beat Loneliness" wie die Jungfrau zum Kinde kam (danke, Kai!). Kantiger, ehrlicher Stadionrock – sehr cool und nach jahrelangem Ignorieren ein schöner Erstkontakt.

Der dritte Kontakt dagegen mit AURI. "III – Candels & Beginnings" ist wieder ein wunderschönes, träumerisches Kammer-Pop-Folk-Album geworden. Hier geht es um Atmosphäre und Schönheit. Zum Träumen!

Den Lift-Off in synthige, trippige Space-Welten erleben wir mit HENGE. Power-Space-Rock mit Elektroelementen und einem Twist: Je nachdem, ob wir die Dystopie oder Utopie der Space-Story erleben wollen, wählen wir die entsprechende Rille auf der LP. Eine coole Idee, auch wenn der Musik hintenraus etwas die Luft ausgeht…

Platz 17 bis 15: ANCIENT MASTERY, CHANGELING, BERGFRIED

Der umtriebige Erech Leleth taucht in diesem Jahr zweimal in meiner Liste auf. Zunächst mit ANCIENT MASTERY. Das dritte Kapitel dieser Epic-Black-Metal-Sage entführt uns erneut in SUMMONING-Welten, wobei Erech einen eigenen Sound kreiert. Sehr melodiös und eingängig schallt "Chapter Three: The Forgotten Realm Of Xul'Gothar" aus den Boxen.

Deutlich härter und verspielter wird es bei CHANGELING. Hier machte mich zunächst das Artwork auf die deutsche Band aufmerksam. Der progressive, technische Extrem-Metal-Sound mit einem extremen Gefühl für Melodie-Hooks eroberte mich dann recht schnell.

Und dann ist da schon wieder Erech: BERGFRIED spielt mit "Romantik III" so, wie es das dem NIGHT FLIGHT ORECHSTRA Orchestra schon lange nicht mehr gelingt. Eine frische, schön aufgespielte Achtzigerjahre-Reminiszenz mit tollen Songs, aber leider einer etwas schwachbrüstigen Produktion. Und trotzdem singen wir jetzt alle mit: "Dark wings I ride / Carry your name in my heart".

Platz 14: PANZERBALLETT

Okay, die Gehirnwindungen sind jetzt gerade etwas glattgebügelt. Zeit für extreme Durcheinanderbringung! Das kann PANZERBALLETT, Münchens Beste in Sachen Fusion Metal, einzigartig gut. Das ist Musik zum Mitzählen – am besten mehrere Rhythmen gleichzeitig –, wobei die Songs trotzdem mehr sind als eine reine technische Spielerei. In intimer Runde durfte ich 2025 einer exklusiven offenen Probe vor der Tour beiwohnen und erleben, dass die Musiker um Mastermind Jan Zehrfeld auch "nur" Menschen sind - wenn auch extrem talentierte.

Platz 13: HEXVESSEL

Nach dem Überalbum "Polar Veil" kam mir der Nachfolger "Nocturne" der wunderbaren Genresprengmeister von HEXVESSEL etwas zu schnell hinterher, um ihn so umarmen zu können wie das Geschwisteralbum mit dem kongenialen Artwork von Sperber Illustration. Bitte nicht missverstehen: Das Album ist toll und ich freue mich auf weitere Hördurchgänge. Aber "Polar Veil" habe ich in einem Zug durchgehört und das immer wieder, es quasi aufgeatmet, da fällt es schwer, in "Nocturne" mehr als den Schatten des 2024er-Albums zu sehen. Aber das wird schon noch…

Platz 12: IMAGINAERIUM

Wenn Clive Nolan irgendwo die Tasten massiert, bin ich erst einmal interessiert. Der Keyboarder der Bands ARENA und PENDRAGON hat sich in den vergangenen Jahren zu einem meiner Lieblingssynthiehexer entwickelt. Mit IMAGINAERIUM erzählt er die ganz großen Geschichten. An seiner Seite ist unter anderem die wundervolle Laura Piazzai. Heraus kommt metallisch angehauchter Rock mit großem Hang zum Symphonischen. Das mag manchen kitschig erscheinen – ich mag’s!

Platz 11: AVATARIUM

Deutlich dunkler wird es mit AVATARIUM, die mal wieder ein tolles Album abgeliefert haben. Für mich ist das Debüt immer noch unerreicht, aber "Between You, God, The Devil And The Dead" enthält großartige Songs, mal mächtig, mal zerbrechlich, die der tollen Kombination aus Jennie-Ann Smiths Stimme und Marcus Jidells Gitarrenspiel eine perfekte Bühne bieten. Da wird mir klar, dass ich AVATARIUM echt gerne mal wieder live sehen möchte.

Platz 10: UNLEASHED

Und ehe wir uns versehen, sind wir schon bei den Top 10 – und damit in Odalheim. UNLEASHED veröffentlicht mit "Fire Upon Your Lands" ein waschechtes Heavy-Metal-Album. Nun ja, zumindest so sehr, wie die todesmetallischen Schweden mit dem gewissen Extra halt Heavy Metal werden können. Für mich ist jedes Album der Band ein mehr oder weniger euphorisches Heimkommen in diesen doch sehr individuellen Sound. Die Musik lebt von den Hooks, der Reibeisenstimme von Jonny Hedlund und den großartigen, auf den Punkt gespielten, wiedererkennbaren Songs.

Platz 9: EVERON

Ein tolles Comeback legte EVERON mit "Shells" hin. Während mich CEA SERIN mit der Kombination aus Metal und progressivem Rock nicht überzeugen konnte, liefert EVERON ein toll durchkomponiertes Prog-Rock-Album ab, das immer wieder in harten Ausbrüchen eskaliert. Vollgestopft mit Emotionen, Liebe zum Detail und tollen Texten wünsche ich der Band eine zweite, vitale Lebenszeit.

Platz 8: TROVAO

Bei TROVAO war ich selbst von mir überrascht, denn eigentlich bin ich gar nicht mehr so in der Oldschool-Heavy-Metal-Blase unterwegs. Doch irgendwie haben mich die Brasilianer gefunden, gefangen und überzeugt. Die Leichtigkeit, mit der hier Metal und Hard Rock gemischt werden, kreischende Gitarren, eine tolle Stimme (mit Lyrics in der Muttersprache) und eine megatighte Rhythmusfraktion – das fühlt sich einfach richtig an. Und so liefert TROVAO mit "Diamante" das beste klassische Metal-Album des Jahres ab.

Platz 7: SUN AFTER DARK

Deutlich avantgardistischer wird es mit "Tatkraft" von SUN AFTER DARK. Zugänglichkeit ist hier das letzte Attribut, das passen würde. Doch der Mix aus Black Metal, Dark Gothic und Electro-Elementen sowie einer Vielzahl an Gesangsansätzen erzeugt eine ganz wunderbare Sogwirkung. Verantwortlich für das Projekt ist LUNAR AURORA-Mitgründer Benjamin König (der auch hinter Sperber Illustrationen steht und zuletzt die Artworks für Bands wie HEXVESSEL oder GRÀB kreierte), an seiner Seite finden sich (Ex-)Mitglieder von Bands wie EMPYRIUM oder DARK FORTRESS. Der Mix ist wirklich einzigartig, und mit 'Schlittenfahrt' wurde vielleicht der absonderlichste Song des Jahres veröffentlicht. Achso: Die Texte sind ein Mix aus Englisch und Bayerisch. Manchmal auch im gleichen Song…

Platz 6: XIV DARK CENTURIES

Zur nächsten Band habe ich in meiner Rezension eigentlich alles gesagt. XIV DARK CENTURIES ist eine wunderbare Pagan-Metal-Scheibe deutscher Prägung gelungen, ein Genre, das mich seit Beginn meiner Metal-Karriere begleitet. Hervorheben möchte ich allerdings die Liebe, die die Thüringer Jungs in ihre wundervolle Special Edition gesteckt haben. Und diese haben sie selbst zusammengebaut. Als jemand, der nur noch ausgewählte Alben kauft, freue ich mich immer über durchdachte Editionen. Musikalisch sei noch erwähnt, dass die altgedienten Recken von XIV DARK CENTURIES auf "Aus uralter Zeit" so schwarzmetallisch wie nie in ihrer Karriere klingen.

Platz 5: ARGUS MEGERE

Meinen fünften Platz habe ich erst sehr spät im Jahr entdeckt – und zwar durch die euphorische Rezension von Björn. ARGUS MEGERE stammt aus der großartigen rumänischen Black-Metal-Szene mit Vertretern wie DORDEDUH oder NEGURA BUNGET und hat Querverbindungen zu diesen. Das sind übrigens sehr nette Menschen, wie ich bei gemeinsamen Konzerten feststellen durfte. Jedenfalls schallt hier atmosphärisch sehr dichter, melodischer Black Metal aus den Boxen – durchaus einzigartig und wiedererkennbar. Die Musik ist hochdynamisch und vielseitig sowie rhythmisch interessant, aber geschickt ineinander verwoben wie das sommerliche Blätterdach eines hohen Baumes, an dessen Wurzeln wir uns betten und träumen. Das zweitbeste Black-Metal-Album des Jahres…

Platz 4: FLAMING ROW

Den vierten Platz erklimmt ein Gesamtkunstwerk: FLAMING ROW vertont mit "Keeper Of The Scriptures" einen eigens dafür geschriebenen Fantasy-Roman. Dabei veröffentlicht die Band nicht nur ein Album, sondern zwei: Neben der auf Englisch eingesungenen Platte gibt es auch eine vollständig auf Deutsch eingesungene Variante. Da war es um mich geschehen. Die Kombination aus fantasievollen Texten und einer vollständigen Hintergrundgeschichte funktioniert einfach wunderbar. Dabei habe ich noch kein Wort über die Musik geschrieben. Wir hören vielseitigen Prog Metal, mal orientalisch angehaucht, mal angefolkt, der nur so strotzt vor Ideen, unvergesslichen Melodien und tollem Groove. Gesanglich erleben wir eine Mischung aus männlichen und weiblichen Vocals. Das Fundament des Werks bildet eine Musikerfamilie, dazu kommen zahlreiche Gäste wie Arjen Lucassen. Hier wird Prog-Kunst auf höchstem Niveau geboten, was dieses Album zu meinem Prog-Album des Jahres macht. Besonders schön aufgemacht ist die Special Edition – und die Band versendet wirklich schnell!

Platz 3: BERGTHRON

Tja, wie die Zeit vergeht: Vor gut einem Jahr flatterte die neue BERGTHRON rein. Was für eine Überraschung! "Neu Asen Land" ist eine konsequente Weiterführung von "Exp. Autarktis" aus dem Jahr 2010. In meiner Rezension arbeite ich die Geschichte der Band und des Albums auf, Nils führte ein lesenwertes Interview mit der Band. Wenn euch also mehr Infos interessieren, lest gerne mal rein. Nach einem Jahr kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass der Charme und die Eindringlichkeit des Albums nicht nachgelassen haben – eher im Gegenteil. Die Songs sind so vital wie vor zwölf Monaten und haben nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Dass diese doch sehr spezielle Kombination aus Pagan Metal, deutschen Texten und avantgardistischem Anspruch eher eine kleinere Zielgruppe anspricht, mag wahr sein – doch davon lassen wir uns als Musikconnaisseurs keinesfalls beeinflussen, oder?

Platz 2: GRÀB

Die Frage, wie man mit Bands umgehen sollte, in denen ein Mitglied aufgrund von problematischen Äußerungen, Taten oder möglicherweise fragwürdigen Sympathien kritisiert wird, ist nicht neu. Rüdiger und ich haben uns im Zusammenhang mit Varg Vikernes (BURZUM) bereits intensiv damit auseinandergesetzt und unsere Gedanken dazu in einem Artikel mit dem Titel "BURZUM – Kunst oder Tabu?" zusammengefasst. Ein aktuelles Beispiel, das diese Diskussion erneut aufwirft, ist das bayerische Black-Metal-Projekt GRÀB.

Hier sind zwei Aspekte besonders hervorzuheben: Zum einen ist "Kremess" für mich das herausragende Black-Metal-Album des Jahres. Das Zusammenspiel aus Artwork, Texten und Songwriting erzeugt eine intensive Gesamtstimmung, die durch die eindrucksvolle Performance des ehemaligen DARK FORTRESS-Sängers Matthias Jell (alias Grànt) auf Bayerisch zusätzlich verstärkt wird. Folkloristische Elemente und geschickt eingewobene Keyboards bereichern den Sound und verleihen dem Album eine besondere Tiefe. GRÀB knüpft musikalisch an die Tradition des atmosphärischen, melodischen Black Metals der 1990er Jahre an und setzt dabei neue Maßstäbe.

Zum anderen gibt es jedoch eine Kontroverse um den Gastmusiker Dan Capp (alias Gnást), der durch politisch und gesellschaftlich fragwürdige Äußerungen aufgefallen ist. Hier lohnt sich ein Blick auf unseren BURZUM-Artikel, der ähnliche Fragen aufgreift. Aus meiner Sicht hat Capps Haltung keinen Einfluss auf die Musik oder die Texte von GRÀB, weshalb ich mich entschieden habe, "Kremess" als das zu betrachten, was es ist: das großartigste Black-Metal-Album des Jahres.

Platz 1: ATOMIC ROOSTER


Und nun kommen wir zu Platz 1, der mich selbst am meisten überrascht hat. Ich kenne ATOMIC ROOSTER als eine der wichtigsten Proto-Metal-Bands der 1970er. Dass die Band nach 2000 noch Alben veröffentlicht hat, habe ich geflissentlich ignoriert. Irgendwie bin ich dann auf "Circle The Sun" gestoßen und war sofort interessiert. Der erste Spin, der zweite, der dritte, der x-te – die Band klingt wie eine wunderbare Kombination aus sich selbst, URIAH HEEP und DEEP PURPLE der späten 1990er. Aber eben in einer sehr eigenen Kombination mit Songs, die sich schneller festbrannten als überkochende Milch auf dem Ceranfeld. Dabei agiert die Band durchaus vielseitig.

Der Opener 'Fly Or Die' ist ein knalliger Groove-Rocker mit Orgel-Führung, 'Rebel Devil' gehört in der Playlist direkt auf den Folgeplatz von angedoomten Schockrockern, 'Pillow' ist eine angetrippte Southern-laid-back-Nummer vom anderen Stern und der Titeltrack ein Seventies-angehauchtes Statement, dass Musik einfach zeitlos ist. Die Produktion ist perfekt: Es knarzt, wo es knarzen muss, und ist kristallklar, sodass wir kein Detail verpassen. Es ist wie eine Modernisierung des Klassikers "Death Walks Behind You", aber gleichzeitig auch viel mehr als das. Selten hat eine Band ihren Legendenstatus nach 55 (!) Jahren derart untermauert. Danke, Steve Bolton, dass du auch 54 Jahre nach deinem Beitritt zur Band die Flagge von ATOMIC ROOSTER hochhältst!

In alphabetischer Reihenfolge: Ein Teil des Rests

Tja, das sind also die 20 physischen Highlights meines Musikjahres. Es gibt jedoch auch Bands, die mich dieses Jahr beeindruckt haben, von denen ich mir aber aus verschiedenen Gründen (noch) keine CD oder Ähnliches zugelegt habe. Hier eine Auswahl in alphabetischer Reihenfolge:

  • 1914 - "Viribus Unitis": Eindrucksvoller, authentischer Death Metal
  • AEPHANEMER - "Utopie": Ganz großartige Mischung aus Melodic Fantasy und Melodic Death Metal
  • AGROPELTER - "The Book Of Hours": Toller, träumerischer Prog
  • APOCALYPSE ORCHESTRA - "A Plaque Apon Thee": Mittelalter-Doom mit dem gewissen Extra
  • BERGSVRIDEN - "I Haggans Afton": Klirrender Black Metal nordischer Prägung
  • BJØRN RIIS - "Fimbulvinter": Sehr nordisch gespielter Prog, sehr melodiös, sehr rockighymnig
  • BLUT AUS NORD - "Ethereal Horizons": Klasse Werkschau des eigenen Schaffens
  • CALVA LOUISE - "Edge Of The Abyss": Moderner Power Rock, bei dem mein Sohn fragte: "Ist das nicht Pop?"
  • CORONER - "Dissonance Theory": Was für ein megaknackiges Comeback-Album!
  • DON AIREY - "Pushed To The Edge": Wohlfühl-, keyboardlastiger (Prog) Rock des DEEP PURPLE-Tastenhexers
  • DREIVIERTELBLUT - "Prost Ewigkeit": Hatte definitiv Potential auf das Treppchen in diesem Jahr. Bayerischer Mundart-Sound mit genial strangen Texten.
  • ELLEREVE - "Umbra": Dunkles Gothic-Album mit Ausbrüchen in den Metal, dazu eine tolle weibliche Stimme. Einzigartig.
  • EQUILIBRIUM - "Equinox": Sehr positive Überraschung, das ist ein episches Modern-Metal-Album mit Folk-Einflüssen geworden. Tolle Entwicklung der Band.
  • GHAALS WYRD - "Braiding The Stories": Sehr positive Überraschung, das ist ein ultradunkles Rock-Album geworden.
  • HEATHER NOVA - "Breath And Air": So richtig bin ich durch die 1990er-Charts bekannt gemacht worden mit der wunderbaren Stimme - das 2025er-Album ist einfach sehr schön.
  • IGORRR - "Amen": Verrückt, cool, abgedreht - I like!
  • ISTAPP - "Sól Tér Sortna": Auch ein Treppchenanwärter, aber da möchte ich die CD auf dem "Ragnarök"-Festival kaufen. Deshalb "nur" in dieser Liste, aber diese Form des Melodic Black Metal ist großartig.
  • KAZDOURA - "Geoyoum": Arabisch-kanadischer Groove, Psychedelic, Jazz Rock. Sehr großartig und exotisch!
  • LARS FREDRIK FRØISLIE – "Gamle Mester": Norwegischer Pro Rock, tief verwurzelt in den 1970ern - sehr hörenswert.
  • LAST LEAF DOWN - "Weight Of Silence": Sphärischer Rock, starke poppige Attitüde, was in diesem Fall ein positives Attribut ist.
  • MÅNEGARM - "Edsvuren": Das Album ist ein echtes Brett, schön, dass es die Litauer noch drauf haben.
  • MÍO - "Hva nå?" - Toller Folk-Pop-Rock sehr nordischer Prägung mit weiblichem Gesang
  • MORON POLICE - "Pachinko": Noch ein Anwärter auf’s Treppchen, großartig gefühlvoller und durch und durch positiver Prog-Sound
  • PATENT OCHSNER - "Tag & Nacht": Die tollste Mundart-Band der Schweiz mit einem wundervollen Album voller Anekdoten und toller Momente
  • RIVERS OF NIHIL - "Rivers Of Nihil": Toller Blech-Bläser-Todesblei.
  • RUBI ATE THE FIG - "Desert Electric": Eine Reise in die Sahara, in bester Tradition des Desert Rocks
  • SABHANKRA - "Nocturnal Elegies": Sehr überzeugender Black Metal aus der Türkei mit tollem Artwork
  • SCARDUST - "Souls": Wunderbarster Disney-Prog-Metal mit einer gar unglaublich tollen Sängerin
  • ULVER - "Neverland": Vielleicht das beste Electro-Album der Norweger, auf jeden Fall das ausgereifteste
  • UNDER RUINS - "Age Of The Void": Tolles Metal-Album (habe ich auch physisch, war mein Platz 21!)
  • WUCAN - "Axioms": Entrückte, doch treibende Verbeugung vor den 1970ern
  • WYTCH HAZEL - "V: Lamentations": Gewohnt gute Qualität der spätgeborenen Jesus-Ultras
  • YUNGBLUD - "Idols": Meine Erstberührung mit der durchaus überzeugenden Hoffnung der modernen Rockmusik

Wenn du mich bis hierhin begleitet hast, freue ich mich über mögliche Überschneidungen. Ich hoffe, ich konnte dir den einen oder anderen Tipp geben, und wünsche dir schon einmal ein wundervolles und zufriedenes Jahr 2026 mit bester Musik!

Redakteur:
Julian Rohrer

Login

Neu registrieren