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Party.San Metal Open Air - Schlotheim

01.09.2022 | 22:26

11.08.2022, Flugplatz Obermehler

Beim Neustart brettert das Extremfestival mit Urgesteinen wie CANNIBAL CORPSE, MAYHEM und DISMEMBER gefühlt mehr denn je vorwärts – präsentiert von POWERMETAL.de.

Nach dem Vorabend bereits zum zweiten Mal im viel zu heißen Zelt erwachen. Kurz nach der inzwischen doch etwas abhanden gekommenen Festivalkondition suchen und dann rein in den zweiten Party.San-Tag. Wir sind ja nicht zum Spaß hier und Esmiralda steht auch schon bereit, um uns wachzuschießen.
[Carsten Praeg]

Als ich vor dem Festival den Zeitplan durchgegangen bin und meine erhofften Highlights markiert habe, wurde mir für Freitag etwas Angst und Bange. Bleibt bei dieser Dichte an Bands überhaupt Zeit zum Biertrinken? KADAVERFICKER eröffnet das Programm am hammerharten Freitag mit der obligatorischen Ansage des Goreministers: "Wir sind die Ficker und ihr nicht". Nun beginnt das Schauspiel des Kostümwettbewerbs im Circlepit, auf das ich heute mal nicht eingehe, sondern mich wieder der Band widme. Die Jungs aus Dortmund haben sich so einiges einfallen lassen und sehr umsichtig Freibier mitgebracht, das den Sicherheitsbestimmungen entsprechend in PET-Flaschen an das durstige Publikum verteilt wird. Dass man aber nicht nur Freibier dabei hat, beweist man mit 'Infernopommes', wo es nun auch etwas zu Essen gibt. Ein weiterer großartiger Song wie 'Stuhlgewitter' darf nicht fehlen und so groovt und rotzt man sich durch die Untiefen zwischen Grind, Death und Punk. Wie könnte man diesen denkwürdigen Auftritt besser beenden als mit dem würdigen 'Schlotheim Asozial' (im Original 'Dortmund Asozial')? Abschließend bleibt nicht mehr zu sagen als: eine überragende Party und der fulminante Auftakt für einen großartigen Festivaltag.

Am frühen Freitagnachmittag ist es nun Zeit für arschgeilen Death Metal aus Stockholm. Nein, noch nicht DISMEMBER, sondern LIK steht auf dem Programm. Die Schweden kann man getrost als einen Underground-Geheimtipp verbuchen, wobei eine Undergroundband auf dem Party.San natürlich trotzdem einen hohen Bekanntheitsgrad genießt. Auch hier bestätigt sich dieser Umstand anhand der begeisterten Publikumsreaktionen. Sänger Tomas Åkvik glänzt mit lockeren, sympathischen Ansagen in der heißen Mittagssonne und sorgt so dafür, dass die ausgelassene Stimmung nach KADAVERFICKER erhalten bleibt. Am besten geht das selbstverständlich mit fröhlichen Songs wie 'Funeral Anthem'. Musikalisch ist LIK irgendwie eine perfekte Symbiose aus räudigem Oldschool-Schwedendeath und NWoBHM-Gitarrenmelodie. Wenn ein solches Gebräu mit Spielfreudigkeit und Elan serviert wird, gibt es kein Halten mehr und so schraube nicht nur ich mir heute zum ersten Mal die Rübe ab. 'Celebration Of The Twisted' und 'Le Morte Homme' bieten zum Finale erneut ganz große Todesbleikunst. Fazit: perfekter Auftritt!
[Chris Gaum]

Wer dachte, es könne nicht mehr heißer werden als am Vortag, der hat nicht mit der Mittagshitze bei 1914 gerechnet. Gnadenlos brennt es auf den Asphalt vor der Bühne, sodass viele Fans im Schatten an den Seiten einen Platz zu finden versuchen. Zum Chillen an der Seite passt die Musik der Ukrainer 1914 allerdings überhaupt nicht: Die Jungs aus Lwiw setzen auf Death Metal mit Black-Metal-Einflüssen, nicht unähnlich dem Stil der späten GOD DETHRONED. Das merken auch die Zuschauer, denn schon nach dem Intro – einem Lied in Originalqualität aus der Zeit des Ersten Weltkriegs – gibt es eine geballte Ladung Todesblei direkt ins Gesicht. Der Sound ist in Ordnung, allerdings ist es im Verhältnis zu anderen Bands deutlich lauter. Es füllt sich trotz der Hitze vor der Bühne, es bilden sich Pits und es wird ordentlich gebangt. Sänger Dmytro Kumar - gekleidet in einem verschmutzten, zeitgenössischen Trenchcoat – läuft beim Singen rastlos und verstört auf der Bühne auf und ab und hält dabei die ukrainische Fahne in der Hand. Spätestens in dem Moment wird auch dem Letzten auf dem Gelände klar, dass dieser Auftritt etwas Besonderes ist. Beginnend beim Sachverhalt, dass 1914 überhaupt hier auf der Bühne stehen – sind doch Ausreisen aus der Ukraine für Männer im wehrfähigen Alter aktuell nur mit besonderer Genehmigung erlaubt – bis hin zur in diesem Fall nicht mehr trennbaren Verknüpfung von aktuellem und historischem Geschehen. Zwischen den Songs nutzt Dmytro mehrfach die Pausen, um auf die schockierende Situation in seinem Heimatland aufgrund des völkerrechtswidrigen Überfalls der russischen Armee aufmerksam zu machen. Er findet dabei sehr deutliche Worte für den für dieses Verbrechen verantwortlichen Präsidenten Wladimir Putin und fordert die Solidarität mit aus der Ukraine Geflüchteten und den Soldaten und Soldatinnen des Landes ein. Gegen Ende des Sets springt Dmytro dann von der Bühne und setzt seinen rastlosen Gang im Publikum fort, wo die Menge ihm bereitwillig Platz macht. Trotz der bedrückenden Rahmenbedingungen und der Hitze ist die Stimmung im Publikum bei 1914 gut und den Jungs gelingt es, das zeitaktuelle Geschehen würdig in den Fokus der Fans zu rücken. Definitiv eine erinnerungswürdige Veranstaltung!
[Hagen Kempf]

Der Auftritt von MALEVOLENT CREATION steht ganz im Zeichen des Klassiker-Albums "Retribution", das  2022 seinen 30. Geburtstag feiert. Das Backdrop mit dem Cover dieses Werkes erinnert mit den Worten "In Honour of Brett Hoffmann" außerdem an den 2018 verstorbenen Ur-Sänger der Band. Als die Truppe die Bühne betritt, fällt auf, dass MALEVOLENT CREATION den Auftritt als Trio bestreitet. Grund hierfür sind schwerwiegendere Verletzungen beim einzigen verbliebenen Originalmitglied Phil Fasciana (Gitarre), der Ende 2021 einen schweren Autounfall hatte und daher die aktuelle Tour nicht spielen kann. Sänger und Gitarrist Ryan Taylor (der auch die Florida-Deather SOLSTICE frontet) punktet besonders durch seine starke gesangliche Darbietung, die der von Brett Hoffmann recht nahe kommt. Aber auch sein Riffing an der Gitarre und seine Soli sind hörenswert. Und so kommen wir in den Genuss von insgesamt sieben Stücken des Genre-Klassikers "Retribution" (insbesondere 'Systematic Execution', 'Eve Of The Apocalyse' und 'No Flesh Shall Be Spared' werden ziemlich packend umgesetzt), die mit Klassikern vom Debütalbum "The Ten Comandments" wie 'Premature Burial' und 'Multiple Stab Wounds' ergänzt werden. Insgesamt legt MALEVOLENT CREATION auch in dieser Dreierbesetzung einen guten bis sehr guten Auftritt hin, wobei meines Erachtens ein Ersatz für Phil Fasciana an der zweiten Gitarre für einen noch wuchtigeren Sound gesorgt hätte. Fest steht für mich allerdings auch, dass Ryan Taylor ein Glücksgriff für die Band ist.
[Martin Loga]

Die Engländer ONSLAUGHT spielen heute nur zu viert, da Gitarren-Mastermind Nige Rockett wegen einer OP leider passen muss. Das wirkt sich zum Glück nicht negativ auf das Gesamtpaket aus. Zu 'Sound Of Violence' und dem überragenden 'Destroyer Of The Worlds' vom "Killing Peace"-Album wird gemosht, gebangt und es rotiert der Circlepit. Man merkt den Jungs (ganz besonders dem öfters erfreut grinsende Bassisten) an, dass ihnen das Treiben vor der Bühne gefällt. In Andenken an Lemmy schiebt man vom aktuellen Album den Song 'A Perfect Way To Die' nach. Das basslastige Intro passt aber auch zu perfekt, denn genau so hätte sich wohl auch der erste Thrash-Song von MOTÖRHEAD angehört. Nach gut einer halben Stunde solch intensiver Eskapaden merke ich, wie die erhöhte Außentemperatur an der Kondition zehrt. Eine Verschnaufpause gibt es bei ONSLAUGHT aber nicht, denn mit dem Oldschool-Kracher 'Metal Forces' und dem obligatorischen 'Power From Hell' setzen die Herren von der Insel nochmal einen drauf.
[Chris Gaum]

Nach ONSLAUGHT steht dann ein weiteres Highlight des Tages an: MISERY INDEX aus den USA. Somit steht wohl eine der brutalsten Bands des Wochenendes auf der Bühne. Der Death Grind der Amis stellt eine technisch anspruchsvolle Mischung aus kompromissloser Raserei und kurzen Sequenzen der Kategorie "Nackenbrecher" dar. Der Sound geht in Ordnung, hat aber leider noch ein wenig Luft nach oben. Trotz der Hitze bildet sich schon beim ersten Song ein großer Circle Pit, der auch bis zum Ende des Sets in Bewegung bleiben wird. MISERY INDEX gibt von Anfang an Vollgas, wir hören Songs aus allen Schaffensperioden, unter anderem 'The Great Depression' vom Debüt "Retaliate" und 'The Carrion Call'. Die Fans steigern sich immer weiter rein, die Party ist insbesondere für diese Uhrzeit wirklich beachtlich. Neben dem großen Circle Pit gibt es überall kleinere Pits, es wird gebangt und gegrölt, was der Körper nach anderthalb Tagen noch so hergibt. Man merkt, dass es auch den Jungs um den ehemaligen DYING FETUS-Sänger Jason Netherton sichtlich Spaß macht, die Meute anzufachen. Der Rauswerfer 'Traitors' mobilisiert dann nochmal alle Kräfte und wird inbrünstig mitgebrüllt, bevor es auch schon wieder vorbei ist. Nach dem Set kommen die Amis nochmal auf die Bühne, um ein Gruppenfoto vom angerichteten Chaos zu machen. Und bekommen zum Dank ein Meer aus Pommesgabeln als Fotohintergrund.
[Hagen Kempf]

Zeit für Thrash Metal aus der Schweiz. Zwei wahrhaft bahnbrechende Alben hat MESSIAH vor mehr als 20 Jahren herausgebracht. "Hymn To Abramelin" und das unfassbare gute Debüt "Extreme Cold Weather" sind auch heute noch echte Geheimtipps. Inzwischen wieder im Orginal-Line-up beehrt man heute nach 2017 bereits zum zweiten Mal das Party.San-Festival. MESSIAH ist Kult und liefert einen guten Auftritt, schafft es aber nicht ganz, das Energielevel des heutigen Tages zu halten. So muss ich feststellen, dass sowohl vor als auch auf der Bühne keine überschwänglichen Reaktionen zu beobachten sind. Trotzdem überzeugt man sowohl mit neuem Material wie 'Singularity' als auch mit den alten Perlen wie 'Enjoy Yourself'. Zwischendurch gibt es immer wieder ein paar Kirchenchoräle zu hören, die als Intros zu den Songs vielleicht etwas zu zahlreich sind. So kann auch die extravagante Einlage des Einsatzes eines Geigenbogens an der Gitarre mich nicht ganz vom Hocker reißen. Es bleibt ein solider Ausflug in die Schweizer Thrash-Geschichte ohne besondere Vorkommnisse.
[Chris Gaum]

Weiter geht es mit HEIDEVOLK. Die Niederländer finden sich nach elf Jahren auf der Bühne des Party.San wieder. Und sie geben Gas, als wären sie nie weg gewesen. Ihre Mischung aus eingängiger Gitarre und mehrstimmigem Gesang ist den Pagan-Fans seit Jahren ein Begriff. Doch leider finden sich davon recht wenige auf dem Party.San wieder. Vor der Hauptbühne hat man reichlich Platz, wenn man die Holländer sehen möchte. Die sechs Männer bieten dennoch eine energiegeladene Show, die trotz (oder dank) fehlendem Gedudel und Geflöte episch daherkommt. Man merkt deutlich, dass die Niederländer einen solchen Auftritt nicht zum ersten Mal spielen, denn sie wirken sehr routiniert. Beim Gassenhauer 'Saksenland' kommt sogar ein kleiner Moshpit auf. Die Stimmung aller Anwesenden ist gut und mit dem nächsten Klassiker 'Vulgaris Magistralis' verabschiedet sich HEIDEVOLK von den zufriedenen Zuschauern.
[Felix Bischoff]

Das nächste Highlight des Tages ist bei langsam untergehender Sonne dann UADA, verantwortlich für Black Metal made in USA. Für US-Black-Metal hatte ich schon immer ein gewisses Faible, insbesondere Hochkaräter wie WOLVES IN THE THRONE ROOM beweisen, dass Black Metal eben nicht aus Skandinavien bzw. Europa kommen muss. UADA geht dabei eher nach schwedischer denn norwegischer Schule vor, nicht unähnlich zu beispielsweise NAGLFAR oder WATAIN. Die Gitarren sind also einen Tick tiefer gestimmt und es gibt auch immer wieder durchaus verspielte, melodische Stellen um die Ohren. Wir hören ein kurzes Intro, bevor die Mannen um Sänger Jake Superchi im Nebel stehend direkt mit einer amtlichen Portion Blast Beat starten. UADA hat den Ruf als Geheimtipp insgesamt hinter sich gelassen, das kann man nicht zuletzt an den vielen Shirts merken, die man auf dem Gelände schon vor dem Auftritt der Jungs erspäht. Auch die Größe der anwesenden Menge lässt diesen Schluss zu. Wo das Auge hinsieht, findet man Pits, fliegende Haare und Pommesgabeln, die Stimmung ist großartig. UADA gibt es erst seit 2014, entsprechend klein ist der Katalog der Amis bisher noch. Aus diesem bekommen wir aber einen wunderbaren Querschnitt geboten. Wir hören unter anderem das rasende 'Devoid Of Light' vom Debüt als auch das etwas groovende und durchaus tanzbare 'Djinn' vom gleichnamigen aktuellen Album. Auch wenn sich die Jungs ein wenig wortkarg zeigen – Ansprachen gibt es kaum – ist UADA bestens aufgelegt, füllt die ganze Bühne bei dieser Show und bietet der Meute einiges. Viel zu schnell ist das Set durchgeballert und ein weiteres Highlight des PSOA 2022 endet. UADA liefert souverän und unterhaltsam ab, der Shirt-Absatz dürfte nach diesem starken Auftritt noch einmal steigen.
[Hagen Kempf]

Was muss ASPHYX-Frontröhre Martin van Drunen das Party.San die vergangenen beiden Corona-Jahre vermisst haben. Schon vor Ewigkeiten bezeichnete er bei uns im Interview das PSOA als sein uneingeschränktes Lieblingsfestival, nicht umsonst wurde Chef-Veranstalter Mieze schon oft in ASPHYX-Lederweste auf dem Festivalgelände gesichtet. "Wir sind hier zuhause", lässt Martin seinen Gefühlen auf der Bühne nun freien Lauf. "Zwei Jahre kein Party.San, was für eine Scheiße!" Während der Sänger in seinen Cowboy-Stiefeln wie immer als absoluter Antreiber am Mikro fungiert, legen seine Mitstreiter mit den neueren 'Botox Implosion' und 'Molten Black Earth' oldschoolig-brachial los. Derweil wird zum allmählichen Einbruch der Dunkelheit so ziemlich alles an Pyros abgefeuert, was geht. Natürlich darf auch eine Stimmungskanone wie 'Deathhammer' nicht fehlen, die vom Publikum reihenweise mitgegrölt und abgefeiert wird. "Habt ihr die letzte Scheibe?", hakt Martin nach und schiebt 'Knights Templar Stand' hinterher. Egal, ob vorwiegend neues oder altes Material – ASPHYX ist eine stetige Live-Garantie, bei der beste Stimmung bereits im Vorfeld fest in Stein gemeißelt ist!
[Carsten Praeg]

Nach ASPHYX könnte der Kontrast kaum größer sein und KATATONIA steht als erster großer Headliner des Abends auf der Main Stage. Auch wenn KATATONIA zu Beginn der über 30-jährigen Karriere mit Death Metal gestartet ist, ist von diesem Sound heutzutage fast nichts übriggeblieben. Die Schweden um den sympathischen Sänger Jonas "Lord Seth" Renkse spielen melancholisch-progressiven Rock, der mal verträumt, mal tieftraurig daherkommt. Heute startet KATATONIA mit kurzer Verspätung zu bester Zeit mit einem Intro, um uns bei atmosphärischer Lichtshow als erstes 'Behind The Blood' zu präsentieren. Lord Seth wird seinem selbstbetitelten "Lord" äußerst gerecht, selten hat man wohl einen höflicheren Gastgeber bei einem Metal-Konzert erlebt. Seth erkundigt sich regelmäßig, ob auch wirklich jeder Spaß hat und ob wir eine gute Zeit haben. Wir hören bestimmt fünf Mal "Ich hoffe, das nächste Lied gefällt euch!". Eigentlich fehlt nur noch, dass Seth uns fragt, was wir gerne trinken wollen. Zwischendurch stellt er uns dann noch den Gastmusiker am Bass vor, den man sich von den Landsmännern LIK ausgeliehen hat. Das Licht ist nicht nur beim Opener ziemlich gut gemischt, sondern während der gesamten Show. Immer wieder werden auch ein paar Pyros eingestreut, die stellenweise aber etwas fehl am Platz wirken. Das tut der Stimmung keinen Abbruch, nach den ersten Songs ist das Publikum richtig aufgetaut und überall sind tanzende und moshende Fans zu sehen. Bei 'Ghost Of The Sun' erreicht die Stimmung ihren Höhepunkt, das Publikum geht ordentlich ab und singt an manchen Stellen lautstark mit. Richtig gut wissen auch 'My Twin' und 'July' zu gefallen. Seth bedankt sich immer wieder artig und die Fans feiern. KATATONIA liefert insgesamt eine starke, unterhaltsame und professionelle Show ab, die ein wenig ein Kontrastprogramm zum Großteil der anderen Bands des PSOA 2022 liefert.
[Hagen Kempf]

CARCASS obliegt es, den Freitag mit Knüppel, Groove und Melodeien ausklingen zu lassen. Jeff Walker, Schlaghosen-Fan Bill Steer und Co. liefern heute... und wie! Die Band hat Bock, Jeff Walker ist gut bei Stimme und das Set, das neben vielen Stücken neueren Datums auch einige unsterbliche Klassiker bietet, erfüllt die Vorstellungen eines Großteils des Publikums. Außerdem ist der Sound für meine Begriffe geradezu perfekt tariert. Auch deswegen schlagen Oldschool-Smasher der Kategorie 'Incarnated Solvent Abuse', 'This Mortal Coil', 'Buried Dreams' und dem Groove-Monster 'Keep On Rotting In The Free World' sehr gut ein. Hier stimmt echt alles. Auch aktuelle Stücke wie 'Dance Of Ixtab (Psychopomp & Circumstance March No. 1)' werden positiv vom Publikum aufgenommen, weil neben dem musikalischen Gehalt Jeff Walker und seine Mitstreiter einen sehr motivierten Eindruck erwecken. Ohne Zweifel sind es dann aber die Stücke auf der Ziellinie, welche die nach einem hitzereichen Tag schon etwas müden Festivalbesucher nochmals zu Höchstleistungen in Sachen Motivation animieren. 'Corporal Jigsore Quandary' und der musikalische Leckerbissen 'Heartwork' erzeugen euphorische Fanreaktionen. Ohne Wenn und Aber: CARCASS regelt heute Nacht von vorne bis hinten!
[Martin Loga]

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Redakteur:
Carsten Praeg

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