Die Prog-Plauderecke

Re: Die Prog-Plauderecke

Beitragvon Nils Macher » Samstag 21. Juli 2012, 10:46

Im Prinzip bildet die Skala den Dynamikumfang eines Audio-Streams ab. "20" ist dabei das obere Ende der Skala. Wenn man sich z.B. in Audacity die Tonspur anschaut sieht man die Differenz zwischen den einzelnen Peaks sehr gut, ich mache nachher mal Screenshots wenn ich Zeit habe. Je mehr sich die Peaks dabei gleichen desto mehr wurde auch komprimiert. Ganz einfach gesprochen.
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Re: Die Prog-Plauderecke

Beitragvon salisbury » Samstag 21. Juli 2012, 10:51

Ich mal einige Alben, deren Sound ich gut finde, dort gesucht und ich finde keine Korrelation zwischen "Dynamikumfang" und "find ich gut" ;-)
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Re: Die Prog-Plauderecke

Beitragvon enemy-of-reality » Samstag 21. Juli 2012, 10:54

salisbury hat geschrieben:
Nils Macher hat geschrieben:http://www.dr.loudness-war.info/details.php?id=22137
/quote]

Mit dieser tabelle kann ich aber grad gar nix anfangen. wie muß ich die lesen? was sagen mir die Zahlen?

Kurz gesagt: Umso höher die Zahl, umso mehr Dynamik (die Skala geht von 1-20).

Hier zum Vergleich z.B. mal die Erstauflage von "Moving Pictures": http://www.dr.loudness-war.info/details.php?id=6639

Nähere Infos und weiterführende Links findest du hier: http://www.dynamicrange.de/


*edit* Da war wohl jemand schneller
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Re: Die Prog-Plauderecke

Beitragvon Nils Macher » Samstag 21. Juli 2012, 11:04

salisbury hat geschrieben:Ich mal einige Alben, deren Sound ich gut finde, dort gesucht und ich finde keine Korrelation zwischen "Dynamikumfang" und "find ich gut" ;-)


Es ist natürlich immer abhängig davon, "wie" man gerade hört. Psychoakustik beeinflusst den Hörgenuss mehr als man sich es oft eingestehen möchte. Ganz stark ist mir das aufgefallen, als ich letztens CDs rausgesucht habe um damit neue Kopfhörer testen zu gehen.

Nicht jedes Album muss zwangsläufig "gut" oder "schlecht" klingen nur weil die Skala den Wert entsprechend abbildet, viele Parameter sind ja gar nicht erfasst. Black Country Communion schneidet z.B. auch relativ schlecht ab - http://www.dr.loudness-war.info/details.php?id=7552 - aber der Bass-Sound am Anfang von 'Black Country' ist richtig genial.
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Re: Die Prog-Plauderecke

Beitragvon salisbury » Samstag 21. Juli 2012, 11:18

Ich find die Geschichte dennoch sehr interessant, ich hab mir schon desöfteren Gedanken gemacht, ob "guter" und "schlechter" Sound nicht doch irgendwie objektivierbar ist
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Re: Die Prog-Plauderecke

Beitragvon Peter Kubaschk » Samstag 21. Juli 2012, 12:12

Ich habe mir jetzt mal die Diskographien einiger Bands angesehen (Metallica, Rush, Kreator, Overkill, Black Sabbath...) und die einfache Formel ist: je älter die Musik, desto besser die Bewertung. Allerdings bin ich bei einigen Alben ("Hordes Of Chaos", AGALLOCHs "Marrow Of The Spirit" z.B.) doch über die sehr schwachen Werte verwundert, wo sie doch aufgenommen wurden wie anno 1985.

Ich bin wirklich froh, dass ich einfach nicht die Ohren dafür habe, das so krass wahrzunehmen. Bei einigen Alben kann ich schon feststellen, dass die Produktion unangenehm ist. Aber wenn ich mir diese Listen ansehe, kann man ja keine Alben nach 1992 mehr anhören.
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Re: Die Prog-Plauderecke

Beitragvon salisbury » Samstag 21. Juli 2012, 12:27

Peter Kubaschk hat geschrieben:Ich habe mir jetzt mal die Diskographien einiger Bands angesehen (Metallica, Rush, Kreator, Overkill, Black Sabbath...) und die einfache Formel ist: je älter die Musik, desto besser die Bewertung. Allerdings bin ich bei einigen Alben ("Hordes Of Chaos", AGALLOCHs "Marrow Of The Spirit" z.B.) doch über die sehr schwachen Werte verwundert, wo sie doch aufgenommen wurden wie anno 1985.

Ich bin wirklich froh, dass ich einfach nicht die Ohren dafür habe, das so krass wahrzunehmen. Bei einigen Alben kann ich schon feststellen, dass die Produktion unangenehm ist. Aber wenn ich mir diese Listen ansehe, kann man ja keine Alben nach 1992 mehr anhören.


Ich frag mich hier auch, ob ein hoher Dymanik-Spread überhaupt so angenehm für die Ohren ist...ein Ziel der Komprimierung ist ja gerade, "unangenehme" Frequenzen zu cutten, deshalb bin ich skeptisch, ob dies überhaupt ein valides Kriterium für Soundqualität ist.
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Re: Die Prog-Plauderecke

Beitragvon Nils Macher » Samstag 21. Juli 2012, 12:48

salisbury hat geschrieben:
Ich frag mich hier auch, ob ein hoher Dymanik-Spread überhaupt so angenehm für die Ohren ist...ein Ziel der Komprimierung ist ja gerade, "unangenehme" Frequenzen zu cutten, deshalb bin ich skeptisch, ob dies überhaupt ein valides Kriterium für Soundqualität ist.


Mit der Gleichung "Kompression = schlecht" darf man sicher nicht arbeiten ´. Gerade ein gut eingesetzter Summenkompressor macht den Sound besser. Problematisch wird es eben wenn das Ziel ein möglichst laut abgemischtes Album ist. Dass ein Metal-Album mehr Druck haben muss als ein Klassik-Release ist ja klar.

Und der Dynamikumfang entzieht sich in einigen Genres sowieso der Gültigkeit wenn ich da an Black Metal mit dem "Necro-Sound" á la frühe Darkthrone und frühe Burzum denke.
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Re: Die Prog-Plauderecke

Beitragvon enemy-of-reality » Samstag 21. Juli 2012, 15:32

Nils Macher hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:
Ich frag mich hier auch, ob ein hoher Dymanik-Spread überhaupt so angenehm für die Ohren ist...ein Ziel der Komprimierung ist ja gerade, "unangenehme" Frequenzen zu cutten, deshalb bin ich skeptisch, ob dies überhaupt ein valides Kriterium für Soundqualität ist.


Mit der Gleichung "Kompression = schlecht" darf man sicher nicht arbeiten ´. Gerade ein gut eingesetzter Summenkompressor macht den Sound besser. Problematisch wird es eben wenn das Ziel ein möglichst laut abgemischtes Album ist. Dass ein Metal-Album mehr Druck haben muss als ein Klassik-Release ist ja klar.

Und der Dynamikumfang entzieht sich in einigen Genres sowieso der Gültigkeit wenn ich da an Black Metal mit dem "Necro-Sound" á la frühe Darkthrone und frühe Burzum denke.

*Zustimm*

Zudem kommt's halt auch noch darauf an, unter welchen Umständen und mit welchem Equip man eine Scheibe hört. Mit einem guten Kopfhörer z.B. kann eine Scheibe mit viel Dynamik Spass machen, im Auto z.B. wird eher das Gegenteil der Fall sein. Deshalb muss man beim mastern einer Scheibe eben einen guten Kompromiss zwischen Dynamik und durchschnittlicher Lautstärke erzielen. Gerade im Rock/Metal-Bereich stört mich eine eher hohe Kompression daher auch nicht, solange es nicht total übertrieben ist.
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Re: Die Prog-Plauderecke

Beitragvon enemy-of-reality » Montag 23. Juli 2012, 18:11

Schöne Gruppentherapie zu EA's "Monolith"!

Aber sag mal Sali, da wir ja sowieso gerade das Thema "Sound" hier diskutiert haben, seh ich das richtig, dass du bei Monolith über den (IMO guten) Sound nörgelst, aber bei Pharaoh's "Bury The Light" der (IMO grottigen) Produktion sogar etwas positives abgewinnen kannst?
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