Ein kryptischer Titel, der den Ratefuchs in mir entfacht - bisher jedoch ziemlich erfolglos. Vielleicht kann mir bereits da jemand helfen?
Der Wichtel dieses durchaus gelungenen Samplers war mir relativ schnell klar, die Besprechung hat sich dann allerdings aufgrund gewisser Umstände (*hust* Ich hab's verbockt. *hust*) leider so stark verzögert. Nun bin ich jedoch endlich soweit. Auf geht's!
#1 - 5:33
Bevor der Song nach einer Minute überhaupt mal los geht, verteilt jemand ordentlich Schmierseife auf den Saiten. Dann gibt's allerdings einen recht gradlinigen Hard-Rock-Song auf die Ohren, der so staubtrocken ist wie... Staub? Auffällig ist, dass die aufgebaute Energie schnell wieder entzogen wird und die Ride den Song ganz dezent anführt, während die Gitarren wieder auf der Seife ausrutschen. Da baut sich zwar zum Ende hin nochmal was auf, aber insgesamt bleibt das Ding in seinen selbstgesteckten, recht engen Grenzen. Ich tippe darauf, dass der Song neueren Datums ist. Gut, aber kein Muss.
#2 - 8:12
THE DEVIL'S BLOOD? JESS AND THE ANCIENT ONES? JEX TOTH? Irgendwas in der Richtung muss das sein. Weiblicher Gesang, dazu geerdeter Rock. Die Komposition ist schön breit und wird natürlich stiltreu von der Orgel unterstützt. Der Song ist lange Zeit recht gleichbleibend, ohne langweilig zu werden. Erst kurz vor Minute sechs ändert sich das, wenn die Orgel plötzlich eine neue, interessante Marschrichtung vorgibt, welche wenig später von allen Instrumenten und noch ein wenig später auch vom Gesang sowie einem Gitarrensolo ergänzt wird. Sind hier gerade wirklich acht Minuten vergangen? Ich hab's kaum gemerkt.
#3 - 5:12
Oh man, den Song sollte man kennen. Orgel und Flöte. Und diese Melodie. JETHRO TULL? Hilfe, ich blamiere mich gerade. Irgendwas mit "Hunting..."? Vermutlich könnt ihr mit Blick auf die Spielzeit direkt lösen. Großartiger Song im Übrigen. Werde ich mir garantiert bald zulegen. Versprochen.
#4 - 4:29
MASTODON! Da bin ich mir ziemlich sicher. Das ist zumindest alles sehr charakteristisch für die Amis: düsteres Frickel-Frackel, melodischer Schreigesang und diese spezielle Atmosphäre. Zwischendurch geht's auch mal ohne Gebreake. Und zeitweise wird gar ein instrumentaler Ausflug unternommen, den ich für sich genommen direkt mit BETWEEN THE BURIED AND ME assoziieren würde. Den Song kenne ich jetzt leider nicht. Müsste demnach was älteres sein. Vielleicht verhaue ich mich aber auch komplett.
#5 - 4:38
Am Anfang denke ich mir: Juhu, Wohlfühl-Prog! Dann: Dieser Sound, der ist so markant, den kennst du! Warte mal auf den Sänger. Und dann: Scheiße, hier kommt gar kein Sänger! Dafür handelt es sich bei der Nummer aber um ein sehr nettes Prog-Instrumental. Nicht zu abgefahren, nicht zu eingängig. Schön ist vor allem der sich immer wieder durchsetzende Bass. Verdammt, an welche Band erinnert mich das? SIEGES EVEN auf "Steps"? Ne, die Platte finde ich so furchtbar, das kann eigentlich nicht sein. Aber von der Tendenz ist das vielleicht trotzdem nicht soo schlecht.
#6 - 6:11
Eine russische Dame möchte mir irgendwas vermitteln - vermutlich, dass sie mich liebt und mit nach Deutschland möchte. Dann erwarte ich wieder böses und schiefes Geriffe. Aber ganz im Gegenteil kommt poppiger, einschmeichelnder Gesang, der mit sanften Akkorden (und mal wieder Orgel) unterlegt wird. Leider kommt die Band danach nicht so Richtung in Fahrt. Der Refrain verpufft etwas (wobei der zweite Teil inkl. Lead-Gitarre schon cool ist). Und danach ist der Song weder richtig arschtretend noch richtig kitschig, dafür mit verzerrtem Gesang und Technik ziemlich künstlich. Und dadurch leider auch nicht richtig gut.
#7 - 5:54
Sobald die Akustik-Gitarre einen gerade umwickelt hat, wird einem bereits die Freude aus dem Gesicht gekeift. Black-Metal-Gekeife und Blastbeats, allerdings nur kurzzeitig. Dann gibt's kurz mal Frauenchöre. Dann Prog-Gefrickel. Dann wieder Black Metal. Hilfe, ist das Patchwork. Ach ja, Klargesang im BM-Teil gibt's auch noch. Nun Akustik-Tralala wie zu Beginn, allerdings mit schönem Gesang - man könnte hier und da fast an einen Bastard aus OPETH und ENSIFERUM denken. Aber hier wird einfach zu viel auf einmal in den Topf geworfen. Kaum eine Stelle kann sich mal richtig entfalten. Modern Folk Black Metal? Hrmpf.



