WW 2012 - 61 6E 61 6C 6F 67

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WW 2012 - 61 6E 61 6C 6F 67

Beitragvon Oliver Passgang » Donnerstag 3. Januar 2013, 23:32

Ein kryptischer Titel, der den Ratefuchs in mir entfacht - bisher jedoch ziemlich erfolglos. Vielleicht kann mir bereits da jemand helfen?

Der Wichtel dieses durchaus gelungenen Samplers war mir relativ schnell klar, die Besprechung hat sich dann allerdings aufgrund gewisser Umstände (*hust* Ich hab's verbockt. *hust*) leider so stark verzögert. Nun bin ich jedoch endlich soweit. Auf geht's!

#1 - 5:33
Bevor der Song nach einer Minute überhaupt mal los geht, verteilt jemand ordentlich Schmierseife auf den Saiten. Dann gibt's allerdings einen recht gradlinigen Hard-Rock-Song auf die Ohren, der so staubtrocken ist wie... Staub? Auffällig ist, dass die aufgebaute Energie schnell wieder entzogen wird und die Ride den Song ganz dezent anführt, während die Gitarren wieder auf der Seife ausrutschen. Da baut sich zwar zum Ende hin nochmal was auf, aber insgesamt bleibt das Ding in seinen selbstgesteckten, recht engen Grenzen. Ich tippe darauf, dass der Song neueren Datums ist. Gut, aber kein Muss.

#2 - 8:12
THE DEVIL'S BLOOD? JESS AND THE ANCIENT ONES? JEX TOTH? Irgendwas in der Richtung muss das sein. Weiblicher Gesang, dazu geerdeter Rock. Die Komposition ist schön breit und wird natürlich stiltreu von der Orgel unterstützt. Der Song ist lange Zeit recht gleichbleibend, ohne langweilig zu werden. Erst kurz vor Minute sechs ändert sich das, wenn die Orgel plötzlich eine neue, interessante Marschrichtung vorgibt, welche wenig später von allen Instrumenten und noch ein wenig später auch vom Gesang sowie einem Gitarrensolo ergänzt wird. Sind hier gerade wirklich acht Minuten vergangen? Ich hab's kaum gemerkt.

#3 - 5:12
Oh man, den Song sollte man kennen. Orgel und Flöte. Und diese Melodie. JETHRO TULL? Hilfe, ich blamiere mich gerade. Irgendwas mit "Hunting..."? Vermutlich könnt ihr mit Blick auf die Spielzeit direkt lösen. Großartiger Song im Übrigen. Werde ich mir garantiert bald zulegen. Versprochen.

#4 - 4:29
MASTODON! Da bin ich mir ziemlich sicher. Das ist zumindest alles sehr charakteristisch für die Amis: düsteres Frickel-Frackel, melodischer Schreigesang und diese spezielle Atmosphäre. Zwischendurch geht's auch mal ohne Gebreake. Und zeitweise wird gar ein instrumentaler Ausflug unternommen, den ich für sich genommen direkt mit BETWEEN THE BURIED AND ME assoziieren würde. Den Song kenne ich jetzt leider nicht. Müsste demnach was älteres sein. Vielleicht verhaue ich mich aber auch komplett.

#5 - 4:38
Am Anfang denke ich mir: Juhu, Wohlfühl-Prog! Dann: Dieser Sound, der ist so markant, den kennst du! Warte mal auf den Sänger. Und dann: Scheiße, hier kommt gar kein Sänger! Dafür handelt es sich bei der Nummer aber um ein sehr nettes Prog-Instrumental. Nicht zu abgefahren, nicht zu eingängig. Schön ist vor allem der sich immer wieder durchsetzende Bass. Verdammt, an welche Band erinnert mich das? SIEGES EVEN auf "Steps"? Ne, die Platte finde ich so furchtbar, das kann eigentlich nicht sein. Aber von der Tendenz ist das vielleicht trotzdem nicht soo schlecht.

#6 - 6:11
Eine russische Dame möchte mir irgendwas vermitteln - vermutlich, dass sie mich liebt und mit nach Deutschland möchte. Dann erwarte ich wieder böses und schiefes Geriffe. Aber ganz im Gegenteil kommt poppiger, einschmeichelnder Gesang, der mit sanften Akkorden (und mal wieder Orgel) unterlegt wird. Leider kommt die Band danach nicht so Richtung in Fahrt. Der Refrain verpufft etwas (wobei der zweite Teil inkl. Lead-Gitarre schon cool ist). Und danach ist der Song weder richtig arschtretend noch richtig kitschig, dafür mit verzerrtem Gesang und Technik ziemlich künstlich. Und dadurch leider auch nicht richtig gut.

#7 - 5:54
Sobald die Akustik-Gitarre einen gerade umwickelt hat, wird einem bereits die Freude aus dem Gesicht gekeift. Black-Metal-Gekeife und Blastbeats, allerdings nur kurzzeitig. Dann gibt's kurz mal Frauenchöre. Dann Prog-Gefrickel. Dann wieder Black Metal. Hilfe, ist das Patchwork. Ach ja, Klargesang im BM-Teil gibt's auch noch. Nun Akustik-Tralala wie zu Beginn, allerdings mit schönem Gesang - man könnte hier und da fast an einen Bastard aus OPETH und ENSIFERUM denken. Aber hier wird einfach zu viel auf einmal in den Topf geworfen. Kaum eine Stelle kann sich mal richtig entfalten. Modern Folk Black Metal? Hrmpf.
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Re: WW 2012 - 61 6E 61 6C 6F 67

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 3. Januar 2013, 23:49

Nummer 3 dürfte der beste Tull Song sein. Er heißt:'Hunting Girl'.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: WW 2012 - 61 6E 61 6C 6F 67

Beitragvon Oliver Passgang » Freitag 4. Januar 2013, 00:07

#8 - 6:16
Das ist der werte Herr ICS Vortex! Der Gesang ist dramatisch und episch wie immer, nur das drumherum verwirrt mich. Ich kann mich nicht von dem Gedanken eines Soundtracks für einen zweitklassigen Horrorstreifen lösen. DIMMU BORGIR ohne Gekeife und Geballer, aber mit der gleichen Grundstimmung. Da fehlen einfach die Eier. Hat die Frau, die manchmal noch etwas dazu säuselt, die möglicherweise geklaut? Ich kann's nicht sagen. Ist das die Solo-Scheibe? Oder BORKNAGAR? Das Lied ist irgendwie langweilig...

#9 - 6:16
Nun kommen wir wieder in rockigere Gefilde. Sehr leise produzierter 70s Rock mit leiernden Vocals (was echt nervt). Es passiert nicht viel. In der Mitte gibt's einen Haufen Geräusche, deren Herkunft mir schwer zuzuordnen fällt. Trompete? Möglicherweise. Aber das ist halt alles so eigenartig elektrisch verzerrt. Im letzten Drittel will der Bass dann wieder rocken, gelingt ihm aber nur bedingt, weil der Rest nicht einsteigt. Ich glaube, das ist genau die Art von alter Rockmusik, die mir schlichtweg nichts gibt. Sorry to say.

#10 - 4:48
Dann doch lieber dieses frickelige und quietschende Geknüppel und Gegrunze. Man merkt hier allerdings, dass die Messer sehr durchdacht gewetzt werden. Die Riffs sind und Leads sind melodisch und bissig, das Schlagzeug vertrackt, aber nachvollziehbar. Auch hier hört man den Bass durch ganz eigene Linien deutlich heraus. Der Track bricht dann auch schnell mal aus dem 08/15-Schema aus und will mit Atmosphäre und sogar einem Solo überzeugen. Kann einiges, der Song!

#11 - 3:22
Hier wird wesentlich eigener nach vorne gegangen. Modernes Geballer zu Beginn. Dann ordentlich Double-Bass. Und dann eigenartiger Klargesang, der allerdings von Hintergrundgekeife nach und nach übertönt wird - gut so. Oder auch nicht. Diese Vocals sind echt nervtötend, wobei es im Refrain einigermaßen geht. Mir kommt FEAR FACTORY in den Sinn. Das war's dann aber auch schon.

#12 - 4:09
Yeah, zum Glück erkenne ich mal wieder was! Das sind MAYHEM mit irgendwas von "Grand Declaration Of War". Sehr spannende Nummer, die ich mir früher oder später auch zulegen werde. Vielleicht aber auch ausnahmsweise mal als mp3-Album, weil ich das Artwork so traurig finde... Am Anfang wird übrigens viel "gerappt", falls das hier irgendwem bei der Lösung dient.

#13 - 2:29
Die mit einigem Abstand kürzeste Nummer des Samplers bietet simplen, aber schönen Death Metal, der aber doch irgendwie sehr thrashig daher kommt. Es wird auch mit zwei Stimmen (Growls und Dani-Filth-ähnliche Screams) gearbeitet. Klingt modern, klingt gut. Haut mich aber nicht komplett um.

#14 - 5:41
Das Finale ist wieder von irgendeiner Sorte extremen Metals geprägt, die ich schwer einordnen kann. Könnte man Black Metal nennen, aber mir ist dieser Fingerschnipp-Beat zuwider. Der ist echt auffällig und kommt verdammt oft. Nur selten geht's in Standard-Rhythmen voran. Den orientalischen Melodieausflug hat sicherlich auch nicht jede BM-Band. Aber dieses rhythmische Motiv... woah! Das macht einen ja bescheuert! Und das ist so gar nicht Metal! Und dadurch ist das eigentlich schon wieder so sehr Metal! Ich kann dazu allerdings gut einen Hüftschwung vollziehen - und das darf irgendwie nicht sein. :grins:


Vielen Dank Feamorn für diesen sehr interessanten Sampler! Ich bin wirklich gespannt, welche Band hinter dem ein oder anderen Song steckte. :)
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Re: WW 2012 - 61 6E 61 6C 6F 67

Beitragvon Feamorn » Freitag 4. Januar 2013, 00:23

Gern geschehen. :)

Ich halte mich mit Tipps mal noch zurück. Nur soviel, die genannten Bands zu den Songs 2, 4, 5, 11 sind es alle jeweils nicht. ;)
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Re: WW 2012 - 61 6E 61 6C 6F 67

Beitragvon Oliver Passgang » Freitag 4. Januar 2013, 00:25

Bei 2, 5 und 11 waren das ja auch nur Assoziationen und keine wirklichen Tipps, aber dass die 4 nicht MASTODON ist... WTF?!
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Re: WW 2012 - 61 6E 61 6C 6F 67

Beitragvon Feamorn » Freitag 4. Januar 2013, 00:29

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so genau, wie Mastodon klingen. VIelleicht sollte ich das doch mal ändern. Die gehörte Band ist mir ursprünglich sprichwörtlich ins Auge gesprungen, hat mir die Tür einen Spalt zu einem für mich neuen Stil geöffnet.
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Re: WW 2012 - 61 6E 61 6C 6F 67

Beitragvon Peter Kubaschk » Freitag 4. Januar 2013, 01:13

Das wäre dann wohl BARONESS.
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Re: WW 2012 - 61 6E 61 6C 6F 67

Beitragvon Oliver Passgang » Freitag 4. Januar 2013, 01:25

Tatsache: BARONESS - 'Wanderlust'

War es nun so falsch, dass ich das mit MASTODON verwechselt habe? :hmmm:
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Re: WW 2012 - 61 6E 61 6C 6F 67

Beitragvon Mr. Know-It-All » Freitag 4. Januar 2013, 04:09

"ANALOG" dürfte der Titel deines Samplers sein.
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Re: WW 2012 - 61 6E 61 6C 6F 67

Beitragvon Peter Kubaschk » Freitag 4. Januar 2013, 08:03

Oliver Passgang hat geschrieben:Tatsache: BARONESS - 'Wanderlust'

War es nun so falsch, dass ich das mit MASTODON verwechselt habe? :hmmm:


Nö. Die Schublade ist (oder war) zumindest mal ähnlich.
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