Querbeet durch 2012

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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon enemy-of-reality » Montag 21. Januar 2013, 02:43

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DEVIN TOWNSEND PROJECT - Epicloud / Epiclouder

Eine jener Scheiben, auf die ich micht ganz besonders gefreut habe. Und ich müsste lügen, würd ich sagen, dass ich nicht enttäuscht bin. Nein, schlecht ist sie natürlich nicht. Devin hat noch nie ein schlechtes Album abgeliefert und wird das vermutlich auch nie tun. Aber von einem Musiker wie Devin, den ich in gewisser Weise tatsächlich für ein Genie halte, erwarte ich einfach mehr. Viel mehr. Fakt ist natürlich, dass der Devin von heute nicht der selbe ist, der er vor Jahren mal war. Dass seine Musik früher durch Drogen und seine psychische Erkrankung beeinflusst war, ist kein Geheimnis. Der Mad Professor ist Geschichte, auch wenn er ab und zu noch ein wenig durchschimmert. Das alles ist mir natürlich klar (und selbstverständlich gönne ich dem Mann ein glückliches und zufriedenes Leben), aber dennoch finde ich "Epicloud" seltsam oberflächlich und gewöhnlich. Bezeichnend auch, dass mir die Bonusscheibe "Epiclouder" deutlich besser gefällt, als das eigentliche Album. Mit den alten Zeiten hat die zwar auch nix zu tun, wirkt aber spontaner, relaxter und für mich auch stringenter und ist zudem noch angenehmer produziert als das etwas zu glatt poliert wirkende Hauptwerk.
Letzlich wird mir bei Mr. Townsend wohl immer und ewig meine eigene Erwartungshaltung im Weg stehen. Aber der alte Devin ist eben Geschichte und ein "Terria2" wird es leider nie geben. Die Enttäuschung über das neue Werk bleibt dennoch, aber die Bonusscheibe versöhnt dann zum Glück zumindest ein wenig



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MANOWAR - The Lord Of Steel

Zuerst mal, nein, ich hab die Scheibe nicht gekauft. Aber mehrfach gehört, sowohl in der Metal Hammer- als auch in der Retail-Version. Mehrfach deshalb, weil ich meinen ersten Eindruck einfach nicht wahr haben wollte. Doch leider hat sich daran nichts mehr geändert.
Manowar waren immer etwas besonderes für mich. "Manowar", das stand (und steht) für mich immer für epische Songs über germanische Krieger in einem düsteren Zeitalter, die zu Odin beten, sich auf Valhalla freuen, die hailen and killen und ihr Schwert stets so feucht halten wie eine junge Frau in ihrer Blüte. DAS war es immer, was Manowar für mich ausgemacht hat. Das letzte Album bot genau das und war für mich daher, trotz aller spiel- und produktionstechnischer Mängel, ein Schritt in die richtige Richtung. Und die neue Scheibe ist leider das genaue Gegenteil. Hier gibt es nichts von dem, was Manowar für mich ausmacht. Stattdessen bis auf zwei Ausnahmen 08/15 Metal-Songs, die so beliebig sind, dass sie auch von tausenden anderer Gruppen stammen könnten. Die einzigen Tracks, die mich zumindest ansatzweise ansprechen, sind "Touch The Sky" und "Blacklist", wobei letzterer lustigerweise für eine Band, die sich immer wieder auf den "wahren Stahl" beruft, irgendwie verdammt modern klingt.
Fazit: Für mich leider DIE Enttäuschung des Jahres.
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon ishina » Montag 21. Januar 2013, 15:46

Deine Meinung zu THRESHOLD und DEVIN TOWNSEND PROJECT kann ich teilen.

Ich hatte bei den Alben beider Gruppen eine Hochphase, die nie wieder zurückgekehrt ist. Heute reizt mich die Musik nicht mehr.

DEVIN TOWNSEND ist die größere Enttäuschung von beiden, wenngleich er das perfekte Album veröffentlicht hat, das er zum jetztigen Zeitpunkt veröffentlichen musste.
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon enemy-of-reality » Montag 21. Januar 2013, 20:42

Für mich gibt's bei Devin grob 2 Phasen:

Ocean Machine bis incl. Ziltoid >> Old Devy :)
ab Ki >> New Devy :-S

ishina hat geschrieben:Ich hatte bei den Alben beider Gruppen eine Hochphase, die nie wieder zurückgekehrt ist. Heute reizt mich die Musik nicht mehr.

Die älteren Alben auch nicht mehr oder nur das neuere Zeugs nicht?
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon ishina » Dienstag 22. Januar 2013, 14:46

Old Devin, wie du ihn nennst, weiß ich zu schätzen. Meine Allzeit-Favoriten werden bleiben: Ocean Machine, Terria und (mit Abstrichen) Ziltoid.
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon ishina » Dienstag 22. Januar 2013, 14:48

Beiträge scheinen sich in diesem Forum nicht editieren zu lassen.

Zu Threshold: Auch Threshold hat viele Klassiker. Wounded Land eher aus historischen Gründen, Hypothetical und Subsurface aus musikalischen.
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon enemy-of-reality » Mittwoch 23. Januar 2013, 00:42

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KATATONIA - Dead End Kings

Bei der Scheibe ging's mir wieder genauso wie beim Vorgänger - sie hat einfach ewig gebraucht, um mal zu zünden. Keine Ahnung, warum Katatonia-Alben bei mir immer gar so lange brauchen, vielleicht liegt's ja daran, dass die Mucke so völlig unspektakulär daher kommt. Aber egal, wenn sie mal zünden - und irgendwann tun sie das ja - dann gleich gewaltig. "Dead End Kings" dürfte mein meistgehörtes Album 2012 sein und es ist ohne Zweifel auch eines der stärksten des Jahres. Die Platte gefällt mir auch noch mal 'ne ganze Ecke besser als der ebenfalls tolle Vorgänger. Ich sag's mal so: Viel besser kann man diese Art Musik eigentlich nicht mehr machen. Ich lasse mich aber gerne von der nächsten Scheibe der Truppe eines besseren belehren.



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ANTIMATTER - Fear Of A Unique Identity

Auch eine der grossen Überraschungen des Jahres. Ich kannte die Band eigentlich überhaupt nicht, bis ich vor kurzem ein sehr positives Review im Eclipsed gelesen hatte. Kurz darauf hab ich die Scheibe beim stöbern für €9.99 endeckt und spontan mitgenommen. Hier möchte ich dann auch gleich mal die Preispolitik von Prophecy loben, die anscheinend alle ihre CD's so günstig anbieten. Da greift man einfach viel schneller mal zu, bei den üblichen Preisen hätte ich das Album wohl nicht gekauft. Was schade gewesen wäre, denn dann wäre mir ein verdammt starkes Stück Musik entgangen. Düsterer Artrock vom feinsten, Katatonia oder einer dunkleren Ausgabe von Anathema nicht unähnlich. Grosse Melodien, starker Gesang, viel Atmosphäre und ein durchaus interessant wirkendes textliches Konzept mit dem ich mich aber erst noch genauer auseinandersetzen muss.
Und wieder eine Band mehr, die in Zukunft wohl fix auf dem Einkaufszettel stehen wird. Danke Eclipsed, danke Prophecy!
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon Havoc » Mittwoch 23. Januar 2013, 22:09

"Epicloud"...finde ich denke ich schon etwas stärker als du, aber der echte Burner ist das tatsächlich nicht. Hatte mir da auch noch was mehr erhofft muss ich sagen.

"The Lord Of Steel"...ist ganz gut. Ich finde aber auch, dass das Album von vielen Leuten doch arg überschätzt wird. Ich habe auch noch nicht verstanden wieso "Touch The Sky" der Superübersong sein soll.

"Dead End Kings"...hat ja dann wohl doch noch extrem gezündet bei Dir. Cool! Ich finde das Album auch immer noch total phantastisch. Und eigentlich war das vielleicht doch mein Album des Jahres. Naja. Das ist aber auch immer sehr stimmungsabhängig. Besser als "Night Is The New Day" finde ich es aber trotz der 10,0 nicht. Würde sagen auf Augenhöhe....Doppelgold halt.

"Fear Of A Unique Identity"...lief noch nicht. Habe ich erst brandneu. Aber ich hatte genau die selben Gedanken wie du. Der Preis hat mich letzten Endes das Album kaufen lassen. Und die Hörproben haben mir natürlich schon mal zugesagt. Hierzu später dann mehr.
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 23. Januar 2013, 23:11

Havoc hat geschrieben:Ich habe auch noch nicht verstanden wieso "Touch The Sky" der Superübersong sein soll.


Der Refrain, der grandiose Gesang, dazu kommt der Song so toll auf den Punkt, er hätte nicht ausladender sein dürfen, dann würde er an Reiz verlieren. In diesem leicht kommerziellen, aber auch hymnischen Metal kann ich mir kaum einen besseren Song vorstellen (außer einigen mittelalten Manowar und ganz alten Hammerfall Songs).
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 24. Januar 2013, 00:04

Havoc hat geschrieben:"The Lord Of Steel"...ist ganz gut. Ich finde aber auch, dass das Album von vielen Leuten doch arg überschätzt wird. Ich habe auch noch nicht verstanden wieso "Touch The Sky" der Superübersong sein soll.

Aber dann von mindestens zwanzig mal so vielen auch "unterschätzt", wenn man sich z.B. die Wertungen bei Musiksammler oder Metal-Archives so anschaut.
;-)
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon ishina » Donnerstag 24. Januar 2013, 12:26

Ich finde KATATONIAs aktuelles Album nur momenteweise sensationell.

Für mein Empfinden hat es unsägliche Längen.

Die besten Freunde Jonas Renske und Mikael Akerfeldt haben sich musikalisch verschieden entwickelt. Im Vergleich zu Akerfeldts Entwicklung finde ich, dass KATATONIA stehen geblieben sind.
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