Musikalische Erkenntnis des Tages

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Freitag 4. Juli 2014, 00:57

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Okkultismus
*brabbel* They are seven... seven are they... */brabbel*
...uuuuups, das war jetzt ja schnöder Rock und garkein rüschtüschr MÄDTTAHHHRRRRLL!!!!!!!!!!
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 4. Juli 2014, 01:06

Eike hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Okkultismus
*brabbel* They are seven... seven are they... */brabbel*
...uuuuups, das war jetzt ja schnöder Rock und garkein rüschtüschr MÄDTTAHHHRRRRLL!!!!!!!!!!

Dammit! Die fehlt mir ja auch noch. Muss ich mir mal noch kaufen. Ja. Das ist toll.

Manchmal (nein: oft!) denke ich, dass es in sehr vielen Fällen schon auch der konzeptionelle Ansatz ist, der eine Art des Musizierens mit sich bringt, die bei mir offene Türen einrennt. Es ist wirklich frappierend oft so, dass Bands, die sich inhaltlich mit "meinen Themen" befassen auch musikalisch auf meiner Wellenlänge funken, und zwar fast unabhängig von Genre, das bedient wird.

Müsste man mal analysieren. Aber ich beobachte das sehr oft bei mir, gerade auch im transmetallischen Bereich, dass Bands die sich sehr ernsthaft und manchmal auch ideologisch mit etwas abseitigen Themen befassen, mich auf eine sehr seltsame Weise erreichen, obwohl sie in Sachen Genre gar nicht so 100% mein Ding sind.

Gerade Bands, die zu 100% ein Image, eine Rolle, ein Konzept, eine Legende erschaffen und diese stringent durchziehen, rennen bei mir oft offene Türen ein. Ich liebe diese "Die Band als Gesamtkunstwerk"-Geschichte, und Bands, die über Parties, Drogen, Beziehungen, das harte Arbeitsleben, Globalisierung und Umweltschutz singen, machen das meistens irgendwie weniger stringent als Bands, die über Religionen, Mythen, Kriege und den Teufel singen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Freitag 4. Juli 2014, 01:15

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Aber ich beobachte das sehr oft bei mir, gerade auch im transmetallischen Bereich, dass Bands die sich sehr ernsthaft und manchmal auch ideologisch mit etwas abseitigen Themen befassen, mich auf eine sehr seltsame Weise erreichen, obwohl sie in Sachen Genre gar nicht so 100% mein Ding sind.

Gerade Bands, die zu 100% ein Image, eine Rolle, ein Konzept, eine Legende erschaffen und diese stringent durchziehen, rennen bei mir oft offene Türen ein. Ich liebe diese "Die Band als Gesamtkunstwerk"-Geschichte, und Bands, die über Parties, Drogen, Beziehungen, das harte Arbeitsleben, Globalisierung und Umweltschutz singen, machen das meistens irgendwie weniger stringent als Bands, die über Religionen, Mythen, Kriege und den Teufel singen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 4. Juli 2014, 01:23

Jo, genau mit der Antwort habe ich gerechnet. WU-TANG CLAN oder auch CYPRESS HILL sind da durchaus auch Beispiele für genau das, was ich meine. Wenn ich mich jemals Hip-Hop-Klängen nähern wollte, dann sicher über so etwas. Das hat Charme, das hat eine Ikonographie und inszeniert sich kultisch. So etwas mag ich, auch wenn es meinen Hörgewohnheiten nicht entspricht.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 4. Juli 2014, 01:24

Und es ist "epischer" Hip-Hop.
:grins:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Freitag 4. Juli 2014, 01:27

Bei CYPRESS HILL gibt es schon solche ikonischen Songs, und die haben auch teils echt mystische Artworks, aber so wirklich konsequent sind die da nicht. Beim WU-TANG CLAN bin ich jetzt nicht so wirklich informiert, aber auf dem "36 Chambers"-Album haben die in Sachen Soundästhetik und zugehörigen Videoclips dieses Martial-Arts-Exploitation-Thema als roten Faden strikt durchgezogen, außerdem sind Beats und Flow sowas von roh und schon nach ein, zwei Takten sofort erkennbar (ohne dass ein Song wie der andere klänge), dass ich die für mich unter MOTÖRHEAD des Rap verbuche.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Freitag 4. Juli 2014, 01:33

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Und es ist "epischer" Hip-Hop.
:grins:

Hm... :-S

Ich glaube zu wissen, was Du meinst, rein vom Klang her.

Aber "epischer" Hip-Hop ist für mich solcher, der eine Geschichte erzählt, wo im besten Falle die Beats die Atmosphäre des Texts aufgreifen (cinematisch), transportieren, unterstützen..., wo auf jeden Fall aber man in den Sog der Erzählung gerät, nicht nur wegen des Flows.

Sowas hier:

IMMORTAL TECHNIQUE - 'Dance With The Devil'

Das ist 'ne ultrabrutale Tragödie in Versform, musikalisch eher monoton und beiläufig, ohne "epischen" Sound.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Freitag 4. Juli 2014, 09:41

Man könnte sich mit jedem Forumsbesuch mindestens drei neue CDs kaufen. Schlimm ist das.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Klaus » Freitag 4. Juli 2014, 16:07

Zum Thema "Extreme Musik" hat Greg Mackintosh (Paradise Lost, Vallenfyre) im Rock Hard Interview gesagt: "Extreme Musik ist in den nuller Jahren vom Weg abgekommen, wurde zu poliert, clean, editiert und clicky. Die Leute haben vergessen, wie man Songs schreibt und ein gewisses Feeling transportiert." Da ist was dran...
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 4. Juli 2014, 16:13

Definitiv. Für mich ist eine gewisse "Songorientiertheit" auch im extremen Metal sehr essentiell.
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