Die "
In Times" lief nun schon etliche Male rund und das Ding hat sich schon enorm in meine Birne gefräst. Und bisher bin ich wirklich schwer begeistert von dem was mir da zu Ohren kommt. Und zwar direkt vom ersten Durchgang an, auch wenn ich nicht sofort alles verstanden habe. Der erste Hit der einem sofort auffällt ist ganz eindeutig "Building With Fire".
Wow! Bin aber mal gespannt ob der auch nach weiteren Umdrehungen weiterhin so toll bleibt. Aktuell ist nämlich sogar eher das teils an Vertebrae erinnernde "Nauthir Bleeding" mein Favorit.
Aber einzelne Songs hier rauszunehmen ist eh Unsinn. Alle sechs Songs bewegen sich auf einem schwindelerregend hohen Niveau mit mehreren magischen Momenten. Wie etwa der Beginn mit Akustikgitarren von "One Thousand Years Of Rain", "In Times" ab Zeitindex 6:20 oder auch der ruhige Mittelteil von "Daylight". Meine Fresse!! Der Opener "Thurisaz Dreaming" ist wohl der unscheinbarste, härteste aber auch typischste Enslaved Song. Auch irgendwie toll.
Das Songwriting hat schon mal einen Oscar verdient. Verdammt ist das geil. Ich finde es aber noch etwas schwierig das Album einzusortieren bzw. zu beschreiben. Vieles klingt etwas nach "Ruun", manches nach "Vertebrae", einige kurze Passagen auch nach den alten Alben. Und dennoch wirkt alles frisch und wirkt überhaupt nicht wie eine Kopie des eigenen Schaffens.
Es ist kein einfaches Album. Aber es ist auch bei weitem nicht so proggig entrückt wie der Vorgänger "Riitiir".
Also wenn sich mein Ersteindruck in den kommenden Wochen weiter bestätigt, dann habe ich einen ersten heißen Anwärter auf das Album des Jahres 2015.
Jetzt bin ich mal sehr gespannt auf eure Noten und Meinungen im Soundcheck.
