Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Loenz » Freitag 27. August 2010, 12:12

Alleine für Carla Kihlstedt könnte man schon fast eine eigene Top 20 aufmachen mit all ihren Bands und Projekten *g*. Achso Jesus, dann sagt dir sicher auch Carla Bozulich was ne?
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Jesus » Freitag 27. August 2010, 13:38

Nicht wirklich. Also gehört habe ich den Namen mal, aber da hört's auch auf. Trotz des Nicks kann ich auch nicht alles kennen.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Loenz » Freitag 27. August 2010, 14:28

Ah ist auch bei Book of Knots als Gastsängerin dabei, ansonsten halt noch ihre Band Evangelista mit diversen Mitgliedern von Godspeed You Black Emperor und früher halt bei Eathyl Meatplow, einer ziemlich abgedrehten Crossover Band.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 29. August 2010, 14:34

Eike hat geschrieben:
92.

SUEDE "Dog Man Star"


Heute wird es wieder britisch, genauer gesagt: brit-poppig. SUEDE hat mit dem schwelgerischen, opulenten, melancholischen "Dog Man Star" ein formvollendetes Werk zwischen Pop und Rock abgeliefert, bei dem jeder Song für sich schon eine Art Erzählung in Musik ist, die sich dann auf Albumlänge einfügt in eine noch längere Tondichtung. Alles irgendwie hymnisch, obwohl unterschwellig düster. Alles fließt grandios ineinander. Perfekt zum Durchhören. Man lausche 'We Are The Pigs' und 'Heroine'.


Da hatte ich mehr Oasis-Tendenz befürchtet, sorry. Das kann ich mir anhören, ohne dass es mich aber völlig begeistert. Der Gesang hat eine sehr angenehme Farbe. Da waren meine Assoziationen und Erwartungen jetzt anders. Danke für die Aufklärung.

Eike hat geschrieben:
91.

BOHREN & DER CLUB OF GORE "Black Earth"


Und jetzt auf nach Mühlheim an der Ruhr! Da kommen BOHREN & DER CLUB OF GORE her und machen Musik wie ein Soundtrack der Nacht. Laaaaaaaangsaaaam. Und duuuunkel. Und hervorragend als Tonbegleitung zum Stummfilmklassiker "Nosferatu". Müsst Ihr mal ausprobieren... Vorerst die Hörproben: Midnight Black Earth' & 'Grave Wisdom'. Entschleunigung ist das Wort der Stunde...


Da wollte ich immer schon einmal reinhören. Oha, das ist in der Tat sehr düster. Dabei aber sehr gut gemacht. Klingt nullstens aufgesetzt und versteht mich schnell zu faszinieren. Da werde ich mal ein Augen drauf werfen.


Eike hat geschrieben:90.

LENNY KRAVITZ "Let Love Rule"



Der Lenny war mal einer von den Guten. Ein etwas altmodischer, dabei aber keineswegs epigonenhafter Typ, der erdigen Rock mit viel Soul und ein wenig Funk produzierte und dabei den Flair von gelebtem Hippietum in die '90er hievte. Okay, so richtig hippiemäßig klang eigentlich nur das Debut aus dem Jahre 1989, aber auch bis in die Neunziger hinein lieferte der Herr gute Rockalben ab. Dann kam mit dem fünften Album der Anfang vom Ende. Elektronische Experimente leiteten ein Abdriften in die Richtung von Pop und Beliebigkeitsaltherrenrock ein, das miterleben zu müssen ziemlich traurig war und mir im Nachhinein sogar ein wenig die Freude an den Frühwerken vergällte. Eigentlich zu Unrecht, denn Stücke wie 'I Build This Garden For Us' und 'Empty Hands' haben mit ihrem leicht schwurbeligen Hammondsound, den schwummrigen Röhrenverstärkersounds und der intensiven Stimme von Lenny auch zwanzig Jahre später kaum an Charme verloren. Und für die Christen unter Euch müssten die spirituellen Love, Peace & Harmony-Texte doch auch passen - oder entrüstet sich heutzutage ernsthaft noch wer über die Gottlosigkeit nackter Männeroberkörper, Dreitagebärte und Dreadlocks? Eben!


Kennt man, mag man, kaufe ich aber nicht :grins:

Eike hat geschrieben:89.

CRIPPLED BLACK PHOENIX "A Love Of Shared Disasters"



Wem das noch nicht ruhig genug ist, der kann dann beim schwarzen Feuervogel fündig werden. Als >>End-Time Ballads<< bezeichnete die Band ihren Sound. Ein wenig verschroben zwar, aber nicht allzu kauzig klingen die meist ausgedehnten Stücke realiter: getragen aber nicht übermäßig feierlich, moderat duster aber nicht sinister, melancholisch aber handfest, seltsam aber nicht schräg; für Doom nicht heavy genug, für Pop zu düster, für Rock zu folksig und für Folk viel zu modern. Post-Rock ist die Schublade, die übrig bleibt. Darin finden sich dann Tracks wie der Anspieltipp 'Sharks & Storms / Blizzard Of Horned Cats'.

Das war jetzt auch nicht meins.

.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Eike » Montag 30. August 2010, 12:36

Remix oder Reload? - Reload! Keine längere Pause für Frank Jaeger!



88.

SIMON AND GARFUNKEL "Parsley, Sage, Rosemary And Thyme"

Songwriter / Modern Folk

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Mein liebstes Album von SIMON AND GARFUNKEL ist "Parsley, Sage, Rosemary And Thyme". Zerbrechliche Songs mit poetischen Texten, filigranen Melodien, zartem Gitarrenspiel und wunderschönem Gesang in der Tradition von Folksongs und doch als Kunstlieder erkennbar, hier haben sie alle eins gemeinsam: Das Momentane spielt in dieser flüchtigen, kaum fassbaren Musik die Hauptrolle. Jedes kleine und wunderbar glitzernde Detail fügt sich vollendet ein und verfliegt sogleich, während das Lied einfach weiterplätschert. 'Patterns', 'Cloudy', 'Homeward Bound', 'A Poem On The Underground Wall' und das durch sein langes Sprachsample gespenstisch wirkende '7 O'Clock News/Silent Night' zählen zu den besten Songs des Duos. Die übrigen Songs stehen ihnen kaum nach.


87.

TOM WAITS "The Black Rider"

Songwriter / Musical / Dark Cabaret / Schräges

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>>Come along vith thee bläck ridah! Ve'll haff a gay ohld time!<< - Wenn TOM WAITS sich den Freischütz vorknöpft, noch dazu für ein Robert-Wilson-Stück, und dazu noch mit dem real life Freischütz (erschoss auf einer Party beim Wilhelm-Tell-Spiel seine Frau) und Drogen-Veteran William S. Burroughs, dann kann dabei nur Großes herauskommen - un Kaputtes natürlich. "The Black Rider" ist das kaputteste Album des Kaputtnikkönigs. Das gemeinsam erarbeitete Stück habe ich noch nicht gesehen, würde ich aber unheimlich gerne mal. Meine Anspieltipps sind das tieftraurige (und dafür nicht ganz so kaputte) 'November' sowie der leicht angeschrägte Titelsong. Der Rest ist einfach zu abgedreht, um ihn aus dem Kontext zu reißen.


86.

ANTIMATTER "Leaving Eden"

Melancholic Rock / Doom light / Songwriter

Bild

Für ANTIMATTER fehlen mir die passenden Worte. "Leaving Eden" ist wunderschön. Glaubt es mir einfach, oder verpasst etwas Perfektes. 'Conspire' und 'Fighting For A Lost Cause' seien meine Zeugen.


85.

TOOL "10,000 Days"

Psychedelic Metal / Progressive Rock

Bild

Von der Redaktion zum drittliebsten Album des Jahres 2006 gewählt, glänzt das Werk mit Stücken wie 'Vicarious' (mit Video!), 'The Pot' & 'Rosetta Stoned'. Das Für und das Wider von TOOL im Allgemeinen und "10,000 Days" im Besonderen mögen andere ausdiskutieren - ich genieße...
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon frankjaeger » Montag 30. August 2010, 12:51

Interessant. Okay, SIMON & GARFUNKEL sind nicht so meins, TOM WAITS auch nicht. Bei ANTIMATTER bin ich noch nicht sicher, ich habe die "Lights Out" und bin ziemlich gelangweilt. TOOL hab ich auch, finde ich okay, aber auch da kann ich nicht euphorisch werden. Klingt zu verkopft.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Jhonny » Montag 30. August 2010, 13:56

Simon & Garfunkel fand ich schon immer sehr cool

Tom Waits habs noch mal versucht... sorry... aber das berührt mich null.

Antimatter dagegen haben durchaus ihren Reiz. Ist für mich nicht unbedingt was perfektes, aber definitiv sehr schön gemacht.

Tool da kennt man meine Einstellung - coole Prog Rock Band, aus meiner Sicht nur ein bisserl überbewertet.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Regina Löwenstein » Montag 30. August 2010, 14:19

Je mehr ich Tool höre, desto weniger kann ich nachvollziehen, weshalb sie von vielen (nicht hier, auch generell meiner Erfahrung zufolge) als "zu verkopft" bezeichnet werden. Vielleicht liegt es an der Eingewöhnung, aber ich finde Tool schon sehr eingängig, da ihre Musik trotz einiger Spielereien relativ minimalistisch klingt.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Jesus » Montag 30. August 2010, 15:06

SIMON & GARFUNKEL: Wenn ich unschrägen Folk hören will, dann lieber mit säuselnden Sangesfeen statt rothaarigen Juden ;)

TOM WAITS: Bild

ANTIMATTER: Das gefällt. Sehr hübsch. Hat mir schon auf dem Wichtelsampler gefallen.

TOOL: Ihre schwächste Scheibe, aber immer noch hörenswert.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon firestarter » Montag 30. August 2010, 17:44

TOM WAITS = gooseflesh

Der Rest, besonders das Werkzeug, gibt mir nüscht.
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