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von Dr. Stein » Freitag 8. April 2011, 23:41
Type 0 waren für mich auch so ein bisschen was einzigartiges - zumindest bis zur "Bloody Kisses". Was dannach kam, mochte ich auch nicht mehr so wirklich... War aber bei fast allen Bands aus der Zeit und aus der Richtung NY/HC(darf man Type 0 ausnahmsweise dazuzählen?) so. VOR "Bloody Kisses" waren Type0 die "extrem tief gestimmten, laaangsamen Gitarren und provokante Lyrics" - mit Bloody Kisses hat man dann wohl das Optimum der breiten Masse erreicht und was dannach kam, war alles etwas zu "geschliffen" und "normal". Da kamen keine Klassiker mehr wie "the misinterpretation of silence and its desastrous consequences" oder so... ^^ Ich habe Type0 live auf dem 10jährigen Dynamo-Festival Anno 1995 gesehen - und das war m.E. ein gigantischer Auftritt. Da hat alles gepasst: Den ganzen Tag schönes Wetter damals und als Type0 auf die Bühne kamen, hat es zu regnen angefangen...  R.I.P. Peter - warst ein Guter! Grüßle, Marc
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von Rüdiger Stehle » Samstag 9. April 2011, 02:44
Ich konnte Type O leider nie live sehen. Hätte mich echt interessiert, auch wenn ich nie ein allzu großer Fan der Band war. War schon ein echtes Original, die Truppe.
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von nattlig_resa » Freitag 15. April 2011, 20:45
Habe Type o Negative im Dez. '96 in Lichtenfels gesehen; Spielzeit 'ne gute Stunde; Josh Silver den ganzen Auftritt über mit Rücken zum Publikum; Pete eher gelangweilt u. lustlos - war anscheinend nur einer von vielen Gigs für ihn, obwohl sie damals im Zenit ihrer Popularität standen. Hab's zwar nicht bereut, dass ich dort war, aber begeistert haben die mich live definitiv nicht.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 31. August 2014, 00:30
Von Type O habe ich tatsächlich nur eine Scheibe, und zwar die "World Coming Down". Die anderen Sachen kenne ich natürlich, habe sie aber nie billig genug gesehen, um zuzuschlagen. Und die Pappschuber-Boxen mag ich halt einfach nicht. Zumal die aus dem Hause Roadrunner auch deutlich teurer sind, als die üblichen mit Rainbow, Loudness, Scorpions, Molly Hatchet usw...
Dennoch, ich mag Type O irgendwie schon. Vor allem das Debüt ist der Hammer und hat noch sehr deutliche Carnivore, jo, und sogar Venom-Einflüsse, wie ich finde. Danach wird's halt sehr gruftig, aber die Stimme von Mr. "Fastnamensvetter" Steele ist halt schon ein fabelhaftes Alleinstellungsmerkmal, was ich ja immer sehr gerne habe, wenn eine Band mit solch einem Sänger gesegnet ist. Außerdem hat's ja (nicht nur) auf "Bloody Kisses" schon einen ganzen Stall voll Highlights.
Jo, da muss ich wohl mal nachlegen.
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von Havoc » Sonntag 31. August 2014, 12:16
Ich empfehle Dir die "October Rust"....wohl mein heimliches Lieblingsalbum der Band. Wunderbares Teil.
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von Holger Andrae » Sonntag 31. August 2014, 13:17
Ich fand Carnivore ursptünglich cool. Das war brutal, urwüchsig und unbarmherzig. Als dann die völlig überzogenen Politikthemen auf den Tisch kamen - und extrem links gedreht war - konnte ich mit das nicht mehr geben. Da wurde so viel Schwachsinn gesabbelt, den konnte ich auch mit der schweren Kindheit und Herkunft (Bronx) nicht akzeptieren.
Als dann aus Carnivore quasi Type O wurde und Peter Stahl jede Option der Vermarktung nutzte, sich in Rampenlicht zu rücken, war ich nur noch irritiert, wieso ein musikalisch derartig belanglose Band so viel Beachtung finden konnte. Ich habe es wirklich versucht, aber mir gefällt von denen tatsächlich GAR NICHTS. Den Gesang finde ich bei Carnivore toll, bei Type O nicht. Der thermonukleare Krieger im schwarzen Samtkostüm. Und er er philosiphiert über Untermenschen. Ganz bewusst, wie er in einem Interview zugibt .. "hätte ich sonst so viel Aufmerksamkeit bekommen?" ...
Heute sehe ich das alles etwas entspannter und kann mir carnivore ab und an ganz gut geben. Aber Type O ist genau die Art von 90er Metal, die ich total abscheulich finde. Das ist in meinen Ohren tumb, hüftsteiff, mollig, plumb, träge und bieder.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Eike » Sonntag 31. August 2014, 14:25
Havoc hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Die Hyperie um Type O Negative habe ich auch nie verstanden.
Ich schon. Was für eine megaeigenständige Band.
Ob der Begriff "megaeigenständig" hier wirklich angemessen ist? Ich weiß nicht... Für mich war das eigentlich immer mehr 'ne etwas eigenwilligere Mischung aus bis dato altbekannten Stilen als tatsächlich 'ne innovative, treibende Kraft. Aber irgendwie hat die Mucke schon 'ne gewisse Markanz. Tatsächlich ist das ein bisschen Gothic Rock, ein wenig Hi-Octane-Rock, hier bissel reingedoomt, da bissel zugethrasht, letzteres beides eher auf Sparflamme, im Klangbild insgesamt eher karg und drahtig und schrammelig als opulent und muskelstrotzend und geleckt gehalten, stets unsperrig komponiert, dabei nie aalglatt produziert, dazu dann noch etwas Sex, S/M, Sezession von gesellschaftlichen Normen, fertig ist der selbststilisierte Outsiderrock mit Düsterimage und bei prinzipieller Offenheit für den subkulturellen Mainstream der jeweiligen Szenen, deren Schnittmenge hier bedient wird. Das klang zwar dann nicht übel, war aber auch nicht wirklich neu. Havoc hat geschrieben:Eike hat geschrieben:Aber irgendwie hat die Mucke schon 'ne gewisse Markanz.
Die Stimme von Pete Steele (R.I.P!) ist hierfür natürlich hauptsächlich verantwortlich. Dazu kommt dieses Suizid-Image...die grünen Cover und ihr cooles Type-O-Logo. Aber das unterstützt natürlich alles nur die eh schon richtig tollen Songs. "Bloody Kisses", "October Rust", "World Coming Down"...super Alben. Auch ihr letztes 2007er Werk war noch mal richtig gut.
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von Eike » Freitag 11. September 2015, 00:45
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 11. Mai 2016, 22:47
Nachdem ich mir inzwischen die ganze Diskographie von TYPE O NEGATIVE bestellt habe, will ich diesen Thread auch mal wieder hochziehen. Es hat sich also gelohnt zu warten und nicht die Cardsleeve-Box zu holen, denn mit Rabattgutschein hat beim Mops jetzt keine der Scheiben mehr als 5 Euro gekostet. Alle 7, die mir noch fehlten, zusammen ca. 25 Euro. Teils sogar Ltd.Ed. Die "October Rust" und die Jewel-Version der "Bloody Kisses" sind noch unterwegs, der Rest ist heute angekommen.
Es läuft gerade die "Slow, Deep And Hard", und irgendwie passt es auch in den Erkenntnisse-Thread, dass es manchmal satte 25 Jahre dauert, bis man ein Album auch tatsächlich kauft, das man schon bei Erscheinen kennen gelernt hat und zudem auch noch mochte. Schon immer... Hardcore meets Doom meets Venom meets Industrial. Das ist ein richtig tolles Scheibchen, und ja, eigentlich hätte ich das schon 1991 kaufen müssen. Damals reichte mir aber erstmal ein überspieltes Tape und dann, ja, dann kam der Black Metal auf der einen Seite und irgendwann "October Rust" auf der anderen Seite, und für Letzteres war ich dann damals doch entschieden zu true und frostbitten.
Jetzt bin ich alt und überzeugt davon, dass ich solche einflussreichen Bands doch mit ihren gesamten Diskographien haben muss. Zudem ich gerade diese Scheibe und die "Bloody Kisses" an sich schon immer toll finde.
Irgendwie freue ich mich grad sehr drauf, das ganze Zeug mal wieder zu entdecken, auch wenn die Band für mich nie so wichtig war wie z.B. für Havoc (siehe oben verlinkten Beitrag).
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von Jhonny » Donnerstag 12. Mai 2016, 00:01
Hach, diese Shopping Tour steht mir auch noch ins Haus, und ich freu mich drauf, diese Band zu entdecken!
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