Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Jhonny » Dienstag 14. September 2010, 14:44

Eike hat geschrieben:
Corrosion Of Conformity. Sehr cool - irgendwie diese Southern lastigen Metal-Bands, auch Down, Black Label Society usw scheinen alle ziemlich geil zu sein
Von B. L. S. kann ich das (mitunter dennoch recht rockige) Balladenalbum "Hangover Music Vol. VI" wärmstens empfehlen, das nur knapp an dieser Liste hier vorbeigeschrappt ist. Das war auch mein Erstkontakt mit der Band. Weitere Alben, die ich ancheckte, hatte alle nicht diese Harmonie oder Wärme, das war halt immer so karger, harter, schrappiger (Hard-)Rock, dem für mein Empfinden immer irgendwas fehlte (vielleicht der Bluesunterton?).




ok, wird auf jeden Fall mal im Hinterkopf behalten - danke dir!
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Eike » Mittwoch 15. September 2010, 03:03

20.

PORTISHEAD "Dummy"

Trip Hop

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Die vielleicht "luxuriöseste" PORTISHEAD-Scheibe ist "Dummy". Man kann sich einfach fallen lassen in ihre dahingetupften Beats und sanften Samples. Und doch ist da etwas, das durch den samtenen Klang hier und da piekst, ein untergründiges Rumoren, etwas das hinauswill und drängt. Beth Gibbons Stimme ist wieder einmal über jegliche Zweifel erhaben, nuanciert und gefühlvoll und das Kopfkino zum Laufen bringend in Verbindung mit diesen luxuriösen Beats: Nehmen wir doch zum Einstieg mal 'Mysterons' und 'Wandering Star'. Allerfeinster Trip Hop! (Bristol, Bristol über alles, über alles in der Welt.)


19.

COWBOY JUNKIES "Open"

Folk-Rock / Psychedelic Rock

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"Open" - die vielgerühmte. Ich muss das hier nicht alles wiederholen... Lauscht einfach mal 'Dragging Hooks (River Song Trilogy: Part III)' ('Dark Hole Again' finde ich leider nicht) und 'I'm So Open'. "Open" ist das wohl untypischste Werk der COWBOY JUNKIES. Gut (mindestens das) sind aber alle Alben, die mir bisher von ihnen unterkamen. Manch einem mag es vielleicht helfen, dass ich hier darauf hinweise, dass es sich bei den COWBOY JUNKIES um Kanadier handelt... ;-)


18.

LOS LOBOS "Kiko"

Roots Rock

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Recht untypisch für die Band LOS LOBOS dürfte ihr Album "Kiko" sein. Jedenfalls ist es äußerst abwechslungsreich. Leichter Rock mit verspielten Folkeinflüssen ('Dream In Blue') geht über in schwereren und angebluesten mit dezenter Blechbläserunterstützung ('Wake Up Dolores'), gefolgt von der reduzierten, verschleppt groovenden Ballade 'Angels With Dirty Faces' ( leider finde ich dazu kein Klangbeispiel :( ) und dem veritablen Bluesrocker 'That Train Don't Stop Here', bei welchem allerdings auch wieder gewisse Folkuntertöne mitschwingen. Der vielleicht schönste und eigenartigste Song des Albums ist das titelgebende Stück 'Kiko And The Lavender Moon', mit seiner nächtlichen Atmosphäre und den wunderschön eingearbeiteten Akkordeonpassagen von David Hidalgo. Nach dem stärker folkloristisch eingefärbten 'Saint Behind The Glass' und dem teilakustisch rockenden 'Reva's House' folgt eine weitere schöne Ballade namens 'When The Circus Comes To Town'. Über nahezu allen Songs schwebt diese wunderschöne Stimme, die alles besänftigt und doch voller Melancholie ist. In ähnlicher Stimmung ist das Instrumentalstück 'Arizona Skies' gehalten, bevor mit 'Short Side Of Nothing' ein recht simpler, schwofiger Song folgt, den man einfach mal in die Erwachsenen-Rotation sämtlicher Pop-Radios einschmuggeln sollte, um auf LOS LOBOS aufmerksam zu machen. Auch die folkloristisch untermalte Ballade 'Two Janes' könnte krankenden Radioprogrammen nur gut tun. Vielleicht passt das nicht unbedingt ins zeitgenössische Terrain, das die Dritten zu beackern haben. Aber man müsste ja auch die Hörer der Vierten nicht immer nur auf dem Abstellgleis für diversen Schlagerschnulzscheiß, miserabel eingedeutschte Oldies oder das tausendste Album von James Last verrotten lassen. Aber das sind bloß utopische Weltverbesserungsphantasien. Weiter mit "Kiko": Relativ simpel, aber stimmungsvoll ist das leicht psychedelisch vor sich hin tröpfelnde 'Wicked Rain', wieder rockiger der leichtfüßige Groover 'Whiskey Trail'. Einen klavierbegleiteten Blues gibt es mit 'Just A Man' zu hören. 'Peace' erinnert mich etwas an das erste LENNY KRAVITZ-Album. Und dann klingt "Kiko" mit dem spanischen 'Rio De Tenampa' schwungvoll-schwofig aus. Herrlich!


17.

GOLDFRAPP "Felt Mountain"

Dream Pop / Schrägie Pop

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Noch ein luxuriöses Musikwerk: "Felt Mountain" ist ein absolutes Ausnahmealbum. GOLDFRAPP lässt sich schwerlich als One Hit Wonder bezeichnen, und doch kommt kein anderes GOLDFRAPP-Album an diesen Erstling heran. "Black Cherry" und "Supernature" waren irgendwie Dance, "Seventh Tree" war irgendwie Folk, beide Stile irgendwie unrein und anders und nicht uninteressant, aber eben längst nicht so gut wie "Felt Mountain", das in jeder Hinsicht anders war. Es klingt wie ein Soundtrack zu einem niemals gedrehten Film, einem Film der Stummfilm-Ära, aber in Farbe, völlig anachronistisch, völlig zeitlos, paralleluniversal. 'Paper Bag' und 'Utopia' dürften am zugänglichsten sein, die übrigen Stücke entdeckt man am besten im Albumkontext. Was mir aber nach wie vor immer noch nicht ganz klar ist: Haben wir es hier mit einem gefühlten Berg oder mit einem Berg aus Filz zu tun? Schräg!



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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Jesus » Mittwoch 15. September 2010, 09:53

Die COWBOY JUNKIES ist klasse, hat's aber ganz knapp nicht auf meine Liste geschafft. Die hat ihre Koppel irgendwo bei Platz 125.

GOLDFRAPP klingt toll. Sehr elegant und entrückt. Gefällt mir.

LOS LOBOS ist nicht so meins. Nee, nicht wirklich.

PORTISHEAD... PORTISHEAD... irgendwo habe ich den Namen schon mal gehört...
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 15. September 2010, 12:33

4 Scheiben mit denen ich nüschts anfangen kann - sorry ;-)
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Loenz » Mittwoch 15. September 2010, 13:23

Zur Portishead hab ich ja schon bei Jesus was geschrieben super.

Cowboy Junkies, yeah wabber Sounds sowas mag ich, so eine leicht angedruggte Grundstimmung. Klingt lässig.

Los Lobos ist jetzt auch nicht so meins. Plätschert irgendwie an mir vorbei

Goldfrapp hat Jesus mit den Wort elegant schon sehr schön umschrieben. Paper Bag klingt elegant und hübsch.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon firestarter » Mittwoch 15. September 2010, 19:01

Puh, das war anstrengend und ich weiss gar nicht, was ich schreiben soll... :?
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Eike » Mittwoch 15. September 2010, 19:17

Das dürfte (evtl. mit Ausnahme der LOS LOBOS) auch mit Abstand das unrockigste Paket bisher gewesen sein, und thrashfern natürlich erst recht. Was war denn am Anstrengendsten?

Morgen gibt's nach einem rockfernen Album dann aber immerhin einmal was mit Rockeinflüssen, einmal was aus dem Bereich Rock/Metal/Psychedelik, und an der Spitze ein unleugbar starkes Rockalbum. Aber wieder alles nicht hart. Überhaupt wird es oben ganz dünn in der Hinsicht. So richtigen Kraftrock wird es nur noch zweimal geben, modernen (Vor-Achtziger-Jahre-)Metal überhaupt nicht mehr. Ich bin TOTALLY WHIMPED OUT.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Eike » Mittwoch 15. September 2010, 19:18

Also, morgen gibt's schon noch mal was mit tüchtig Stromgitarren aus den '90ern.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon firestarter » Mittwoch 15. September 2010, 19:25

Eike hat geschrieben:Das dürfte (evtl. mit Ausnahme der LOS LOBOS) auch mit Abstand das unrockigste Paket bisher gewesen sein, und thrashfern natürlich erst recht. Was war denn am Anstrengendsten?


Also "thrashfern" ist für mich kein Kriterium (ich hatte bisher gerade mal 8 Thrasher unter 54 TOP Alben und es kommen auch nicht mehr viele..), aber auf Anhieb konnte ich nur zu COWBOY JUNKIES einen Zugang finden.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Drumtier » Donnerstag 16. September 2010, 00:22

MOZART is natürlich genial, hab die viel zu wenigen Werke die ich von ihm hab aber für die Liste nicht berücksichtig weil mich das überfordert hätte. Ginge unmöglich zu vergleichen oder zu reihen. Aber kennt man natürlich als Österreicher, sogar unsre Hymne ist von ihm (is sie wie man mittlerweile rausgefunden hat wahrscheinlich nicht, aber das wissen die wenigsten ;-) ) und sein Requiem is absolut grandios. Gute Wahl!

LIFE OF AGONY können da "nicht ganz" mithalten, da werd ich wohl dein Mitleid in Anspruch nehmen müssen. Der Sänger gefällt mir gar nicht und auch musikalisch ist das leider nicht wirklich mein Fall...
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