Eure letzten Live-Erlebnisse

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Peter Kubaschk » Freitag 18. Mai 2018, 23:44

Just zurück vom Brüderkonzert in Helsinki.

Puh, bin noch ganz geflasht. Das ist schon noch etwas anderes als in UK. Der Tavestia Klubi war ausverkauft, was ca. 700 Leuten entspricht. Allerdings spielen die Brüder sonst in der großen Halle der Stadt vor 4,000 Leuten. Das ist hier also eher die intime Clubshow für die Fans.
Und genau so war es dann auch. Die VHBs sind in der Heimat auf der Bühne noch lockerer, haben offensichtlich großen Spaß (auch bei den Ansagen, die allerdings bis auf einmal alle auf finnisch waren) und springen quietschfidel über die Bühne.

Eine Vorband gab es dieses Mal nicht, war aber auch überhaupt nicht nötig, denn zwei Stunden Brüdermusik reichen für totale Ekstase. Natürlich lag der Fokus auf "War Is Over", das mit acht Songs (alles außer 'Blindsight' und 'Wanderlust') bedacht wurde. Ansonsten gab es eine bunte Mischung mit kleineren Überraschungen wie 'Somewhere In The Middle', 'You don't know my name', 'Voices In Your Head' oder 'Gloria'. Daneben dann natürlich famose Hits wie 'Kiss A Wish', 'New Day Rising' und 'Sunday Child'. Ich habe - entweder störend laut oder beeindruckend textsicher; die Blicke konnte ich nicht deuten - mitgesungen und bin jetzt auch superhappy. Würde ich jederzeit wieder machen.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Peter Kubaschk » Samstag 19. Mai 2018, 08:56

Und hier jetzt der komplette Bericht:
http://powermetal.de/content/konzert/sh ... 428-1.html
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Jhonny » Samstag 19. Mai 2018, 13:23

Sehr cooler Bericht, Peter!
Danke dir :)
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon pit123 » Samstag 19. Mai 2018, 16:23

Ja, da wäre man wirklich gerne mit dabei gewesen um das mitzuerleben... :)
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon trent » Samstag 19. Mai 2018, 16:48

Kann mich nur anschließen. Cooler Bericht. Helsinki und generell Finnland sind immer eine Reise wert.

Bei Naughty Burger hab ich übrigens letztes Jahr in Turku gegessen. Die sind echt nicht schlecht. =)
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Peter Kubaschk » Donnerstag 24. Mai 2018, 07:50

Nur fünf Tage nach den Brüdern in Helsinki gab es gestern gleich den nächsten Höhepunkt: die Spanier TOUNDRA haben wortlos das "Bi Nuu" in ein Tollhaus verwandelt. Das war 75 Minuten High-Energy-Post-Rock. Das Quartett ist gehüpft, gesprungen und durchgedreht wie nix Gutes und hat damit natürlich auch das Publikum angesteckt. Dagegen ist LONG DISTANCE CALLING auf der Bühne ein lahmer Haufen. Material gab es von allen Alben außer dem Debüt (glaub ich), aber das neue, tolle Album "Vortex" war natürlich der Fokus. Echt Top! Letzter Deutschland-Gig ist heute in Dresden, dann geht es über Frankreich zurück in die Heimat.

Ach ja, da waren mehr Leute als letztes Jahr bei FATES WARNING im selben Laden, hat mich schon überrascht, aber offensichtlich ist die Post-Rock-Szene schon recht groß.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon salisbury » Donnerstag 24. Mai 2018, 08:57

Peter Kubaschk hat geschrieben:Nur fünf Tage nach den Brüdern in Helsinki gab es gestern gleich den nächsten Höhepunkt: die Spanier TOUNDRA haben wortlos das "Bi Nuu" in ein Tollhaus verwandelt. Das war 75 Minuten High-Energy-Post-Rock. Das Quartett ist gehüpft, gesprungen und durchgedreht wie nix Gutes und hat damit natürlich auch das Publikum angesteckt. Dagegen ist LONG DISTANCE CALLING auf der Bühne ein lahmer Haufen. Material gab es von allen Alben außer dem Debüt (glaub ich), aber das neue, tolle Album "Vortex" war natürlich der Fokus. Echt Top! Letzter Deutschland-Gig ist heute in Dresden, dann geht es über Frankreich zurück in die Heimat.

Ach ja, da waren mehr Leute als letztes Jahr bei FATES WARNING im selben Laden, hat mich schon überrascht, aber offensichtlich ist die Post-Rock-Szene schon recht groß.


TOUNDRA muss ich endlich auch mal checken. Tue von LISERSTILLE ist auch ein großer Fan und die beiden waren schon öfter mal gemeinsam auf der Bühne.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Raphael Paebst » Donnerstag 31. Mai 2018, 17:27

Tja, ich war zuletzt in Athen beim Up The Hammers und es war wieder mal völlig überragend, tolle Bands und ein Publikum, das jede Note abfeiert, als gäbe es kein Morgen. Da wuchsen dann auch Heavy Load deutlich über sich hinaus und haben einen komplett unfallfreien Gig abgeliefert, bei dem selbst Sänger Ragne Spaß zu haben schien. Manilla Road war wie immer eine Bank, Doomsword war episch-kauzig, wie man das erwartet und die ollen Griechen von Northwind haben mich mit einer extrem starken und verdammt harten Performance völlig umgehauen. Glacier und Sarazen natürlich auch und Wrathblade beim Warm-Up. Dazu Retsina für 0,70€ und fantastisches Essen, doch, ich freu mich schon auf nächstes Jahr, wo dann Armored Saint als Freitags-Headliner den Laden abreißen werden.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 3. Juni 2018, 11:55

Magnum; 28.März 2018 Im Wizemann; Stuttgart

Das Konzert ist schon ein bisschen her. Tatsächlich schaffe ich es leider aber jetzt erst darüber zu berichten.

Eines der 2 Highlights im ansonsten weniger guten anfänglichen Jahr war dieses Konzert. Ich war jedenfalls froh, dass ich es doch noch sehen konnte.
Da mich ja im letzten Jahr das Magnum Fieber erst so richtig gepackt hat, war ich ganz schön gespannt auf Magnum Live.
Im Wizemann war ich jetzt zum zweiten Mal und ich muss sagen, dass die Location mir sehr gut gefallen hat. Reds’cool als Vorband war mir unbekannt, gefielen mir aber auf Anhieb gut.
An Magnum gab es überhaupt nichts auszusetzen. Ich muss ja gestehen, etwas traurig gewesen zu sein Magnum nicht mit Mark Stanway gesehen zu haben. Aber Rick Benton hat das mit seiner sympathischen Ausstrahlung vergessen lassen. Mit den ersten Tönen der Band war ich schon wieder ganz verzückt. Songs wie "How Far Jerusalem", "When We Were Younger" "Les Morts Dansat" mal live zu hören und der Band dabei zuzuschauen war hervorragend.

Die Songs der neuen Platte, ich glaube an der Anzahl waren es 4 oder 5, kamen auch Live sehr gut rüber. Dabei war die komplette Setlist für mich sehr geil, weil es einfach sehr viel abgedeckt hat. Songs die man gerne live hören wollte wurden auch gespielt. Wobei mein wirkliches Highlight „Dont Wake The Lion (Too Old To Die Young)“ gewesen ist. Live hat der Song nochmal mehr einen starken Eindruck hinterlassen.

Ich bin zwar mit schmerzen, aber glücklich nach Hause gefahren.

Nächstes Konzerthighlight vom April kommt noch...
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon cgrage » Montag 4. Juni 2018, 00:01

Samstag Abend war ich bei Roger Waters in Berlin.
Bild
Bevor es zu diesem Bild kam, bekam der Zuschauer eine Achterbahn der Gefühle präsentiert.

Die Show begann pünktlich um 20 Uhr mit einem Video auf dem LED Screen, welches eine Person an einem Strand bei Ebbe zeigte. Wer diese Person war, war nicht zu erkennen, da sie nur von hinten zu sehen war, wie sie auf das Meer blickte. Neben dem Meeres- und Windrauschen gab es auch orientalische Gesänge aus verschiedenen Richtungen zu hören, der brillianten Surround-Anlage sei Dank. Die Hallenbeleuchtung war bereist ausgeschaltet, fiel aber kaum auf, da sehr viele LED Scheinwerfer den Zuschauerraum auisleuchteten. Als "Speak to me" einsetzte, wurde der Himmel des Videos von rechts her rot und auch der Zuschauerraum wurde von rechts nach links in rotes Licht getaucht und steigerte sich in den Song "Breathe". Nach dieser stimmigen Eröffnung ging es weiter mit "One of these Days". Im Vergleich zu den Interpretationen von Gilmour, wo Guy Pratt ja den Basspart spielt, ist diese Version in Sachen Bass sehr zurückhaltend gewesen. Sie klang nahezu wie auf dem Album. Danach folgte "Time" und die Reprise von "Breathe". Bei "The Great Gig in the Sky" konnten die beiden Sängerinnen Jess Wolfe und Holly Laessig von der New Yorker Indie-Band Lucius mit wahnsinnigen Koloraturen glänzen. Nach "Welcome to the Machine" einem meiner Floyd Lieblingssongs, wurde das letzte Album von Waters mit drei Songs gewürdigt.
Es folgte, sehr ungewöhnlich an dieser Stelle, "Wish you were here". Bei Gilmour wäre der Song als Zugabe gekommen. Nach diesem Moment der seligen Feuerzeugromantik, wurde es politisch.

Der "The Wall" Dreierpack, bestehend aus "Happiest Days,,,", "Another Brick in the Wall Part 2 & 3" beendete das erste Set. Für den Chor Part standen 12 Berliner Schülerinnen im Outfit von Guantanamo Häftlingen inklusive Kapuze auf der Bühne. Während des Instrumentalteils entledigten sich de Mädchen des orangenen Overalls und es kamen T-Shirts mit der Aufschrift "Resist" zum Vorschein. Diese Shirts konnte man auch als Merchandise erwerben.
Gegen wen und was man Widerstand leisten sollte, wurde einem in der Pause klargemacht. Auf dem LED Screen wurden während der Pause Namen und Einstellungen eingeblendet: Trump, Neo-Faschismus, Antisemitismus, etc.

Der 2. Teil begann mit den Animals-Songs "Dogs" und "Pigs". Bei letzterem wurde die Trump-Kritik nochmal ordentlich verstärkt. Interessant war auch die visuelle Umsetzung. Es wurden zu Beginn Leinwände runtergelassen, die nahezu die gesamte Länge des Innenraums einnahmen. Auf denen wurde das Albumcover von "Animals" projeziert, inkl. dem fliegenden Schwein.
Es folgten "Money", den Song, der der Tour das Motto gab "Us and Them" und noch den Song "Smell the Roses" aus dem aktuellen Album. Mit "Brain Damage" und "Eclipse" war der offizielle Teil beendet. Waters stellte die Band vor, die wirklich einen sehr guten Job gemacht hat. Danach wurde er nochmal zum "Angry Old Man" und ließ sich über den WDR aus, der sich, neben den anderen ARD Rundfunkanstalten, aus der Medienpartnerschaft zurückgezogen hat. Grund dafür war eine Petition einer Frau, die Waters vorwirft, ein Antisemit zu sein, weil Waters diverse Organisationen unterstützt, die den Palästinensern nahe stehen. Diese Petition hat den WDR Intendanten Tom Buhrow dazu bewogen, die Medienpartnerschaft zu beenden. Der SWR, der BR und der RBB haben nachgezogen. Ob der NDR auch einen Rückzieher gemacht hat, weiß ich nicht.
Nach der Klarstellung von Waters, das er kein Antisemit sei, wurden die Zuschauer mit "Comfortably Numb" in die laue Sommernacht entlassen. Das letzte Bild, war die Szene aus der Eröffnung, nur beobachtete die Person nun Wasser, anstatt wie am Anfang das Watt. Und nun konnte man auch erkennen, das es sich um einen Flüchtling handelte. Ein Kind kam die Düne heraufgeklettert und setzte sich zu seiner Mutter.
cgrage
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