Enslaved

Re: Enslaved

Beitragvon Nils Macher » Sonntag 25. Oktober 2020, 21:17

Sehr interessante Eindrücke, Havoc! Ich finde auch, dass das Album mit jeder Umdrehung mehr Potenzial entfaltet. Mit dem Break im zweiten Song hatte ich anfangs auch Probleme. Inzwischen klingt es aber in sich stimmig, schwierig das wirklich in Worte zu fassen. Aber das ist wohl die wahre Stärke des Albums.
Benutzeravatar
Nils Macher
Musikredaktion
 
Beiträge: 12983
Registriert: Dienstag 17. Juli 2012, 18:40
Wohnort: Bergkamen

Re: Enslaved

Beitragvon Pillamyd » Samstag 28. November 2020, 22:11

Loomis hat geschrieben:Ich glaube ich weiß, was Du meinst. Die "E" ist wieder wesentlich psychedelischer als "RIITIIR" und "In Times". Das hatten Ensaved ja schon hin und wieder mal, z.B. auf "Monumension". Zudem hat es schon viele schräge Bläserpassagen drin.
Aber "Storm Son" und "Hiindsiight" haben schon mal sehr positiv aufhorchen lassen und über das Cover "What else is there" habe ich mich sowieso sehr gefreut. Gefällt mir also gut, auch wenn es meiner Meinung nach nicht an "RIITIIR" oder gar das von mir favorisierte Frühwerk herankommt.


"Storm Son" ist der einzige Song der mir hängengeblieben ist. Das soll nicht bedeuten, dass der Rest schlecht ist. Nein, davon ist es meilenweit entfernt. Ich find gerade bei der Scheibe den Zugang einfach nicht. Mit "RIITIIR" habe ich auch so meine Probleme gehabt. Ich finde beide haben Gemeinsamkeiten was das betrifft. "E" ist aber ein so dermaßen heftiger Brocken...da steig ich nicht so wirklich durch. Mit "Monumension" hatte ich keine Probleme.
Ich werde alle 3 Alben mal für Morgen rauslegen.

Was die Frühwerke betrifft, da bin ich bei dir.
Benutzeravatar
Pillamyd
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 14149
Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44

Re: Enslaved

Beitragvon Havoc » Samstag 28. November 2020, 22:29

Pillamyd hat geschrieben:"Storm Son" ist der einzige Song der mir hängengeblieben ist. Das soll nicht bedeuten, dass der Rest schlecht ist. Nein, davon ist es meilenweit entfernt. Ich find gerade bei der Scheibe den Zugang einfach nicht. Mit "RIITIIR" habe ich auch so meine Probleme gehabt. Ich finde beide haben Gemeinsamkeiten was das betrifft. "E" ist aber ein so dermaßen heftiger Brocken...da steig ich nicht so wirklich durch. Mit "Monumension" hatte ich keine Probleme.
Ich werde alle 3 Alben mal für Morgen rauslegen.


Jawohl. Die "E" ist schon etwas sonderbar. Die scheint mir extrem stimmungsabhängig zu sein. Zuletzt fand ich sie wieder mal richtig geil. Aber das ist eben nicht immer so. Bei dem Album ein Fazit zu ziehen ist echt kaum möglich...selbst jetzt nach drei Jahren. Ich sortiere es aber letzten Endes dann schon eher als ein "Durchgangsalbum" denn als "Bandklassiker" ein. Andere Alben sind halt noch stärker. Aber wie ich schon öfters erwähnt habe ist für mich das Trio "Isa - Ruun - Vertebrae" meine wichtigste Phase. Wohl auch, weil ich eben zu der Zeit zum Fan der Band wurde. Ist ja oft so. Das Frühwerk und auch die Alben danach sind aber auch alle sehr sehr stark. Insbesondere auch die "In Times" ist hammer. Die Neue ist in der Tat auch etwas schwierig, gewagt und besonders. Es bleibt auf jeden Fall spannnend. Eine Band die es über all die Jahre immer wieder geschafft hat sich neu zu erfinden ohne einen totalen Stilbruch hinzulegen wie z.B. Opeth.
Benutzeravatar
Havoc
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 23763
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10

Re: Enslaved

Beitragvon Eike » Sonntag 29. November 2020, 10:58

OPETH hat doch auch nie einen totalen Stilbruch hingelegt. Höchstens mal eine Kurve etwas schärfer genommen. Aber der stilistische Weg für sich war schon konsequent.
Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Benutzeravatar
Eike
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 24506
Registriert: Montag 1. März 2010, 16:30

Re: Enslaved

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 29. November 2020, 12:24

Schwierig.
Ich würde da Havoc schon eher recht geben. Klar haben die Retro Vibes schon auf der "Blackwater Park" eine gewisse Rolle gespielt. Aber spätestens mit der "Heritage" war dass dann doch schon ein heftigerer Wandel. Kann man schon als Stilbruch betrachten. Mit dem Album sind komplett alle Growls abhanden gekommen z.B.
Also wenn einem die "Deliverance" total am Herzen liegt, für den kann ich mir schon verstehen wenn das als Stilbruch aufgenommen wird.

Havoc hat geschrieben:Jawohl. Die "E" ist schon etwas sonderbar. Die scheint mir extrem stimmungsabhängig zu sein. Zuletzt fand ich sie wieder mal richtig geil. Aber das ist eben nicht immer so. Bei dem Album ein Fazit zu ziehen ist echt kaum möglich...selbst jetzt nach drei Jahren. Ich sortiere es aber letzten Endes dann schon eher als ein "Durchgangsalbum" denn als "Bandklassiker" ein. Andere Alben sind halt noch stärker. Aber wie ich schon öfters erwähnt habe ist für mich das Trio "Isa - Ruun - Vertebrae" meine wichtigste Phase. Wohl auch, weil ich eben zu der Zeit zum Fan der Band wurde. Ist ja oft so. Das Frühwerk und auch die Alben danach sind aber auch alle sehr sehr stark. Insbesondere auch die "In Times" ist hammer. Die Neue ist in der Tat auch etwas schwierig, gewagt und besonders. Es bleibt auf jeden Fall spannnend. Eine Band die es über all die Jahre immer wieder geschafft hat sich neu zu erfinden ohne einen totalen Stilbruch hinzulegen wie z.B. Opeth.


Ob das Album Stimmungsabhängig ist..hmm
Als das Album rausgekommen ist, gab es schon auch Phasen in denen ich gedacht habe, dass jetzt bald der Knoten platzt. Aber beim wieder hören, wurde ich komplett auf Null zurückgeworfen.
Wenn ich so ab "RIITIIR" nachdenke, dürfte die "In Times" aber auch die zugänglichste Platte der Band sein. Die gefällt mir auch am Besten.
Ich finde zum Beispiel auch, dass die neue gar nicht so schwierig ist. Die schlägt für mich so ein bisschen in die gleiche Kerbe wie die "In Times", auf die Zugänglichkeit bezogen. Aber zu dem Album sollte ich auch noch die Tage was schreiben.
Benutzeravatar
Pillamyd
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 14149
Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44

Re: Enslaved

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 29. November 2020, 16:11

So ich habe meine Gehirnwindungen ordentlich durchdrehen lassen, indem ich mir „Monumension“, „RIITIIR“ und „E“ nochmal angehört habe.
Hiermit kann ich meine Meinung zu allen drei Alben nochmals untermauern. „Monumension“ ist das Album, mit dem ich am wenigsten Probleme habe. Das Album ist mir von Anfang an gleich wieder reingelaufen wie Buttermilch. Vielleicht das Album das Alt und Neu so frisch verbindet, ohne logischerweise die Ausgereiftheit der neueren Alben zu besitzen.
Hammerparts wie Am Ende von „Vision: Sphere Of The Elements: A Monumension Part II“ oder wie in „The Sleep: Floating Diversity – A Monument Part III“ versüßen einem die Gehörgänge. Macht richtig Bock das Album.

„RIITIIR“ hat eine ganz eigene Atmosphäre. Das lief auch mal gut rein, dann wieder weniger. Heute habe ich aber entdeckt, wie viele Melodien mir eigentlich im Kopf sind. Das ist schon krass. Höre das Album nicht so oft. Aber irgendwie hat sich da was festgesetzt ohne dass ich da jemals drauf geachtet hätte. War ich echt etwas überrascht.

So Problemkind „E“. Ja, das bleibt einfach ein tonnenschwerer Brocken. Neue Erkenntnisse sind aber: „Sacred Horse“ hat eine unglaubliche Wikingeratmosphäre und erinnert an manchen Stellen an die früheren Glanztaten manchmal sogar an „Bathory“. Ansonsten gibt es da wenige neue Erkenntnisse :grins:
Benutzeravatar
Pillamyd
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 14149
Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44

Re: Enslaved

Beitragvon Havoc » Sonntag 29. November 2020, 16:22

Pillamyd hat geschrieben:„Monumension“ ist das Album, mit dem ich am wenigsten Probleme habe. Das Album ist mir von Anfang an gleich wieder reingelaufen wie Buttermilch.


Das verwundert mich schon ein wenig. Ich habe die "Monumension" eigentlich immer eher als relativ schwierig empfunden. Wenn auch nicht so sperrig wie "Mardraum".
Insgesamt finde ich, dass "Monumension" eines ihrer außergewöhnlichsten Alben ist.

Vielleicht das Album das Alt und Neu so frisch verbindet, ohne logischerweise die Ausgereiftheit der neueren Alben zu besitzen.


Das wiederum sehe ich sehr ähnlich. Ich neige allerdings dazu "Monumension" noch eher der Frühphase zuzuordnen, während ich "Below The Lights" dann als erstes Album der Neuphase ansehe. Sind aber sogesehen irgendwo beides "Übergangsalben". Wenn man denn überhaupt von sowas sprechen kann.
Benutzeravatar
Havoc
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 23763
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10

Re: Enslaved

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 29. November 2020, 16:28

Havoc hat geschrieben:Das verwundert mich schon ein wenig. Ich habe die "Monumension" eigentlich immer eher als relativ schwierig empfunden. Wenn auch nicht so sperrig wie "Mardraum".
Insgesamt finde ich, dass "Monumension" eines ihrer außergewöhnlichsten Alben ist.


Mich hat das damals auch schon überrascht.

Havoc hat geschrieben:Das wiederum sehe ich sehr ähnlich. Ich neige allerdings dazu "Monumension" noch eher der Frühphase zuzuordnen, während ich "Below The Lights" dann als erstes Album der Neuphase ansehe. Sind aber sogesehen irgendwo beides "Übergangsalben". Wenn man denn überhaupt von sowas sprechen kann.


:dafuer:
Und ja, von sowas kann man tatsächlich sprechen. Finde ich auch.
Benutzeravatar
Pillamyd
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 14149
Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44

Re: Enslaved

Beitragvon Loomis » Montag 30. November 2020, 09:15

Als Frühphase habe ich für mich von Anfang bis einschließlich Blodhemn definiert. Ab Mardraum hat sich der Sound dann deutlich in Richtung Progressivität und Psychedelik erweitert. So empfinde ich es zumindest.
Benutzeravatar
Loomis
Luftgitarrespieler
 
Beiträge: 2719
Registriert: Dienstag 12. April 2011, 15:26

Re: Enslaved

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 30. November 2020, 14:54

Ich bin in Sachen Definition der "Frühphase" klar bei Loomis. Zwischen "Blodhemn" und "Mardraum" ist schon ein sehr deutlicher Bruch, stilistisch, konzeptionell, lyrisch. Wo die Band vorher sehr konkret am Leben alter Nordmänner entlang dichtete und dies in tendenziell eher straighte, wenn auch anspruchsvolle Kompositionen umsetzte, da wurde ab "Mardraum" sehr vieles abstrakter, transzendentaler, ungreifbarer, psychedelischer.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38
Benutzeravatar
Rüdiger Stehle
Musikredaktion
 
Beiträge: 35341
Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
Wohnort: Schwabenland

VorherigeNächste

Zurück zu Thrash / Death / Black Metal

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast