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EnslavedRe: EnslavedSehr interessante Eindrücke, Havoc! Ich finde auch, dass das Album mit jeder Umdrehung mehr Potenzial entfaltet. Mit dem Break im zweiten Song hatte ich anfangs auch Probleme. Inzwischen klingt es aber in sich stimmig, schwierig das wirklich in Worte zu fassen. Aber das ist wohl die wahre Stärke des Albums.
Re: Enslaved
"Storm Son" ist der einzige Song der mir hängengeblieben ist. Das soll nicht bedeuten, dass der Rest schlecht ist. Nein, davon ist es meilenweit entfernt. Ich find gerade bei der Scheibe den Zugang einfach nicht. Mit "RIITIIR" habe ich auch so meine Probleme gehabt. Ich finde beide haben Gemeinsamkeiten was das betrifft. "E" ist aber ein so dermaßen heftiger Brocken...da steig ich nicht so wirklich durch. Mit "Monumension" hatte ich keine Probleme. Ich werde alle 3 Alben mal für Morgen rauslegen. Was die Frühwerke betrifft, da bin ich bei dir.
Re: Enslaved
Jawohl. Die "E" ist schon etwas sonderbar. Die scheint mir extrem stimmungsabhängig zu sein. Zuletzt fand ich sie wieder mal richtig geil. Aber das ist eben nicht immer so. Bei dem Album ein Fazit zu ziehen ist echt kaum möglich...selbst jetzt nach drei Jahren. Ich sortiere es aber letzten Endes dann schon eher als ein "Durchgangsalbum" denn als "Bandklassiker" ein. Andere Alben sind halt noch stärker. Aber wie ich schon öfters erwähnt habe ist für mich das Trio "Isa - Ruun - Vertebrae" meine wichtigste Phase. Wohl auch, weil ich eben zu der Zeit zum Fan der Band wurde. Ist ja oft so. Das Frühwerk und auch die Alben danach sind aber auch alle sehr sehr stark. Insbesondere auch die "In Times" ist hammer. Die Neue ist in der Tat auch etwas schwierig, gewagt und besonders. Es bleibt auf jeden Fall spannnend. Eine Band die es über all die Jahre immer wieder geschafft hat sich neu zu erfinden ohne einen totalen Stilbruch hinzulegen wie z.B. Opeth.
Re: EnslavedOPETH hat doch auch nie einen totalen Stilbruch hingelegt. Höchstens mal eine Kurve etwas schärfer genommen. Aber der stilistische Weg für sich war schon konsequent.
Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: EnslavedSchwierig.
Ich würde da Havoc schon eher recht geben. Klar haben die Retro Vibes schon auf der "Blackwater Park" eine gewisse Rolle gespielt. Aber spätestens mit der "Heritage" war dass dann doch schon ein heftigerer Wandel. Kann man schon als Stilbruch betrachten. Mit dem Album sind komplett alle Growls abhanden gekommen z.B. Also wenn einem die "Deliverance" total am Herzen liegt, für den kann ich mir schon verstehen wenn das als Stilbruch aufgenommen wird.
Ob das Album Stimmungsabhängig ist..hmm Als das Album rausgekommen ist, gab es schon auch Phasen in denen ich gedacht habe, dass jetzt bald der Knoten platzt. Aber beim wieder hören, wurde ich komplett auf Null zurückgeworfen. Wenn ich so ab "RIITIIR" nachdenke, dürfte die "In Times" aber auch die zugänglichste Platte der Band sein. Die gefällt mir auch am Besten. Ich finde zum Beispiel auch, dass die neue gar nicht so schwierig ist. Die schlägt für mich so ein bisschen in die gleiche Kerbe wie die "In Times", auf die Zugänglichkeit bezogen. Aber zu dem Album sollte ich auch noch die Tage was schreiben.
Re: EnslavedSo ich habe meine Gehirnwindungen ordentlich durchdrehen lassen, indem ich mir „Monumension“, „RIITIIR“ und „E“ nochmal angehört habe.
Hiermit kann ich meine Meinung zu allen drei Alben nochmals untermauern. „Monumension“ ist das Album, mit dem ich am wenigsten Probleme habe. Das Album ist mir von Anfang an gleich wieder reingelaufen wie Buttermilch. Vielleicht das Album das Alt und Neu so frisch verbindet, ohne logischerweise die Ausgereiftheit der neueren Alben zu besitzen. Hammerparts wie Am Ende von „Vision: Sphere Of The Elements: A Monumension Part II“ oder wie in „The Sleep: Floating Diversity – A Monument Part III“ versüßen einem die Gehörgänge. Macht richtig Bock das Album. „RIITIIR“ hat eine ganz eigene Atmosphäre. Das lief auch mal gut rein, dann wieder weniger. Heute habe ich aber entdeckt, wie viele Melodien mir eigentlich im Kopf sind. Das ist schon krass. Höre das Album nicht so oft. Aber irgendwie hat sich da was festgesetzt ohne dass ich da jemals drauf geachtet hätte. War ich echt etwas überrascht. So Problemkind „E“. Ja, das bleibt einfach ein tonnenschwerer Brocken. Neue Erkenntnisse sind aber: „Sacred Horse“ hat eine unglaubliche Wikingeratmosphäre und erinnert an manchen Stellen an die früheren Glanztaten manchmal sogar an „Bathory“. Ansonsten gibt es da wenige neue Erkenntnisse ![]()
Re: Enslaved
Das verwundert mich schon ein wenig. Ich habe die "Monumension" eigentlich immer eher als relativ schwierig empfunden. Wenn auch nicht so sperrig wie "Mardraum". Insgesamt finde ich, dass "Monumension" eines ihrer außergewöhnlichsten Alben ist.
Das wiederum sehe ich sehr ähnlich. Ich neige allerdings dazu "Monumension" noch eher der Frühphase zuzuordnen, während ich "Below The Lights" dann als erstes Album der Neuphase ansehe. Sind aber sogesehen irgendwo beides "Übergangsalben". Wenn man denn überhaupt von sowas sprechen kann.
Re: Enslaved
Mich hat das damals auch schon überrascht.
Und ja, von sowas kann man tatsächlich sprechen. Finde ich auch.
Re: EnslavedAls Frühphase habe ich für mich von Anfang bis einschließlich Blodhemn definiert. Ab Mardraum hat sich der Sound dann deutlich in Richtung Progressivität und Psychedelik erweitert. So empfinde ich es zumindest.
Re: EnslavedIch bin in Sachen Definition der "Frühphase" klar bei Loomis. Zwischen "Blodhemn" und "Mardraum" ist schon ein sehr deutlicher Bruch, stilistisch, konzeptionell, lyrisch. Wo die Band vorher sehr konkret am Leben alter Nordmänner entlang dichtete und dies in tendenziell eher straighte, wenn auch anspruchsvolle Kompositionen umsetzte, da wurde ab "Mardraum" sehr vieles abstrakter, transzendentaler, ungreifbarer, psychedelischer.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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