Satyricon

Re: Satyricon

Beitragvon Dekalog der Elemente » Sonntag 12. Juni 2022, 21:36

Vielleicht treten Satyricon jetzt in ihre "Ulver-Phase" ein. Ich werd mal n Ohr riskieren aber das Album definitiv nicht "blind" ordern.
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Re: Satyricon

Beitragvon Havoc » Mittwoch 15. Juni 2022, 22:51

Dekalog der Elemente hat geschrieben:Vielleicht treten Satyricon jetzt in ihre "Ulver-Phase" ein. Ich werd mal n Ohr riskieren aber das Album definitiv nicht "blind" ordern.


Ich kenne Ulver kaum...aber ich denke dass die neue Satyricon sicher noch weniger Metal ist als neuere Ulver.
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Re: Satyricon

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 15. Juni 2022, 23:12

Noch weniger Metal als neuere Ulver ist aber schon ziemlich schwierig.
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Re: Satyricon

Beitragvon Havoc » Mittwoch 15. Juni 2022, 23:15

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Noch weniger Metal als neuere Ulver ist aber schon ziemlich schwierig.


Mal sehn. Bin gespannt was du sagst...
...kann mir kaum vorstellen, dass du die Neue wirklich toll finden könntest.

Ich bleibe dabei...man kann es hören...sie hat ein paar gute Ansätze...und in Verbindung mit der Ausstellung mag es wirken. Und dennoch ist das Ding für mich
die größte musikalische Enttäuschung seit Jahren. :-/
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Re: Satyricon

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 15. Juni 2022, 23:17

Ich werf die jetzt an. Kopfhörer ist aktiv.
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Re: Satyricon

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 15. Juni 2022, 23:26

Nach sechs Minuten kann ich schon mal sagen, dass es mich stilistisch durchaus anspricht. Ich mag diese Art von Dark Ambient. Gibt mir von der Stimmung her weit mehr als viele Post- oder Shoegaze-Black-Metal-Sachen. Außerdem ist da durchaus richtiger Metal drin, nicht nur Ambient. Tolles Riff beispielweise um die Zählzeit 6:00 herum, das auch 100% nach Satyricon klingt. Einen Satyr zu haben, der nicht singt, ist natürlich per se ein Verbrechen, aber bisher bin ich angetan. Tolles dramatisches Break bei ca. 7:45... Fagott und Oboe... fein...
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Re: Satyricon

Beitragvon Havoc » Mittwoch 15. Juni 2022, 23:33

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Nach sechs Minuten kann ich schon mal sagen, dass es mich stilistisch durchaus anspricht. Ich mag diese Art von Dark Ambient. Gibt mir von der Stimmung her weit mehr als viele Post- oder Shoegaze-Black-Metal-Sachen. Außerdem ist da durchaus richtiger Metal drin, nicht nur Ambient. Tolles Riff beispielweise um die Zählzeit 6:00 herum, das auch 100% nach Satyricon klingt. Einen Satyr zu haben, der nicht singt, ist natürlich per se ein Verbrechen, aber bisher bin ich angetan. Tolles dramatisches Break bei ca. 7:45... Fagott und Oboe... fein...


Ähh. Ok?! Also wenn Dir schon die ersten 6 min gefallen, dann wird das wohl was... 8-) :grins: ^.-
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Re: Satyricon

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 15. Juni 2022, 23:38

Ja, die Tendenz stimmt. Habe eben folgendes andernorts geschrieben:

Ist es okay, wenn ich mich nicht beschwere?

Danke...

Bin gerade beim Erstdurchlauf, nachdem mich a) die zahlreichen Kommentare allerorten durchaus angefixt haben, b) mich bereits das Grundkonzept sehr anspricht und ich c) die diversen Ambient-Ausflüge der alten Norweger-Riege nahezu ausnahmslos zumindest spannend finde. Nun läuft also "Satyricon & Munch" zum ersten Mal, gerade bin ich bei Zählzeit 12:07, und es langweilt mich nicht. Im Gegenteil, es kann mich fesseln. Weit mehr, als mich die diversen modernen Black-Metal-Ansätze mit Anklängen an Post Rock und Shoegaze fesseln können. Dieser Dark-Ambient-Ansatz war für mich schon reizvoll als die bekannten Protagonisten der Szene in der zweiten Hälfte der Neunziger damit ankamen. Satyr und Moonfog hatten damals schon hier und da die Finger mit im Spiel, und das ist nun die neuzeitliche Variante davon. Außerdem kann man gar nicht sagen, dass es kein Metal sei. Da tauchen schon immer wieder Riffs und Gitarrenfragmente auf, die schon 100% Satyricon sind. Erst unscheinbar, dezent anmutend, dann aber doch massig und packend. Die Streicher und Holzbläser sind teils echt geil inszeniert.

Einziges Problem ist, dass es falsch ist, Satyr zu sein, und nicht zu singen. Witzigerweise stört mich fehlender Gesang bei Ambient-Geschichten aber weitaus weniger als bei instrumentalen Prog-Rock-Bands. Das funktioniert für mich eher wie klassische Musik, und da ist Gesang auch kein zwingendes Element. Bei Rock'n'Roll für mich schon.

Nun, ich lasse weiter wachsen und gedeihen.


Wir nähern uns der 20:00.

Ist dir aufgefallen, dass immer wieder mal melodische Fragmente mit ganz direktem Satyricon-Bezug auftauchen. Kann die Songs jetzt noch nicht zuordnen, aber ich denke da sind einige gut verschlüsselte Selbstzitate dabei.
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Re: Satyricon

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 15. Juni 2022, 23:46

Cooler Doom-Part ab 27:00. Erinnert mich irgendwie an ein anderes altes Satyr-Projekt. Ich glaube es war die "Wongraven | Fjelltronen".
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Re: Satyricon

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 16. Juni 2022, 00:20

Also, der erste Durchlauf neigt sich dem Ende zu, und spontan bin ich ziemlich angetan. Das soll nun nicht heißen, dass mir ein "normales" Satyricon-Album nicht auch lieber gewesen wäre, aber in Anbetracht dessen, dass ich ein solches auch gar nicht erwartet habe, kann ich "Satyricon & Munch" absolut genießen. Im Prinzip ist es die Art von Ambient, die ich mag. Dunkel, dramatisch, durchaus mit akustischen und elektrischen Gitarrenparts. Besonders gut gelungen ist die klassische Instrumentierung mit Streichern und Bläsern, die hier eben echt klingen und wohl auch echt sind, nicht nach Casio-Synth wie bei manch anderem Ambient-Projekt.

Wenn Satyr und Frost ein Album machen, auf dem Satyr nicht singt und Frost kaum trommelt, dann bleibt natürlich immer etwas zu Wünschen übrig, aber heute ist nicht alle Tage. Meinetwegen können sie das halbe Jahr bis zur physischen VÖ gerne noch nutzen, für die Bonus-CD eine Gesangs-Version zu basteln. Könnte ich mir nämlich sogar ganz gut vorstellen, dass Gesang zu manchen Parts ganz gut passen könnte. So à la Ulvers Kveldssanger vielleicht.
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