
Platz LXXXIV

Nile - Annihilation Of The Wicked (2005)
Deathmetal. Röchel röchel, schrammel schrammel, knüppel, bolz und Blastbeats. Und es gibt nur wenige Alben auf denen dies so perfekt umgesetzt wird. Ich hatte durchaus meine Deathmetal-Phase, mitlerweile finde ich aber Blackmetal viel, viel spannender. "Annihilation Of The Wicked" ist eines der Alben die dennoch hier stehen dürfen, einfach auch weil es mit "Cast Down The Heretic" einen unfassbar geilen und brutalen Nackenbrecher enthält. Einer meiner absoluten Lieblings-Deathmetalsongs. Nunja, für alle die noch nie was von denen gehört haben: technisch überragend gespielter TechDeath aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit ägyptischen Einflüssen, der sich thematisch immer um die alten Pharaonen dreht. Irrsinnige Geschwindigkeit wird über weite Strecken zelebriert, und die Vocals kommen direkt aus dem Grab, richtig schön tief, erdig und trotzdem recht verständlich.
Vor einiger Zeit hätte ich diese Scheibe viel weiter nach oben gesetzt, aber Deathmetal ist nunmal zumindest in solch brutaler und konsequenter Form nichtmehr unbedingt meins. Zeigt ähnliche Abnutzungserscheinungen wie Thrashmetal in meinen Ohren. Trotzdem ein ziemlich perfekter Fleischklopfer mit dem man bestimmt auch gut die ein oder andere Pyramide einreißen oder alternativ die Sklaven zur Erbauung einer solchen antreiben kann.
Cast Down The Heretic - der Opener nach dem kurzen Intro, und was für einer.
The Burning Pits Of The Duat - ja, ich mags wenns zur Sache geht beim Deathmetal.
Chapter Of Obeisance Before Giving Breath To The Inert One In The Presence Of The Cresent Shaped Horns - Höhö, jau, die Songtitel neigen bei den Jungs gelegentlich zur Überlänge. Das hier ist eher atmosphärisch stark.


