REALM:
Das ist natürlich ganz großartiger Thrash Metal. Hart, schneidend, verspielt, mit Sirene gesegnet. Steht ab sofort auf der Suchliste.
POHLMANN:
Jo. Das kann ich mir nicht lange anhören. Die musikalische Ausdrucksform ist dann doch sehr weit von meinem Geschmack entfernt. Auch die Stimmlage ist so gar nicht mein Ding.
SAXON "The Inner Sanctum":
Habe ich und gefällt mir auch sehr gut. Eine der stärkeren Saxon-Scheiben der letzten Jahre.
BARIŞ MANÇO:
Die türkische Antwort auf Jethro Tull? Nein, dann doch nicht ganz. Ist schon ein wenig schlagermäßiger. Kann ich mir jedenfalls eher anhören als den Herrn Pohlmann. Jo. Geht in Ordnung, würde ich mir aber auch nicht zulegen oder es regelmäßig anhören.
AC/DC "Flick Of The Switch":
Coole Scheibe. Eine meiner ersten AC/DC-Scheiben. Gefällt mir heute noch, auch wenn ich ja bekanntlich nie so der Überfan der Aussies war. Der Groove des Basses am Anfang von 'Nervous Shakedown' ist der Hammer!
SYSTEM OF A DOWN "Mezmerize":
War auch in meiner Liste, von daher muss sie gut sein.
ANNIHILATOR "Never Neverland":
Mein Erstkontakt mit Jeff Waters und Co. Streng genommen mein Zweitkontakt, da ich den Videoclip zu "Alison Hell" schon kannte, aber das war mein erstes Album der Band. Im Gitarrenbereich überragend, und auch Coburn Pharr finde ich als Sänger absolut genial. Cooles Teil! Leider wurde die Band von da an für mich nicht mehr besser, auch wenn ich einige spätere Alben noch sehr cool finde.
LEGION OF THE DAMNED:
Für diese Band habe ich mich nie wirklich interessiert. Ich habe irgend eine alte OCCULT-EP, aber das war es dann auch schon. Ein Brett ist das schon, aber wie du eben auch schreibst, auch ein wenig einförmig. Der Hauch von Black Metal, den Occult noch hatten, der fehlt mir hier. Muss ich nicht haben, ist aber okay.
HELRUNAR:
Entdecke ich eben für den kommenden Soundcheck mit dem anstehenden Alben "Sól". Sehr starke Band, sehr viel Ausdruck und Tiefgang. Ich denke, dass ich hier auch die beiden Vorgänger in absehbarer Zeit suchen werde. Ich mag die gesprochenen Passagen, die akustischen Einspielungen und die Bitterkeit, welche die Musik umweht. Stark!
KAYNE WEST:
Ich hasse gemeinhin Loops und Hip-Hop-Gesang. Und was hier an mein armes Ohr dringt, gehört nicht zu den Ausnahmen, welche die Regel bestätigen würden. Mehr muss ich nicht sagen, oder? Autsch...
KATIE MELUA:
Das ist schön. Von den nichtmetallischen Sachen bisher das beste aus deiner Liste. Gute Stimme, schön entrückter Jazz im Hintergrund.
HANS SÖLLNER:
Das ist, was ich unter echter, zeitgemäßer Volksmusik verstehe. Ein Beispiel dafür, dass man politische Musik auch gut finden kann, ohne die Botschaft zwingend teilen zu müssen. Boshaft und bissig. Des gfoid ma!
PLACEBO:
Da sind die Loops wieder. Die Stimme finde ich zwar ziemlich eigenständig, und somit interessant, aber dann auch wieder ziemlich nölig. Ist einfach nicht meine Baustelle, wobei ich 'Passive Aggressive' deutlich besser finde als das loopige 'Taste Of Men' - das geht gar nicht.
RAMMSTEIN:
Ich habe bis heute kein Album der Band, auch wenn sie für mich nicht nur die mit Abstand beste NDH-Band sind, sondern in der Tat die einzige, die ich mir wirklich anhören kann. Lindemann hat eine tolle Stimme, und die wuchtige Urgewalt der simplen Riffs hat eben auch ihren Reiz. Irgendwann werde ich mir da mal was holen.
PANTERA - The Great Southern Trendkill
Tolles Artwork zunächst einmal. Ich habe Pantera lange ganz schlimm gefunden, weil ich den melodiefreien Brüllwürfel-Gesang von Phil Anselmo ab "Far Beyond Driven" nicht ertragen konnte. Heute komme ich besser damit klar, ohne es wirklich toll zu finden. Das gilt auch für diese Scheibe hier. Aber nachdem ich inzwischen auch die "Cowboys" habe, werde ich wohl mal langsam chronologisch nach vorne schreiten, wenn es günstige Gelegenheiten gibt. Aber Priorität hat das nicht.
PANTERA - Broken:
Siehe oben, für mich hat die Cowboys noch wirklich tolle Melodien und Songs, aber danach ging mir das zu sehr auf Aggro als Selbstzweck. Werde ich mir bei Gelegenheit mal billig besorgen, um es etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, aber richtig toll finden, werde ich Aggro-Groove-Geschosse wie 'I'm Broken' nie. Da fehlen mir die Melodien, sowohl im Gesang als auch bei den Gitarren. Mede BM-Band ist melodischer als Pantera in dieser Phase.
UDO LINDENBERG:
Du meine Güte, der auch noch ... Der Seemann überrascht mich. Das ist "schöner" gesungen, als ich den guten Nuschelgrummler in Erinnerung hatte. Der war wohl früher für mich deutlich interessanter als heute. Großer Fan werde ich auch hier nie werden, aber was die deutschen Nuschelrocker angeht, gehört er zu den besseren.
BÖHSE ONKELZ:
Die Band, die man in Metallerkreisen zumeist nicht gut finden darf.
Ich bin einfach mal ehrlich, und gebe zu, dass ich die Onkelz musikalisch weit besser finde als ihr Ruf es glauben machen will. Die Motörhead- und Aussie-Rock-Einflüsse finde ich cool, und der aggressiv-asslige Pathos hatte ein Zeit lang auch seinen Reiz. Dabei bin ich im Gegensatz zu vielen anderen Metalfans eher vom Onkelz-Ablehner zum Onkelz-Respektierer mutiert als umgekehrt. Wobei ich die alten Sachen lieber mag als die neueren. Also vom Debüt bis einschließlich "Schwarz/Weiss" finde ich auf allen Alben Songs, die ich toll finde. Danach wird es dann aber arg dünn. Sammeltechnisch bin ich nie eingestiegen, weil ich nie Lust hatte für das Debüt so viel Geld zu bezahlen, wie es kostet. Und ich sammle ja immer komplett und fange gerne mit dem Debüt an.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38