Zwar war der Auftritt nicht so perfekt wie es offensichtlich von manchen Besuchern, welche auf anderen Konzerten waren, dargestellt wurde, aber grade das etwas nervöse Auftreten der Truppe (Frontmann hat sich versungen, Keyboarder verspielt, E-Gitarre das Solo halb verspielt) hat die Truppe NOCH sympathischer gemacht - denn obwohl es alles zweifelsohne hervorragende und professionelle Musiker sind waren sie dennoch aufgeregt wie sie denn vor einem so kleinen Publikum ankommen würden und ob ihr neues Material ankommt. Letztenendes war es aber nichtsdestotrotz ein wirklich toller Auftritt, ganz wie erwartet. Schade war allerdings, dass es keinen Song von den SIEGES EVEN Alben gab - für "Tidal" wäre ich gestorben...
Jedem Fan kann ich nur mit Nachdruck raten sich diese wirklich tolle Truppe live anzutun, live sind die Songs nochmal eine Klassen besser, genau so wie es bei einer tollen Band sein soll. Eigentlich wirklich schade dass wir Deutschen bezüglich progressiver Musik so in die Ferne schweifen wo wir doch die besten Acts direkt vor der Haustür haben - man denke nur an eben jene SUBSIGNAL, VANDEN PLAS oder DISILLUSION ...


So so. Ich mag "Steps". Allerdings sind SIEGES EVEN häufig sehr unterschiedlich gewesen, von den thrashigen Anfängen zum ruhigen Intellektuellen-Prog auf "Steps", dem RUSH beeinflussten Meisterwerk "A Sense Of Change" und dann in die beiden harten Progressive Technical Thrash Alben "Sophisticated" und "Uneven" gab es immer starke Unterschiede. Zum letzten Mal dann in der letzten Besetzung, die die beiden 10 Punkte Alben "The Art Of Navigating By The Stars" und "Paramount" einspielten - virtuoser, üppiger Prog mit großen Melodien und Gefühlen.