Platz 11

AVANTASIA - The Metal Opera, Pt. I
Jahr: 2001
Genre: Melodic Metal
Dass dieses Album in meiner Gunst sehr hoch steht, ist beileibe keine Überraschung. Eher ist es überraschend, dass ich doch einige Kritik an der Metal Opera anzubringen habe. Trotz starker Melodien beeindrucken mich der Opener "Reach Out for the Light" und "Serpents in Paradise" nicht wirklich. Letzteres bekommt erst durch einen brillianten Jorn Lande live einen Charakter. Mehr als gelegentliches hören für die starken Melodien liegt da nicht drin...
Es wird zum Glück stärker. "Breaking Away" ist eine Melodic Metal Hymne wie sie im Buche steht. Keyboards geben die Melodie vor und untermalen im Hintergrund die Atmosphäre, während schnelles Drumming und Akkordgetragene Riffs zu einem Mitgröhl Chorus führen, der den Song kaum eingängiger machen könnte. Mit "Farewell" folgt für mich ein echtes Highlight. Eine Ballade mit tollen Gesangspart, und auch noch genau am richtigen Ort platziert.
Das qualifiziert aber noch nicht für Platz 11. Das tut der überragende Abschluss, beginnend mit der Bandhymne "Avantasia", kennt wohl jeder der diesen Stil auch hört. Ähnlich "Breaking Away" wird die Melodie von Keyboards und Gesang vorgegeben. Auch wenn "Avantasia" etwas langsamer ist, das Rezept ist das gleiche, und es passt erneut sehr gut. Der Song wirkt auch etwas härter und hat stärkere Gitarrenparts. "Inside" liefert den Einstieg für Hansen und Matos, beide mit einer starken Leistung in diesem ruhigen Song. Und natürlich kann man mit Hansen Vocals bei mir nichts falsch machen ^^
Die beiden Übersongs folgen aber zum Ende: "Sign of the Cross" ist ein langsamerer, stampfender Hammer, der sogar die bis dato gebotenen Vocals in den Schatten stellt. Ein genialer Chor im Refrain liefert noch mehr Energie, die Keyboards liefern epische Atmosphäre - ganz klasse.
Und natürlich mein Favorit: "The Tower" Ruhiger Einstieg mit Pianoklängen, ein von Chören getragener Gesangsteil, langsam aufbauende Intensität und Geschwindigkeit, und natürlich überragende Gesangsleistungen, auch von Tobi hier. Und wer auf der letzten Tour Tobi und Kiske zusammen diesen Chorus hat singen hören, dem wird dieser song nie mehr aus dem Ohr gehen. Ein epischer Oberhammer, der am Ende gut und gerne die Hälfte dessen ist, was dieses Album ausmacht für mich.
BREAKING AWAY
FAREWELL
SIGN OF THE CROSS
THE TOWER




