Ich war gestern beim ersten Gamma Ray-Termin der aktuellen Mini-Tour im Bremer Tivoli. Ich hatte dafür spontan ne Karte gewonnen bei metal4bremen.de, wäre aber auch sonst hingefahren.
Support waren Mob Rules und die konnten voll und ganz überzeugen. Ich kannte vorher nur einen Titel ("Black Rain", liebe ich schon seit einigen Jahren), den die Herren netterweise auch gespielt haben. Aber auch die anderen Songs klangen so schon mal sehr geil, von denen werde ich mir wohl mal was besorgen. Gespielt haben die, glaube ich, so ne Dreiviertelstunde. Der Sänger erinnerte mich vom Aussehen irgendwie an Warrel Dane und hat auch ähnlich dumm geguckt...
Dann kam auch schon Gamma Ray auf die Bühne. Das Tivoli war leider nicht wirklich voll, dafür war aber die Luft natürlich gut. Stimmung kam trotzdem auf. Und die hielt auch die ganzen 140 Minuten (!) über an. Ja, Gamma Ray hat tatsächlich fast zweieinhalb Stunden auf der Bühne gestanden. Das nennt man dann wohl "value for money"! Die Setlist war ja von vorn herein (

) schon als eher ungewöhnlich angekündigt und das war sie auch. Eigentlich haben die nur zwei Klassiker gespielt, und die auch als Akustik-Version ("Rebellion in Dreamland" und "Send me a Sign"). Alle anderen Songs wurden vorher live noch nicht wirklich oft gespielt, zumindest soweit ich weiß nicht (und das war mein viertes Gamma Ray-Konzert). Darunter waren versteckte Perlen wie "Money", "Brothers in Rock" und die Bandhymne "Gamma Ray", über die ich mich sehr gefreut habe, allerdings waren ein paar Songs auch nicht unbedingt nötig. Da kenne ich einige andere, über die ich mich mehr gefreut hätte ("Heal Me" zum Beispiel). Hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht.
Da das die erste Show der Tour war, ist natürlich auch ein bisschen was schief gegangen. Das hat die ganze Angelegenheit für mich sogar noch besser gemacht. Es ist einfach lustig, wenn irgendwas mit den Drums nicht stimmt und Daniel Zimmermann voller Wut ein defektes Teil auf den Boden knallt.
Es gab aber auch zwei negative Sachen am gestrigen Abend. Da war zunächst einmal das schale Fassbier, das komplett ohne Kohlensäure verkauft wurde, und das für 3 € für 0,33 Liter. Außerdem war der Sound so matschig, dass ich am Anfang teilweise sogar Probleme hatte, den Song zu erkennen! Das scheint im Aladin/Tivoli wohl öfter so zu sein...
Kleiner Tipp noch für Unentschlossene: Bei den nächsten Terminen der Tour wird Michael Kiske dabei sein! In Bremen war er zwar nicht da, aber gefehlt hat er auch nicht.

Insgesamt ein (fast) perfekter Abend!