Wenns nur das Headbangsmiley wäre was man in diesem Forum vermissen muss

Jaja, ich bin ein alter Nörgler und außerdem mies gelaunt, aber es STIMMT. Warscheinlich verhält es sich bei Foren wie mit der Hot/Crazy Scale:

Je freundlicher das Umfeld, desto schlechter der Funktionsumfang des Forums, und umgekehrt ...? Naja, zugegeben trifft diese Funktion de facto nicht zu, aber zumindest gemessen an diesem Forum definitiv

Und nun beende ich den Spam und komme zu meiner musikalischen Erkenntnis des Tages... es sind gleich mehrere, nämlich:
1. Vieles, was ich damals gehört habe, war schon ziemlich fieser und schlechter Kram. Bisher habe ich es immer geschafft bei mir selbst mit dem Hören alter Alben aus meiner Jugend die alte Leidenschaft zu entfachen, aber das ist nun wohl endgültig vorbei. KORN, SLIPKNOT, LIMP BIZKIT und LINKIN PARK find ich nurnoch gut (also, auch hier nur die jeweils ersten/frühesten Alben), für einzelne Lieder vielleicht auch sehr gut, aber für andere Lieder auch fast schon nervig. Einfach insgesamt nur durchschnittlich, bestenfalls, und selbst das ist warscheinlich größtenteils der Jugendbonus

Erkenntnis Eins: ich habe als Jungspund viel Müll gehört.
2. Ja, ich habe es ehrlich versucht, und ja, ich habe auch viele schöne Momente erlebt und neue Erkenntnisse gewonnen, ABER der "Metal Metal" ist einfach nicht mein Fall. Das, was viele unserer hochverehrten Forenmitglieder toll finden, gibt mir leider doch wenig. Selbst das METAL CHURCH Debüt, welches ich noch von den vielen alten Schinken die ich mir so angehört habe, am besten finde, glänzt für meinen Geschmack zu selten und dümpelt zu viel im trüben Fahrwasser der Durchschnittlichkeit herum. Auch Sachen, die ich mir bisher irgendwie schön gehört habe, wie beispielsweise "Operation Mindcrime", geben mir letztenendes doch viel zu wenig als dass ich guten Gewissens sagen könnte dass ich das wirklich toll finde. Egal wie epochal und wegweisend das auch sein mag: ich legs einfach fast nie auf, und durchschnittliche Alben irgendwelcher Post-Rock Bands die in wenigen Jahren vergessen sein werden begeistern mich mehr und kriegen mehr Aufmerksamkeit von mir.
Erkenntnis Zwei: ich muss und werde in Zukunft mich stärker auf "meine" Musik konzentrieren (müssen), also das, was ich auch wirklich auflege, und nichtmehr so krampfhaft versuchen mit genug Zeitaufwand mir alles irgendwie schön zu hören. Sicher dem Zeitfaktor geschuldet, aber dennoch notwendig. Adieu, große und mannigfaltige Musikwelt, Hallo, kleiner und erlesener Zirkel des eigenen beschränkten Horizonts.
3. Während ich krampfthaft versucht habe in fremden Gefilden zu wildern habe ich "meine" Musik brutal vernachlässigt, und so sind mir etliche tolle Alben die ich spontan gut gefunden hätte die letzten Jahre entgangen. Das wird jetzt nachgeholt, und zwar konsequent unter Einhaltung meines eigenen Tellerrandes. No more Mr Niceguy, jetzt gibts nurnoch doof und toll. Nungut, den Weltfrieden will ich wahren (sowie einen Notstieg über den Tellerrand, vielleicht erweist der sich ja nochmal als nützlich...), also gibts noch "okay"
Erkenntnis Drei: Das kölsche Grundgesetz, Artikel 6: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.