BLIZZEN - Metalectric
Mehr über Blizzen
- Genre:
- Heavy Metal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Diabolic Might Records
- Release:
- 21.11.2025
- Into The Abyss
- Witchhammer
- Nightstalker
- Pulse Of Time
- From Sadness To Anger
- No More Room In Hell
- Reign Of Faith
- Iron Rain
- When The City Sleeps
- Massive Attack
Willkommen zurück, Jungs!
Reisen wir - ironischerweise - mit der "Time Machine" zehn Jahre zurück in die Vergangenheit, sehen wir in BLIZZEN eine blutjunge, aber sehr talentierte und ambitionierte Band, die im Fahrwasser klassischer Heavy- und Speed-Metal-Bands ihren großen Heroen huldigt und dabei in bester Gesellschaft solcher Bands wie ENFORCER, STALLION, SKILL FIST oder AMBUSH das Lasso schwingt.
Von der Zugkraft und Richtung der Hessen hat sich nicht viel verändert, doch die Songs wirken reifer, zielstrebiger und schlichtweg griffiger. Auf ihrem dritten Album "Metalectric" kombiniert die Band metallische Elektrizität mit elektrisierendem Stahlgut, lässt die fünfjährige Wartezeit seit "World In Chains" schnell vergessen und weiß, was die Stunde geschlagen hat - schließlich ist es ihr drittes Album.
Nebst erneuertem Logo und passendem Artwork macht vor allem die erkennende Weiterentwicklung - ich hatte es schon angedeutet - seit 2020 oder dem full-length-Debüt "Genesis Reversed" ein mehr als gutes Gesicht. Musizieren die vier Herrschaften schon seit Bandbeginn miteinander, wirkt Steckis Stimme noch passender, die Riffs von Marvin und Andi noch pointierter, lässiger und das Schlagzeugspiel Gereons noch tighter, macht in Summe also eine Mannschaft, die die Gunst der Stunde nutzt und die nächste Sprosse der Leistungs- und Karriereleiter erklimmt.
Picken wir uns ein paar Rosinen des 36-minütigen, abwechslungsreichen Heavy-Metal-Overkills heraus, so wird schnell klar, was ich meine. Das melodische 'Nightstalker' oder der beginnende Speed-Metal-Fausthieb 'Into The Abyss' sind unheimlich starke Nummern und was BLIZZEN letztendlich mit dem eher balladesken 'From Sadness To Anger' fabriziert, sorgt nicht nur für Schwung und Dynamik, sondern auch für eine gewisse Gänsehaut. Danach wird allerdings wieder die flotte Metal-Keule geschwungen, 'No More Room In Hell' und 'Reign Of Faith' können nicht nur davon ein Liedchen singen, sondern überzeugen vor allem im Refrain, der sich jeweils sehr schnell festsetzt.
Ein richtiges Manko ist auch bei "Metalectric" nicht zu erkennen, obgleich ich das vorherige Logo bisweilen cooler und die doch lange Wartezeit von fünf Jahren etwas nervig fand. Doch wenn alle Bands wie BLIZZEN nach dieser Ruhe vor dem Sturm so zurückkehren - dann Holla, die Waldfee!
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- Marcel Rapp


